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Das hier wird wohl der letzte Eintrag sein, Deutschland kommt immer näher.
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Uni
Endlich hab ich es geschafft: Ein Bericht zu meiner Zeit hier an der Uni!
Falls das Audio nicht angespielt werden kann, findet Ihr es auch hier!
Árabe
Hier das Audio zur Aufgabe mit dem Hörverstehen.
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Árabe
Hier noch eine Aufgabe zum Hörverstehen, es wird jeweils ein Satz vorgelesen und man muss entscheiden, welcher der drei Vorschläge es denn war. Das Audio dazu hab ich Euch auch hochgeladen.
Árabe
Hier hab ich für Euch mal eine Probeklausur aus Arabisch, genau so eine musste ich dann vor ein paar Wochen auch absolvieren. Ein Großteil des Semesters ging natürlich dafür drauf, die Buchstaben zu lernen, die übrigens bis zu 4 verschiedene Formen annehmen können, je nachdem was davor und danach kommt. Sieht aber alles wilder aus als es ist, waren alles einfache Fragen und Aufgaben zum Alltag und sehr gut machbar!
Estadio Ramón de Carranza
Wie gesagt, mitten im Wohngebiet.
Falls das Video nicht abgespielt werden kann, findet Ihr es auch hier.
Estadio Ramón de Carranza
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Cádiz CF vs. Marbella FC
Gestern habe ich es endlich geschafft, auch mal in Cádiz zu einem Fußballspiel zu gehen. Die Stadt hat zwar schon seit 2006 keinen Erstliga-Fußball mehr erlebt, aber auch in Drittliga-Zeiten lohnt sich ein Besuch im Estadio Ramón de Carranza, welches mitten im Wohngebiet der Neustadt liegt und, obwohl es winzig aussieht, etwa 25.000 Zuschauer fasst, was dem Wildparkstadion in Karlsruhe schon recht nahe kommt.
Vergleicht man das Ganze aber mit einem Besuch im Wildpark, so gibt es doch einige Unterschiede: So werden statt Stadionwürsten pipas geknabbert, also Sonnenblumenkerne, dementsprechend sehen dann auch die Sitze hinterher aus. Auf Tormusik oder überhaupt auf eine Erwähnung eines Tores durch den Stadionsprecher muss verzichtet werden, dieser beschäftigt sich nämlich lieber damit, vor dem Spiel und in der Halbzeit mehrmals zwei stets gleiche Werbetexte vorzulesen [ein Spa-Hotel und eine Firma für Elektropumpen], den Gewinner der Lotterie auszurufen [#43] und die Spielerwechsel [präsentiert vom Hotel Barceló] durchzusagen. Auch die Anzeigetafeln sind ausgeschaltet, erst nachdem das erste Tor gefallen ist merken wir dann, dass zwei winzige Schilder auf der Tribüne dem Spielstand angepasst werden. Eine Uhr gibt es auch nicht, aber dafür reichlich Sonne, die uns den Rücken aufwärmt, während wir Cádiz anfeuern [in gelb-blau], und zwar mit Erfolg, das Spiel wird mit 5:0 gewonnen.
Alles in allem ein super Erlebnis, schade dass ich mich nicht schon früher dazu entschlossen habe, sonst wäre ich bestimmt öfters hingegangen!
Sommer im Winter
Die letzten paar Tage gab es hier ein bisschen Auszeit vom Winter, was vor allem am Wind und an den fehlenden Wolken lag: Ist es hier windig und bedeckt, fühlen sich auch vermeintlich milde Temperaturen ziemlich kalt an. Genau umgekehrt ist es dann, wenn, wie in den letzten Tagen, der Himmel wolkenlos blau ist und kaum ein Lüftchen weht. Jedenfalls wird es dann in der Sonne schnell ordentlich heiß, was sich natürlich am besten am Strand ausnutzen lässt. Dort trifft man dann sehr viele andere Erasmus-Studenten, die lieber am Strand für Klausuren lernen oder wie ich gerade nichts anstehen haben und einfach den halben Tag in der Sonne liegen. Dabei muss man aber auch aufpassen, die Sonne ist nämlich trotz der Jahreszeit so stark, dass ich nicht nur ein bisschen braun, sondern nur ziemlich knapp einem kleinen Sonnenbrand entgangen bin.
Natürlich ist hier jetzt der Sommer nicht schlagartig zurückgekehrt, aber so ein paar heiße Tage im Januar tun auf jeden Fall sehr gut!
Calentadores
Heute haben wir von unserer Vermieterin tatsächlich 5 neue Heizkörper bekommen, für jeden einen. Jetzt sind also die Zeiten vorbei, in denen der eine, der schon vorher da war, abends durch die Zimmer gereicht werden musste, damit es jeder beim Einschlafen ein bisschen angenehmer hat. So ein Ding läuft allerdings auf voller Pulle mit 1500 Watt, wenn da die ganze Armee läuft, müssen wir also jetzt ein bisschen aufpassen mit der Stromrechnung. Trotzdem: Mit unserer neuesten Errungenschaft ist unsere Wohnung wohl plötzlich in Cádiz ganz vorne dabei, wenn es ums Thema Heizung geht!
Vejer de la Frontera
Am Neujahrstag sind wir dann noch nach Vejer gefahren, das ich ja bisher auch nur abends und damit in der Dunkelheit gesehen hatte. Das Wetter war noch einmal hervorragend und so verbrachten wir einige Zeit damit, durch das weiße Dorf zu schlendern.
Silvester & Neujahr in Cádiz
Zurück aus Gibraltar waren auch schon die letzten Stunden des Jahres angebrochen, die wir mit einem Abendessen zu Hause und einer Feuerzangenbowle überbrückten. Pünktlich kurz vor Mitternacht wurde dann der Fernseher eingeschaltet, um die Übertragung von der Puerta del Sol in Madrid mitzuverfolgen. Dabei hatten wir Glück, dass wir das Ganze nicht auf Canal Sur verfolgten, wie viele Andalusier, denn dort wurde versehentlich während den 12 Glockenschlägen Werbung eingeblendet, aber auch so hatten wir mit den Trauben genug zu tun.
Den Neujahrstag haben wir dann für einen Ausflug nach Vejer benutzt, von dem ich morgen berichten will. Jedenfalls waren wir rechtzeitig zurück, um in Cádiz als Abschluss des Besuches noch einmal ein Stündchen im Strand in der Sonne und einen typischen Sonnenuntergang an der Playa de Santa María mitzunehmen. Wie ich schon einmal berichtet habe, sind die hier besonders schön anzuschauen, und das sogar jeden Tag, sofern die Wolken mitspielen. Aber wir hatten Glück und konnten mit ansehen, wie die Sonne innerhalb kürzester Zeit im Atlantik versinkt. Die Fotos sind natürlich unbearbeitet und ohne irgendeinen Instagram-Filter-Kram, wer also mal hier in die Ecke kommt, sollte sich das nicht entgehen lassen, und neben vielen anderen Dingen werde ich wohl die Sonnenuntergänge am Strand besonders vermissen.
die Äffchen
Was der ganzen Szenerie in Gibraltar dann noch die Krone aufsetzt, sind eindeutig die Äffchen.
Wo die Kameraden genau herkommen, ist nicht eindeutig geklärt, aber wahrscheinlich wurden sie irgendwann aus Marokko mitgebracht und wurden in Gibraltar heimisch, sodass Gibraltar der einzige Ort in Europa ist, an dem Affen freilebend vorkommen. Eine Legende besagt auch, dass die britische Herrschaft in Gibraltar beendet sei, wenn keine Affen mehr auf dem Felsen leben würde, das rührt daher, dass die Gibraltarer angeblich im 18. Jahrhundert von den Affen vor einem nächtlichen Angriff der Spanier und Franzosen gewarnt wurden und führt dazu, dass immer noch sehr genau darauf geachtet wird, dass es den Felsenbewohnern auch ja gut geht.
Die meisten von ihnen leben auf dem Felsen, wir haben aber auch gleich am Eingang der Stadt einen lässig in einem Brückengerüst in der Sonne sitzen sehen. Es wäre wohl auch passender, sie als Haustiere und nicht als freilebend zu bezeichnen, da sie regelmäßig an Futterstellen gefüttert werden. Das ändert aber nichts daran, dass sie sehr zutraulich werden können und gegenüber uns Menschen auch keine Scheu aufweisen. Kurz nachdem dieses letzte Foto mit Sandra und dem Baby-Äffchen entstand, kam die Mutter des Kleinen kreischend die Treppe zu uns hoch und an uns vorbei gerannt, um ihren Nachwuchs vor einer anderen Gruppe Affen abzuschirmen. Unser Führer meinte dazu nur: "Family problems."
St. Michael's Cave
Im Felsen gibt es einige Höhlen, eine davon ist die St. Michael's Cave. Eine ihrer Kammern ist sogar bestuhlt, dort werden nämlich auch Konzerte gespielt. Ansonsten wird sie in wechselnden Farben bestrahlt und im Hintergrund läuft eine seltsame Zusammenstellung der Musik der letzten paar Jahrzehnte, was das Ganze ein bisschen unwirklich wirken lässt. Man fühlt sich eigentlich nicht wie in einer uralten und ehrwürdigen Höhle, sondern wie in einer bunten und lauten Kulisse irgendwo im Europa-Park, eigentlich haben nur noch Dinos aus Plastik gefehlt. Trotzdem hat es natürlich Spaß gemacht, sich die Höhle mit all ihren Verwinkelungen anzuschauen und die ganze Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Gibraltar
Gibraltar ist wohl einer der bizarrsten Orte, an denen ich jemals war.
Das Auto lässt man am besten kurz vor der Grenze in Spanien stehen, um dann zu Fuß durch die Passkontrolle und rein nach Gibraltar zu spazieren. Hierbei muss aber erstmal die Start- und Landebahn des Flughafens überquert werden, denn nur dort geht es rein und raus. Wir hatten aber Glück, dass gerade kein Flieger in Sicht war und mussten also nicht warten.
Drinnen angekommen befindet man sich also eigentlich im Vereinigten Königreich. Es gibt das Gibraltar-Pfund, was sich vom Aussehen her leicht von der Standardvariante unterscheidet, aber genauso viel wert ist. Amtssprache ist natürlich Englisch, nur auf den Linksverkehr muss man verzichten. Da aber Gibraltar eigentlich in Spanien liegt, fühlt sich das alles sehr seltsam an: Rote Telefonzellen unter Palmen, herrlichster Sonnenschein ohne britischen Regen, und vor allem das mit der Sprache: Wir haben uns den Felsen im Minivan von einem Einheimischen zeigen lassen, der uns gegenüber in vornehmstem Britisch parlierte, sich mit anderen Gibraltarern aber in einem sowas von rotzigem und bäuerlichem Andalusisch unterhielt, dass es mir fast selbst die Sprache verschlug.
Auch geographisch hat Gibraltar Besonderes zu bieten, so liegt irgendwo draußen im Wasser die Grenze zwischen Mittelmeer und Atlantik, bei gutem Wetter - und wir hatten Glück - kann man in der Ferne sogar marokkanische Berge erkennen.
Gegessen haben wir natürlich stilecht in einem britischen Pub, was auch mal eine Abwechslung für mich darstellte. Wie wir so draußen saßen, konnte man auch viele Einheimische beobachten, und auch an der Kleidung machte sich dieser einzigartige und seltsame Mix aus UK und Spanien bemerkbar.
Übrigens lohnt es sich in Gibraltar auch, den zahlreichen Spirituosen-Läden in der Innenstadt einen Besuch abzustatten. Dort kann man nämlich steuer- und zollfrei einkaufen, was dann dazu führt, dass es zum Beispiel die Literflasche Havana Club schon ab £4.99 zu kaufen gibt [~ €6,40].
Und das war noch nicht einmal alles, um die freilaufenden Affen geht es nämlich erst im nächsten Beitrag...
Plaza de España
Ich habe ja schon einmal berichtet, dass sich auf der Plaza de España in Sevilla Tafeln für jede Provinz befinden, diesmal gibt es auch Fotos davon: Einmal das Wappen von Cádiz und einmal eine berühmte Szene zur ersten schriftlichen Verfassung Spaniens 1812, die in Cádiz eingeführt wurde, darunter noch eine Landkarte der Region. Wahrscheinlich könnte man einen ganzen Tag damit verbringen, sich diese Ornamente anzuschauen, immerhin sind dort 48 spanische Provinzen verewigt. Sollte ich dazu Lust verspüren, muss ich wohl nochmal nach Sevilla fahren.
Giralda
Nach unendlichen Windungen endlich oben angekommen, kann man die ganze Stadt überblicken.
Falls das Video nicht abgespielt werden kann, findet Ihr es auch hier.