“Close” de Lukas Dhont (2022) avec Émilie Dequenne, Léa Drucker, Marc Weiss, Kevin Janssens et les jeunes Eden Dambrine, Gustav De Waele, Igor Van Dessel et Léon Bataille, mai 2025.

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“Close” de Lukas Dhont (2022) avec Émilie Dequenne, Léa Drucker, Marc Weiss, Kevin Janssens et les jeunes Eden Dambrine, Gustav De Waele, Igor Van Dessel et Léon Bataille, mai 2025.
11. Februar 2025
Unfreiwilliges Bankkonto-Hotswapping
Um kurz nach neun Uhr sehe ich Benachrichtigungen von meiner Bank-App, dass irgendwas nicht abgebucht werden konnte. Ich will mich einloggen, um nachzusehen, aber es geht nicht. Da steht nur, dass ich den Support kontaktieren soll.
Normalerweise macht man das in der App, aber in die komme ich ja nicht mehr rein. Ich suche in meinen Mails nach der Mailadresse des Banksupports und finde dabei eine Mail, in der steht, dass mein Konto am 10. Februar ohne Angabe von Gründen aufgelöst wird. Ich ärgere mich, dass diese Mail genau am Tag der Kontolöschung kommt. Bis ich noch mal genauer nachsehe und merke, dass sie vor zwei Monaten verschickt wurde.
Die Mail enthält einen beinahe poetischen Abschnitt:
"Nobody wants to receive this kind of message from their bank, and it will probably come as a surprise to you. In fact, a bank can give notice of ordinary cancellation at any time without stating the reasons. This is what happened in your case."
Ich ahne, was der Grund ist, nämlich die Geldeingänge durch den Verkauf des Orakelbuchs. Mir ist im November eingefallen, dass ich mein Konto wahrscheinlich gar nicht für so was verwenden darf, und so war es dann auch, es war nämlich kein Geschäftskonto. Ich bin dann schnell auf Stripe umgestiegen, wo man statt 150 kleinen Einzelüberweisungen nur eine größere bekommt, aber offenbar war es zu spät.
Ich maile dem Support und frage, wie ich jetzt an mein Guthaben und an den letzten Kontoauszug komme. Dann mache ich mich auf die Suche nach einer neuen Bank. Es ist eine sehr flüchtige Suche, denn ich habe einen Textabgabetermin und nicht viel Zeit. Den traditionellen Banken traue ich nicht, bestimmt können die alle keine Apps, denke ich (wegen der Sparkassen-App meiner Mutter). Nach ungefähr zwei Minuten wenig erhellender Recherche entscheide ich mich für Revolut, denn ich brauche schnell ein neues Konto, bevor Abbuchungen fehlschlagen und dann wieder langwierige schreckliche Dinge passieren. Ich weiß nichts über Revolut, außer dass sie wahrscheinlich eine funktionierende App haben, weil sie noch einigermaßen neu sind (2015 gegründet).
Ich installiere die App und beginne mit dem Anlegen eines Kontos. Nach wenigen Minuten bin ich an dem Punkt, an dem das Video-ID-Verfahren kommt. Struppig schaue ich in die Kamera, beantworte Fragen, wedle (nach Aufforderung) mit der Hand vor meinem Gesicht, lege meinen Ausweis auf den Boden, wedle mit der Hand davor herum, dann noch mal anders, weil ich beim ersten Mal nicht vorschriftsmäßig gewedelt habe, kippe den Ausweis so, dass man seine Hologramme sehen kann und so weiter. Und dann habe ich ein neues Konto.
Bei der Auswahl der Kreditkarte denke ich kurz, dass die bisherigen Mühen umsonst waren, denn um die Zusendung der Kreditkarte (7,99 oder so) zu bezahlen, braucht man ein anderes Konto, auf dem man Geld hat. Aber dann finde ich einen Workaround: Wenn man statt des Standard-Kontos das Premium-Konto wählt (es gibt noch mehrere andere mit uninformativen Namen, die sich auf undurchschaubare Weise voneinander unterscheiden), ist die Kreditkartenzusendung kostenlos. Das mache ich und bin gerettet.
Erst später am Tag wird mir klar, dass ich wahrscheinlich gar keine physische Kreditkarte brauche, schon gar keine mit Expresszustellung (heißt: in etwa 10 Tagen). Ich habe meine letzte Kreditkarte seit Jahren nicht gebraucht und überall statt der Karte mein Handy drangehalten, wo die Kreditkarte auf unphysische Art bei Google Pay eingetragen war. Das war einfacher, weil ich die Kreditkarte erst herausholen müsste, das Handy aber fast immer sowieso schon in der Hand halte. So eine unphysische Karte habe ich sofort bei der Kontoeröffnung bekommen. Andererseits will ich ja weg von Google, also wird die physische Kreditkarte vielleicht doch wieder nötig sein.
Das neue Konto kann mehr als das alte, zum Beispiel könnte ich damit Kryptowährungen kaufen und vielleicht sogar wieder verkaufen. Das interessiert mich gerade nicht, aber etwas anderes gefällt mir gut: Ich kann jetzt zum ersten Mal Geld auf ein britisches Konto überweisen. Für meine bisherigen Banken waren britische Kontonummern unverdaulich. Für Revolut scheint es normal zu sein, dass man sich in mehreren Ländern aufhalten und dort Geld überweisen möchte. Außerdem gibt es ein Selbstständigenkonto, auf dem berufliche Geldeingänge legal sind. Es wirkt sogar so, als könnte man mit diesem Selbstständigenkonto ähnliche Dinge machen wie bei Stripe, was für mich sehr praktisch wäre.
Ich habe ein Geldanlegekonto, mit dem man im normalen Zahlungsverkehr wenig anfangen kann. Aber von dort kann ich jetzt Geld auf mein neues Konto überweisen. Es ist ungefähr zehn Uhr vormittags, als ich an diesem Punkt angelangt bin. Jetzt stellt sich heraus, dass Geld doch noch nicht innerhalb von Sekunden von einem Konto auf das andere flattert. Es kommt erst nachmittags um vier Uhr auf dem neuen Konto an.
Beim letzten Bankwechsel 2020 habe ich ein Dokument angelegt, in dem ich alle Stellen aufgelistet habe, die bei einem Kontowechsel, einer neuen Kreditkarte oder einer neuen Handynummer informiert werden müssen. Die Liste enthielt anfangs 33, später 48 Punkte, weil mir nicht gleich alles eingefallen war. Mittlerweile stehen darin ungefähr 60 Einträge, zum Teil mit Anleitungen versehen. Dieses Dokument erweist sich jetzt als sehr hilfreich. Das Neueintragen von Bankverbindung oder Kreditkarte ist an manchen Stellen einfach, an manchen mittelkompliziert und im schlimmsten Fall muss ein SEPA-Mandat auf Papier mit der Post verschickt werden. Im Vergleich zum letzten Kontowechsel vor fünf Jahren haben sich aber doch wieder einige Stellen von Papier zu "mittelkompliziert" verbessert oder von "mittelkompliziert" zu "ganz einfach".
Das mit dem SEPA-Mandat auf Papier ist vor allem beim Finanzamt so. Aber diesmal kann mir das Finanzamt wenigstens nicht das Konto pfänden, falls sie genau in diesen Tagen etwas abzubuchen versuchen. Das alte Konto gibt es nicht mehr, und wo das neue ist, wissen sie noch nicht, ha!
Am Abend habe ich etwa die Hälfte der Änderungsliste abgehakt. Der Support meiner ehemaligen Bank hat mir den letzten Kontoauszug gemailt und ein Formular, auf dem ich eintragen kann, wohin sie mir mein Restguthaben überweisen sollen. Weil ich vorgewarnt worden bin, dass meine Unterschrift genau so aussehen muss wie beim Eröffnen des Kontos, kann ich nicht mit dem Finger auf dem Touchpad irgendwas ins Unterschriftsfeld krakeln. Ich drucke das Formular aus (zum Glück bin ich gerade in einem Haushalt mit Drucker), fülle alles von Hand aus und mache mit der Scan-App auf meinem Handy ein PDF daraus, das ich dem Support zurückmaile.
Später finde ich heraus, dass Revolut kein sehr sympathisches Unternehmen zu sein scheint, und schlechte Behandlung der Angestellten war ironischerweise der Grund, warum ich vor fünf Jahren von N26 zu Tomorrow gewechselt bin. Aber der Bankenwechsel wird offenbar immer einfacher. Ich kann mir vorstellen, es freiwillig noch mal zu machen.
(Kathrin Passig)
Uri Drucker | Entrepreneur | Uri Josef Drucker #Shorts
"La chose la plus importante en communication, c'est d'entendre ce qui n'est pas dit."
Peter Drucker
Und das schon beim Einschalten 😐
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Drucker tasks you with evolving the neural network-based racing skills of AI controlled bots over many generations then racing them in tournaments against the Drucker AI.
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