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Nicht entladen!!! Entladen lassen!😁 #entladung #andy_auf_vollen_touren #dreharbeiten #youtube #stautigertv_germany #folge9 #rüterfernverkehr #no_frigo_no_party #apfelexpress #scania_r580_v8 (hier: Völklingen) https://www.instagram.com/p/B3dakrOiqWo/?igshid=xl0xjtmbm7v1
#stelmosfire #elektrischeaufladung #gewitter #schornstein #entladung #storm #chimney #St.Elms #feuer (hier: Plauen) https://www.instagram.com/p/Byl64ncH1m2SV84TnF7cXYSV27dRMfcu3WBkb00/?igshid=14w0zp3u38bsk
#exhibition #Entladung in #Duisburg Kulturkirche Liebfrauen. 13. September. 19 Uhr ! #Art #contemporaryart #design #artlover #museum #fineart @alexander_fichtner @lehmbruckmuseum @ludwiggalerie @museumludwig @schirnkunsthalle #shareart
wie ein gewitter erloest diese emotionale entladung einen weiteren teil. einen zuvor festgehaltenen, eigenversklavten anteil. und schafft moeglicherweise den raum fuer neue, reinere klarheit. fuer das erkennen des herzweges. in welche richtung im außen auch immer..
Überprüfung und Simulation von elektrostatischen Entladungen in Kunststoffen
Die Globalisierung ist allgegenwärtig und begünstigt überzogene Forderungen. Der Schrei nach ESD-gerechten Verpackungen wird immer lauter. Daher wird es in Zukunft unausweichlich sein, die Frage zu klären, ob und ab wann ein System so empfindlich ist, dass es eines zuverlässigen Schutzes vor statischer Entladung bedarf.
Elias Canetti: Die Zerstörungssucht
In: Masse und Macht, © Claassen Verlag GmbH, Hamburg 1960, zitiert nach: Fischer tb 6544, Frankfurt am Main 1980, Auszug S. 14ff.
Von der Zerstörungssucht der Masse ist oft die Rede, es ist das erste an ihr, was ins Auge fällt, und es ist unleugbar, daß sie sich überall findet, in den verschiedensten Ländern und Kulturen. Sie wird zwar festgestellt und missbilligt, doch wird sie nie wirklich erklärt.
Am liebsten zerstört die Masse Häuser und Gegenstände. Da es sich oft um Zerbrechliches handelt, wie Scheiben, Spiegel, Töpfe, Bilder, Geschirr, neigt man dazu zu glauben, daß es eben diese Zerbrechlichkeit von Gegenständen sei, die die Masse zur Zerstörung anreizt. Es ist nun gewiß richtig, daß der Lärm der Zerstörung, das Zerbrechen von Geschirr, das Klirren von Scheiben zur Freude daran ein Beträchtliches beiträgt: es sind die kräftigen Lebenslaute eines neuen Geschöpfes, die Schreie eines Neugeborenen. Daß es so leicht sei, sie hervorzurufen, steigert ihre Beliebtheit, alles schreit in einem und den anderen mit, und das Klirren ist der Beifall der Dinge. Ein besonderes Bedürfnis nach dieser Art von Lärm scheint zu Beginn der Ereignisse zu bestehen, da man sich noch nicht aus allzu vielen zusammensetzt und wenig oder gar nichts geschehen ist. Der Lärm verheißt die Verstärkung, auf die man hofft, und er ist ein glückliches Omen für die kommenden Taten. Aber es wäre irrig zu glauben, daß die Leichtigkeit des Zerbrechens das Entscheidende daran ist. Man hat sich an Skulpturen aus hartem Stein herangemacht und nicht geruht, bis sie verstümmelt und unkenntlich waren. Von Christen wurden die Köpfe und Arme griechischer Götter zerstört. Von Reformatoren und Revolutionären wurden die Bildwerke der Heiligen heruntergeholt, manchmal aus Höhen, wo es lebensgefährlich war, und oft war der Stein, den man zu zertrümmern suchte, so hart, daß man nur halb damit zum Ziel gelangte.
Die Zerstörung von Bildwerken, die etwas vorstellen, ist die Zerstörung einer Hierarchie, die man nicht mehr anerkennt. Man vergreift sich an den allgemein etablierten Distanzen, die für alle sichtbar sind und überall gelten. Ihre Härte war der Ausdruck für ihre Permanenz, sie haben seit langem, man denkt, seit je bestanden, aufrecht und unverrückbar; und es war unmöglich, sich ihnen in feindlicher Absicht zu nähern. Nun sind sie gestürzt und in Trümmer geschlagen. Die Entladung hat sich in diesem Akt vollendet.
Doch sie geht nicht immer so weit. Die Zerstörung gewöhnlicher Art, von der anfangs die Rede war, ist nichts als ein Angriff auf alle Grenzen. Scheiben und Türen gehören zu Häusern, sie sind der empfindlichste Teil ihrer Abgrenzung gegen außen. Wenn Türen und Scheiben eingeschlagen sind, hat das Haus seine Individualität verloren. Jeder kann dann nach Herzenslust hinein, nichts und niemand darin ist geschützt. In diesen Häusern stekken aber gewöhnlich, so glaubt man, die Menschen, die sich von der Masse auszuschließen suchen, ihre Feinde. Nun ist, was sie abtrennt, zerstört. Zwischen ihnen und der Masse steht nichts. Sie können heraus und sich ihr anschließen. Man kann sie holen.
Es ist aber noch mehr daran. Der einzelne Mensch selbst hat das Gefühl, daß er in der Masse die Grenzen seiner Person überschreitet. Er fühlt sich erleichtert, da alle Distanzen aufgehoben sind, die ihn auf sich zurückwarfen und in sich verschlossen. Mit dem Abheben der Distanzlasten fühlt er sich frei, und seine Freiheit ist die Überschreitung dieser Grenzen. Was ihm geschieht, soll auch den anderen geschehen, er erwartet von ihnen dasselbe. An einem irdenen Topf reizt ihn, daß er nichts als Grenze ist. An einem Haus reizen ihn die verschlossenen Türen. Riten und Zeremonien, alles, was Distanz hält, bedroht ihn und ist ihm unerträglich. In diese vorgebildeten Gefäße überall wird man die Masse zersplittert zurückzuführen suchen. Sie haßt ihre künftigen Gefängnisse, die ihr immer Gefängnisse waren. Der nackten Masse erscheint alles als Bastille.
Das eindrucksvollste von allen Mitteln der Zerstörung ist das Feuer. Es ist weithin sichtbar und zieht andere an. Es zerstört auf unwiderrufliche Weise. Nichts ist nach einem Feuer, wie es vorher war. Die Masse, die Feuer legt, hält sich für unwiderstehlich. Alles wird zu ihr stoßen, während es um sich greift. Alles Feindliche wird von ihm vernichtet werden. Es ist, wie man noch sehen wird, das kräftigste Symbol, das es für die Masse gibt. Nach aller Zerstörung muß es wie sie erlöschen.
Zu gereizt um wach zu bleiben, zu spannungsgeladen um zu schlafen.
ad-mire.me | Schließe ich mich kurz.