Lieber behalte ich alles für mich, als Menschen noch irgendetwas anzuvertrauen.
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Lieber behalte ich alles für mich, als Menschen noch irgendetwas anzuvertrauen.
Es gibt nichts wertvolleres, als eine Person, mit der man über alles reden kann.
Jaja,ich weiß schon ich habe Freunde und Familie......aber irgendwie kann ich keinem meine ganze scheiße erzählen...
gegangen-56
Vor zwei Jahren warst du noch der Mittelpunkt meines Lebens. Ich war noch nie jemandem so vertraut wie Dir, konnte und wollte mir kein Leben mehr ohne dich vorstellen. Du warst das Wichtigste für mich.
Unsere Trennung tat mir so weh, wie noch nie etwas zuvor. Ich dachte, dass die Welt unterginge und wollte auch gar keine Welt mehr ohne dich.
Heute denke ich nicht mehr an dich. Natürlich gehst du mir von Zeit zu Zeit mal durch den Kopf, ich frage mich, wie dein Leben jetzt ohne mich aussieht, aber die meiste Zeit vergesse ich einfach, dass es dich gibt.
Und ich frage mich, wie so etwas sein kann. Wie kann man einmal jeden Tag miteinander verbracht haben, alles voneinander gewusst haben und sich der Person anvertraut haben und sich heute durch Zufall wieder daran erinnern, dass es diese Person überhaupt gibt.
Du vertraust niemanden und gleichzeitig erzählst Du mir Dinge, die Du wahrscheinlich sonst niemanden anvertrauen würdest.
Es ist komisch.. was für einen Einfluss Menschen aufeinander haben.. Ich war so verliebt.. Verliebt in ein Mädchen, von der ich dachte sie könnte mit mir diese Vergangenheit bewältigen, ihre war ja auch nicht leicht.. Es war ein riesen Fehler.. teilweise war es ganz schön mit ihr, doch zu oft war sie kalt und abweisend. Ich dachte wirklich sie hat Gefühle für mich.. welch Ironie wenn man bedenkt das sie mir von Anfang an sagte sie sehnt sich nach jemandem anderen.. sie wollte kämpfen für mich.. Oh man ich bin einfach froh das nichts daraus geworden ist. Ich habe sie idealisiert, es waren einfach gewissen Ähnlichkeiten da zu meiner verstorbenen liebe, doch im Endeffekt.. Habe ich Äpfel mit Birnen verglichen, das ist mir nun klar.
Jetzt? Ich habe jemanden gefunden, einen Menschen, sie liebt mich so wie ich bin. Das ist eine andere Welt in der sie mich Leben lässt.. Das Gefühl.. gesagt zu kriegen es ist schön mit mir, die Worte ich liebe dich.. ohne Zweifel dahinter.. wow..
Ich denke oft daran.. was ich so erzählt habe, was meiner Eule passiert ist, sie hat mir erzählt was ihr wiederfahren ist.. jemanden zu haben zum Schreiben.. denn reden konnte ich noch nie.. aber jemanden der ich mich anvertrauen kann.. das fehlt mir am meisten.. glaub nicht du seist mir egal, nur weil wir kaum Kontakt haben.. niemand weiß soviel von mir wie du.. doch Leider wird es zwischen uns wahrscheinlich nie wieder so werden wie es war, durch diese kurze Partnerschaft haben wir zu viel kaputt gemacht..
die Falschen Personen
Da sind diese Menschen, die mich wünschen lassen. Es gäbe eine Falltür. Durch die ich sie hindurchstoßen, aus mir und meinem Leben fallen lassen könnte. Dass es so einfach wär. Sich selbst zurückzunehmen. und wiederzubekommen. nachdem man sich den Falschen Personen gegeben (sich an sie vergeben, aber sich nicht dafür vergeben) hat. Dass es so schnell ginge. Wie das Seil eines Gewichts loszulassen. Denn die Falschen Personen sind kein Mythos, sie existieren. Du hast diese Sehnsucht: einzuatmen und eingeatmet zu werden. Und du zeigst dich. Du ziehst dich vor ihnen aus. Schließt dich ganz und gar und völlig auf. Diesen Schritt, der nicht mehr zurückgehbare, habe ich oft getan. Um nackt dastehend. schluckend. festzustellen: es war ein Fehler. Alles danach und Weitere machte es in jedem Fall nur noch schlimmer. denn ich erzählte immer weiter und noch mehr. von mir. machte mich in meinem Sehnen, in meinem stets verzweifelter werdenden Sehnen, abhängig. von einer fixen Idee der ersten Minute. dass jene Person erwidern könnte. weil sie mich sieht und versteht, wie ich es bräuchte. Aber ich bin stur. ich sagte mir nie: das wird nichts mehr, das tut dir nicht gut. ich versuchte weiter. ich schlitterte weiter, taumelte weiter. strampelte weiter: ich hatte mich dir erzählt. ehrlich vor dir gefühlt. ehrlich vor dir gedacht. wie konntest du nichts von mir begreifen?ließ ich dich doch mich anfassen spüren, berühren, wie ich lebe. wie kannst du mich nicht sehen. wieso kannst du mich nicht lieben. Weil sie die Falschen Menschen waren. für mich. Manche sind obligat falsch für dich. Du willst einatmen und eingeatmet werden. Und tatsächlich: sie sind wie die Luft. Für einen aerointolleranten obligaten Gärer. Du kannst in ihrer Anwesenheit nicht sein. Andere sind orts- und zeitabhängig, fakultativ, falsch für dich: hättet ihr euch unter anderen Bedingungen getroffen, hättet ihr miteinander wachsen können. aber wie es ist. kann er nichts von dir aufnehmen. und dir von sich geben. Es gibt diese Menschen: die Falschen Personen. könnte ich mich nachträglich verschließen, ich würde es tun. das Einlassen ungeschehen machen, stattdessen damit fortsetzen, höflich zu lächeln, mitunter herzlich zu lachen, gemeinsam, denn wir waren uns ja nie so fremd wie jetzt, sondern so oft Freunde. vor der Nacktheit. der falsch erwiderten. der Enttäuschung, Verzweiflung. dem Schmerz. dem Bitteren. Keinem meiner Falschen Menschen werfe ich mehr vor. als Menschlichkeit. ich bin diejenige, die nicht gut ist im Notbremse-Ziehen. und ich sitze nicht immer allein im Zug. Doch es tut verdammt weh. sein Innerstes nach außen zu krempeln. vor. für einen anderen. worauf der Andere nur eines in dir auslöst: Scham. es tut verdammt weh. sich nackt dafür zu schämen. ehrlich ausgezogen. was man ist. wie man ist. in dieser (selten böswilligen Erniedrigung), selbst dann, ziehen wir nicht die Notbremse. die wir nicht einmal bemerken. denn da ist diese verrückte Hoffnung. dass der Falsche Mensch dich richtig in den Arm nehmen kann. und wir fahren alles gegen die Wand
Manchmal bereue ich es zutiefst, Menschen etwas anvertraut zu haben.