Berliner Athletik Klub 07
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Berliner Athletik Klub 07
Auf dem Boden der Tatsachen angekommen
Das war nix. Sowohl im Punktspiel gegen den BAK in der vorherigen Woche als auch bei der Begegnung gegen Fortuna Biesdorf haben wir eine schlechte Mannschaftsleistung gezeigt und herbe Niederlagen einfahren müssen.
Bereits letzte Woche hat sich gezeigt, wie wenig wir in die Partie gekommen sind und unser eigenes Spiel aufziehen konnten, weil wir uns vom Pressing des Gegners haben beeindrucken lassen und uns auf dessen Spiel eingelassen haben. Doch möglichst den Ball nach vorne schlagen mag ein probates Mittel sein, um den Ball im Strafraum zu klären, nicht jedoch um ein ansehnliches Fußballspiel aufzuziehen, das über schnelle Kombinationen über das Zentrum oder die Flügel in die gegnerische Hälfte vorstoßen möchte. So blieben wir bis auf wenige Ausnahmen gegen den BAK gänzlich harmlos und haben jeglichen Zweikampf gescheut. Nach dem Motto: Weg mit der Pille, bevor mir jemand auf die Füße tritt.
Daraus wollten wir lernen und haben auch eine sehr gute Trainingswoche hingelegt, die aufgezeigt hat, wohin unsere Reise gehen soll. Doch auch in Biesdorf war davon nichts zu sehen. Einzelaktionen bleiben Einzelaktionen und sind kein Mannschaftsspiel. Viel zu statisch, wenig Druck auf den Gegner ausübend, wenig gegenseitiges Coaching auf dem Feld.
Dass die ersten drei Tore von Biesdorf durch ruhende und hohe Bälle erfolgen, muss man akzeptieren, denn die Tore sind nun einmal groß. Was man nicht akzeptieren darf, dass wir uns da nicht bereits am Schützen in die Bälle schmeißen und diesen überhaupt zum Zuge kommen lassen.
In unseren Tempophasen hat sich gezeigt, wie man sich gut durch die Reihen des Gegners kombinieren kann: schnell und mit wenig Ballkontakten den Ball laufen lassen. Das hat in beiden Spielen gefehlt.
Wir müssen in den letzten Begegnungen bis zur Winterpause zum Teamspiel zurückfinden, das uns am Beginn ausgezeichnet hat. Mit positiver Kommunikation aus und neben dem Platz, mit dem Willen ein Spiel trotz Rückschlägen wieder an sich zu reißen, mit der Überzeugung es gemeinsam zu schaffen. Und wir müssen uns als Team klar werden: In dieser Saison reicht es noch nicht für die Spitze, wenn wir weiter so auftreten, wie in diesen Spitzenspielen gegen den BAK, gegen Empor und zuletzt gegen Biesdorf.
(Foto: Dedepress)
Das Poststadion wirkt auf neue Besucher zwar etwas heruntergekommen und piefig. Weit gefehlt, denn früher wurden dort Meisterschaften entschieden. Und der Berliner Athletik Club hat vor ein paar Jahren mit seiner Pokalsensation gegen die TSG Hoffenheim auch mal wieder für Aufsehen gesorgt...
Wie man es nicht machen sollte
An dieser Stelle spielt das 5:5 unseres ersten Punktspiels der Rückrunde mal keine Rolle. Auch nicht wie sportlich souverän unsere Mannschaft den 2:1-Rückstand aus der Halbzeit in eine 2:5-Führung umwandelte. Nein, denn am Samstag wurde das Spiel vor allem durch unsportliches Verhalten und das mangelnde Durchgreifen des Unparteiischen bestimmt.
(Die Jungs von Berolina Stralau stimmen sich auf das Spiel ein. Ein Team! Foto: Anja Kirstein)
Es hätte ein ganz entspannter Tag werden können. Die Sonne schien freundlich auf die Sportanlage des Berliner Athletik Klub 07 und unser Team machte sich engagiert ans Aufwärmen. In Rücksprache mit dem anderen Team hatten wir uns wegen der inzwischen üblichen Abwesenheit eines Schiedsrichters darauf verständigt, dass ein Elternteil dies übernehmen könnte. In der Regel ist es so, dass die Wahl zunächst bei der Gastmannschaft liegt. Wir hatten darauf verzichtet. Ein Fehler, den wir noch bereuen sollten.
Und so übernahm ein Familienmitglied eines BAK-Spielers die Spielleitung, der er schon bald auch aus der Hand gab. Denn schon bald zeigte sich das überharte Einsteigen der Gastgebermannschaft: Ellbogeneinsatz, Beinewegtreten, Niederdrücken. Die Palette an Unsportlichkeiten wurde leider mehr als ausgereizt. Zwar wurden viele Aktionen nach unserem Protest auch abgepfiffen, jedoch fehlte es an klaren Ansagen gegen die beteiligten Spieler. Nur das Androhen von Zeitstrafen ist halt nicht genug, wenn diese Strafe nicht erfolgt bei Wiederholungstätern. Und so war das eine schmerzhafte Erfahrung für unsere Mannschaft, wie man ein Spiel zerpfeifen und die Kontrolle darüber verlieren kann.
Natürlich gab es auch bei uns Fouls, die berechtigt abgepfiffen wurden: Mal ein Bein stehen lassen oder ein unerlaubtes Einhaken und ähnliches. Die Qualität war jedoch eine andere. So war natürlich auch das Unrechtsempfinden bei den Spielern von Berolina Stralau auf eine harte Probe gestellt, wenn vermeintliche Kleinigkeiten sofort geahndet wurden oder bei grobem Fouls keine Strafe erfolgte.
Es ist uns wirklich schwer gefallen, die Jungs in der Halbzeitpause wieder aufzubauen und zurück auf den Platz zu schicken. und Spielabbruch war durchaus eine Option gewesen. Dennoch müssen wir den Jungs an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen, wie sie aus der Kabine zurück ins Spiel gegangen sind und das machten, was sie am besten können. Fußball spielen. Mit der schnellen Aktionen war der Rückstand in eine Führung umgewandelt worden. Leider war es bei diesem Gegner nicht möglich dieses Ergebnis über die Zeit zu retten. Denn sobald man den Ball länger am Fuß behielt, lief man Gefahr etwas auf die Knochen zu bekommen, was in der Folge auch wieder geschah. Ohne Konsequenzen.
Und dass das Spiel zusätzlich in die Länge gezogen wurde, um neben dem Ausgleich noch den Siegtreffer für die Gastgeber zu erzielen, war da fast nur noch eine Randnotiz. In jedem Fall stand hier nicht das Wohl der Spieler und der Spaß am Fußball im Mittelpunkt, sondern allein das Ergebnis. Falls diese Mannschaft erster werden sollte - was wir fußballerisch bezweifeln würden - dann wünschen wir viel Freude mit der Goldenen Ananas.
Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen unsere bislang gute Arbeit fortsetzen, technisch und spielerisch gute Fußballer auszubilden.
Die Rückrunde kann kommen
Das war’s mit der Halle und es ist Zeit zurückzublicken auf die drei intensiven Monate, die hinter uns liegen.
Insgesamt haben wir elf Turniere bestritten, die uns zeitlich wie spielerisch sehr gefordert haben, aber am Ende auch zur guten Entwicklung der Mannschaft beigetragen haben.
Erfolgreicher Rückrundenauftakt
Pünktlich zum Beginn der Rückrunde wollte auch der Frühling nicht länger auf sich warten lassen. Zu Gast beim Berliner AK im Poststadion zeigten die Jungs von Berolina Stralau eine gute Leistung. Nur dass sie jeweils einen gegnerischen Schuss vor den Bug benötgten, trübte ein wenig den 2:4 Auswärtssieg. Jeweils nach dem Anpfiff kamen die Gastgeber schnell zum Abschluss und konnten erst in Führung gehen und nach Wiederanpfiff den erneuten Ausgleich erzielen. Nach diesen beiden Wecksignalen zeigten unsere Spieler jedoch ein in weiten Strecken diszipliniertes Spiel, das wenig Chancen des Gegners zuließ. Wenn diese sich dennoch durchsetzten, war dort noch unser Schlussmann, der einige Torschüsse souverän klären konnte. Der Halbzeitstand (1:2) hätte durchaus höher zu Gunsten von Bero ausfallen können, wenn man nicht einige Male das Aluminium getestet hätte. Mit dem 2:4 erzielten wir das gleiche Ergebnis wie bereits in der Hinrunde. Diesen Trend wollen wir nicht unbedingt fortsetzen, sondern uns wieder nach oben orientieren und die damals knappen Spiele für uns entscheiden.
Nächsten Samstag ist das erste Heimspiel. Zu Gast ist Viktoria Mitte.
Ich hatte Kurzeinsätze und auch Einsätze über 90 Minuten bei der Hertha unter Lucien Favre, der danach rausgeworfen wurde. Ich war zu der Zeit verletzt. Mit Friedhelm Funkel kam ein neuer Coach. Der wollte im Abstiegskampf keine jungen Spieler mehr haben und hat mich in die zweite Mannschaft versetzt. Ein Jahr lang in der zweiten Mannschaft habe ich auf einen neuen Trainer gewartet. Dann kam Markus Babbel. Der hat mir erklärt, dass ich an Raffael nicht vorbei komme und riet mir zu einem Vereinswechsel. Das habe ich auch gemacht und ging zu Alemannia Aachen. Nach einem kurzen Vergnügen mit Coach Peter Hyballa hatte ich auf einmal wieder Friedhelm Funkel als Trainer. (Pause) Anfangs hatte ich noch Hoffnung, habe aber dann schnell gemerkt, dass das alles keinen Sinn hat.