#abindenurlaub#kurzmalweg#happyostern#aufnachgrancanaria#kurzurlaub#binabmittwochwiederda (hier: Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“)

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#abindenurlaub#kurzmalweg#happyostern#aufnachgrancanaria#kurzurlaub#binabmittwochwiederda (hier: Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“)
Wer den Reisebericht „NORDSEE HARLESIEL CAROLINENSIEL UND EIN HERRLICHER TAG AUF WANGEROOGE“ gelesen hat weiß wie sehr uns das letzte Wochenende im März in Ostfriesland gefallen hat.
Das Wetter lädt an diesem Wochenende abermals zu einem „Ausritt“ in den Norden ein und so machen wir uns am Donnerstagabend abermals auf den Weg.
Wir schaffen es vom Münsterland aus bis Leer und parken den Pössl nahe der Altstadt auf dem ausgewiesenen Stellplatz.
LEER – IMMER WIEDER EINEN BESUCH WERT
Der gebührenfreie Stellplatz bietet Platz für 10 Mobile und befindet sich am Rande vom Großparkplatz P 9 für Pkw und Busse und liegt somit sehr zentral.
Wir haben uns abends im Dunkeln mit anderen Wohnmobilen in die Reihe gestellt und am nächsten Morgen nicht schlecht gestaunt als gegenüber eine komplette Reihe PKW geparkt hatte.
Das sind diese Momente in denen wir uns über unser kleines Wohnmobil freuen. Obwohl, der Radstand sorgt schon für reichlich Wendekreis. Mehr Info zum Stellplatz gibt es mit Klick hier.
Die Altstadt von Leer besticht durch zahlreiche liebevoll restaurierte Gebäude, enge Gassen und einer Lage direkt am Wasser. Wir laufen am Freitag erst einmal eine Runde an der Ems entlang und anschließend in die Altstadt.
Die Altstadt ist ein lebendiger und geschäftiger Bestandteil der Stadt. Kleine Läden, Teestuben und Restaurants laden zum Stöbern, Verweilen und Genießen ein.
Und genau das machen wir kurz vor Mittag. Ein kleines Frühstück in der Sonne ist doch genau das Richtige – oder? „Wir sind auf Borkum… noch bis Sonntag!“ erfahren wir während des Frühstücks von meiner Schwester und sofort kommt uns die Idee sie am Samstag dort zu besuchen.
Deutsches Fragewort mit zwei Buchstaben? HÄ!
Zurück am Wohnmobil fahren wir aber erst einmal nach Pilsum und Greetsiel. Könnt ihr euch noch an Otto und den Leuchtturm in seinen Filmen erinnern? Genau diese Gegend schauen wir uns jetzt etwas näher an.
PILSUM UND GREETSIEL IMD EIN BUNTER LEUCHTTURM
Dieser farbenfrohe Leuchtturm steht in Pilsum, einem kleinen Dorf in der ostfriesischen Gemeinde Krummhörn.
Pilsum war zu früheren Zeiten friesischer Häuptlingssitz. Die alte Beningaburg, Sitz des früheren Häuptlings Affo Beninga, wurde 1407 von bewaffneten Hamburgern zerstört, weil Affo freundschaftliche Kontakte zu den Vitalienbrüdern unter Klaus Störtebeker unterhielt. Mehr interessantes über diesen kleinen Ort gibt es mit KLICK hier.
Wir fahren allerdings nicht in den Ort sondern direkt zum bekanntesten Wahrzeichen Ostfrieslands an den Nordseedeich.
Der Leuchtturm von Pilsum (hinten im Bild) wurde 1883 im Rahmen des deutsch-niederländischen Projektes Beleuchtung der Unter-Ems als eines von fünf Leitfeuern geplant, 1890 fertiggestellt und diente bis Juni 1915 zur Befeuerung der Emshörnrinne.
Populär wurde der Turm besonders durch den Film „Otto – Der Außerfriesische“ des Komikers Otto Waalkes. Im Film dient der Leuchtturm Otto als Wohnung.
Tatortfans ist dieser Leuchtturm vielleicht durch die 2003 ausgestrahlten Folge „Sonne und Sturm“ mit Maria Furtwängler als Kommissarin aufgefallen. Die Episode spielt im fiktiven Ort Nordersiel (als das benachbarte Greetsiel erkennbar).
Mittlerweile wird der Leuchtturm auch als Trauzimmer genutzt. Die von Brautpaaren und Verliebten an den Fenstergittern des Leuchtturmes angebrachten Liebesschlösser wurden allerdings entfernt. Direkt am Leuchtturm wurde neues Gitter aufgestellt an dem die Schlösser seither befestigt werden können.
Ebenso interessant ist es die Nonnengänse zu beobachten. In riesigen Schwärmen starten und landen sie und ziehen zu hunderten über den Deich und das dahinterliegende Wattenmeer.
Die Leybucht ist ein sogenannter “hot spot” für Ornithologen. Ca. 200 verschiedene Vogelarten halten sich hier im Jahresverlauf auf. Von Salzwiesen über Weideflächen bis zu verschiedenen Gewässern und Röhrichten sind alle Lebensräume vertreten.
Während ich mir den Leuchtturm aus der Nähe anschaue kocht die beste Ehehälfte Kaffee. Das Wetter ist heute noch nicht so dolle und ich freue mich wieder im Warmen zu sitzen. Ach, Kaffee schmeckt immer gut aber bei schöner Aussicht noch besser…
Könnt ihr den riesigen Schwarm entdecken?
Wir recherchieren während dessen die Fährfahrtdauer, Kosten und Abfahrtzeiten von Emden nach Borkum und kommen zu dem Schluss, dass die Kostennutzenrechnung bei ein paar Stunden Inselaufenthalt nicht wirklich aufgeht. Ein neuer Plan muss her!
Sie, also ich: „Wie wäre es denn mit Neuharlingersiel und ein Tag Sightseeing auf Spiekeroog?“ ER, der beste Kaffeekocher, Chauffeur und Ehemann: „Hört sich nach einem guten Plan an!“
GREETSIEL – DAS SCHÖNSTE SIEL VON ALLEN (SAGT MAN…)
Aber ehe wir Kurs auf Neuharlingersiel nehmen fahren wir von Pilsum aus zunächst noch nach Greetsiel und danach entlang der Nordseeküste von Siel zu Siel bis Neuharlingersiel.
Wer nach Greetsiel kommt ist eingefangen vom zauberhaften Anblick eines Puppenstubenortes mit historischen Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert, dem über 600 Jahre alten Fischerhafen mit seiner beeindruckenden Krabbenkutterflotte, den berühmten Greetsieler Zwillingsmühlen und malerischen Gassen. So verspricht es die Werbung. Ob das wirklich stimmt schauen wir uns jetzt erst einmal in Ruhe an.
Und war es vorhin noch grau und kaltwindig zeigt sich in Greetsiel jetzt die Sonne, wie schön. Dieser kleine Ort oben an der Nordsee ist ganz gewiss eine Reise wert!
Die bunten Schafe haben mir extrem gut gefallen… und wünschen nebenbei FROHE UND SCHÖNE OSTERTAGE !!
Wir wollen ja heute noch weiter und so setzen wir unsere „von Siel zu Siel Tour“ nach unserem Rundgang fort.
WARUM ENDEN ALLE ORTSNAMEN AN DER OSTFRIESISCHEN NORDSEEKÜSTE MIT SIEL?
Ein Siel ist ein verschließbarer Gewässerdurchlass in einem Deich. Das Schließen erfolgt normalerweise durch höheren Druck bei höherem Wasserspiegel auf der Meerseite, das Öffnen durch höheren Druck von der Binnenseite bei niedrigem Wasserstand auf der Meerseite.
Ein Siel ist also ein Ventil zur passiven Entwässerung des hinter dem Deich gelegenen Binnenlandes, besonders als Teil des Entwässerungssystems von Marschgebieten. (Wikipedia) Aaaah ja!
NEUHARLINGERSIEL – IMMER WIEDER GERN!
In Neuharlingersiel haben wir insofern Glück als dass wir überhaupt noch einen Stellplatz finden. Ein Platz in der zweiten Reihe ist besser als gar keiner – oder?
Wer rastet der rostet… sagt man und wir sind der gleichen Meinung. Also machen wir uns direkt auf den Weg in die City.
Rein zufällig (ja nee is klar….) landen wir im DATTEIN – eine urige Kneipe im Hafen von Neuharlingersiel.
Das heutige “DATTEIN” ist mit seinen über 300 Jahren eines der ältesten, wenn nicht sogar das älteste Haus am schönen Neuharlingersieler Hafen. Die schöne Geschichte dieser tollen und empfehlenswerten Kneipe und warum sie heißt wie sie heißt könnt ihr mit KLICK hier nachlesen.
Eine Aufnahme vom Sommer 2014, wie gesagt wie waren schon öfter hier…
Wir setzen uns an die Theke (temeraturbedingt leider drinnen) – dort ist ja bekanntlich immer der beste Platz. Hier liegen drei Bücher von „Hösti“, (Illustrator, Cartoonist & Designer Stephan Höstermann) aus und ehe wir uns versehen blättern wir das erste Buch von vorne bis hinten durch.
„Noch ein Bierchen und das nächste Buch!“ Die Bilder gefallen uns ausgesprochen gut und der Humor trifft mal lustig, oft böse und manchmal ganz schwarz genau unseren Geschmack. In etlichen Bildern erkennen wir uns oder Freunde und Verwandte wieder…
Eines steht fest – Herr „Hösti“ geht offenen Auges durch die Welt und erwischt seine Umwelt bei allen möglichen und auch unmöglichen Lebenssituationen. Erfrischend!
IMMER SCHÖN AM DEICH ENTLANG UND ABENDS LIVEMUSIK IM DATTEIN
Am Samstag zeigt sich das Wetter leider noch nicht so sehr von seiner besten Seite und wir verschieben unseren Inselbesuch auf Sonntag. Alle 30 Minuten hören wir im Radio “Sonntag scheint den ganzen Tag die Sonne!” Na, das klingt viel versprechend!
Also legen wir einen Relaxtag ein und laufen gegen Mittag kleinen Gang durch die Gassen und einer Runde um das Hafenbecken herum auf dem Deich in Richtung Bensersiel.
Im Hafen herscht rege Betriebsamkeit – es werden zum Saisonbeginn die Motor- und Segelboote zu Wasser gelassen. Eine spannende Angelegenheit und wir erinnern uns direkt an unseren Bootsausflug “Lemmer 2015” mit unseren Freunden aus dem Sauerland… Eine spannende wie ungewöhnliche Aktion. Klickt euch gerne zum Reisebericht damit ihr versteht was ich meine…
Unterwegs fällt uns oben auf dem Deich der riesige Campingplatz von Neuharlingersiel auf. Da wir uns gerne auch anderer Leute Wohnmobile anschauen machen wir hier einen kleinen Abstecher.
Also, im Sommer möchte ich hier nicht sein!
Der Wind kommt ganz schön von vorn, da oben „auf´n Deich“ und nach 7 km haben so recht keine Lust mehr und kehren um.
“Livemusik” zieht uns magisch an und wenn auf der Hinweistafel auch noch “Herbert Grönemeyer” steht, können wir überhaupt nicht nicht hingehen… und so landen wir am Samstagabend wie selbstverständlich wieder im… na klar “DATTEIN”
In wenig Worte gefasst – ein toller Sänger sorgt für Unterhaltung, spielt viele Oldies und tatsächlich auch zwei Hits von Herbert. Wir hatten uns ein wenig mehr erhofft, aber egal. Eine nette Bekanntschaft quasi aus der heimatlichen Nachbarschaft hält mit uns fröhlich bis Mitternacht durch und sei auf diesem Wege ganz herzlich gegrüßt.
SPIEKEROOG – RUHIG, GRÜN UND SOOO WOHLTUEND
Ok, wir hätten am Sonntag auch gut noch ein Stündchen schlafen können, aber die Tickets für die Fährfahrt haben wir online bestellt und die besagen HIN: 9:00 Uhr und ZURÜCK: 12:45 Uhr. Langes Schlangestehen an der Kasse kann so vermieden werden und verdient einen Pluspunkt – nähere Info dazu mit KLICK hier.
Sonntagmorgen 8:42 Uhr – die Sonne lacht und “Schatzi” auch. Spiekeroog wir kommen.
Pünktlich legt die Fähre ab und zügig sind wir auf der Insel und laufen direkt in die Dünen. Als erstes fällt uns die herrliche Ruhe auf. Wir hören nichts! Keine Autos, keine schreienden Kinder und auch kein anderes störendes Geräusch.
In den Dünen angekommen beobachten wir prächtig goldene Fasane und viele andere Vogelsorten. Leise weht der Wind, die Sonne wärmt uns den Rücken und wir laufen Richtung (15 km!!!) Strand… Ach wie gut das tut!
Feiner, weißer Sand und das soweit das Auge reicht. Leider ist unsere Zeit knapp bemessen und wir wollen auch noch ein wenig vom Ort sehen und so reißen wir uns schweren Herzens von diesem wunderschönen Flecken Erde los und laufen durch die Dünen in die Altstadt.
Unterwegs entscheiden wir uns spontan zu einem Milchkaffee in der Sonne – der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen.
Im Ortskern angekommen ist mein erster und zweiter Gedanke “Ist das schön hier! Niedlich, gediegen und urgemütlich! Aber schaut selber – möchte man hier nicht einfach bleiben und sich wohl fühlen?
Auf einer der beiden Hauptstraßen Spiekeroogs, dem Süderloog, entdecken wir auf der rechten Seite mit der Hausnummer 4 das ALTE INSELHAUS, das älteste erhaltene Haus der Insel erbaut im Jahre 1705.
Aber da hilft kein Jammern und kein Klagen – wenn wir jetzt nicht langsam aber sicher zum Fähranleger laufen fährt die Fähre sicher auch ohne uns.
Und so sehen wir um kurz vor 13 Uhr die schöne grüne Insel nur noch wie einen Silberstreif am Horizon verschwinden… Schön war´s und wir möchten einen Besuch dieser erholsamen und entschleunigenden Insel gerne weiter empfehlen.
Ich habe noch zwei schöne Links gefunden – die festigen unsere Eindrücke und liefern noch ein paar schöne Bilder:
Ein Bericht vom NDR: Spiekeroog: Ruhig, grün und einmalig
Und noch einer vom WDR: Spiekeroog – Die Grüne Insel
Viel ist dem nicht hinzuzufügen – wir kommen wieder und ich muss mich jetzt sputen. Die bessere Hälfte kommt gleich nach Hause und dann heißt es “Packen, Wasser bunkern und auf nach Amsterdam, wieder einmal!”
Die Wettervorhersagen sind zwar noch nicht so dolle, aber das wird schon noch… Und wenn Amsterdam Weihnachten geht, sogar schon zweimal, dann soll es Ostern ja auch klappen.
Schaut wieder vorbei und denkt wie immer daran:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES
Ostern spontan nach Amsterdam oder Spiekeroog fahren vielleicht?
Ihr habt Fragen oder Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, ich freue mich über eure Post:
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VON LEER ÜBER PILSUM, GREETSIEL, NEUHARLINGERSIEL NACH SPIEKEROOG Wer den Reisebericht „NORDSEE HARLESIEL CAROLINENSIEL UND EIN HERRLICHER TAG AUF WANGEROOGE“
Spaziergang am Rhein entlang – unvergesslich schön!
Nachdem wir gestern den Drachenfels erwandert haben und unser Nachtquartier auf dem Stellplatz in Onkel mit U gefunden haben machen wir uns abends noch auf den Weg an den Rhein.
Ehe wir euch ein wenig von der Stadt zeigen einige Eckdaten verbunden mit der Frage: Wer kennt Unkel?
Durch die Gassen in der Altstadt von Unkel
Unkel liegt 20 km südlich von Bonn im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz und hat Anteil am Naturpark Rhein-Westerwald. Bekannteste Persönlichkeiten wie etwa Willy Brandt, Ferdinand Freiligrath, oder Annette von Droste-Hülshoff haben in Unkel gelebt.
Außerdem ist Unkel als Rotweinstadt bekannt. Upps, da haben wir uns Bier trinkend sicher nicht an die Statuten gehalten, sorry Unkel. Ich habe es erst jetzt bei der Recherche gelesen… dann eben beim nächsten Mal!
Da schwant mir was…
Knapp 500 m vom Stellplatz entfernt liegt der Rhein und ist genau wie die Ortsmitte fußläufig gut zu erreichen. Wir laufen zunächst ein Stückchen am Rhein entlang. Das Licht ist einfach sensationell – oder?
Noch werfen die Bäume entlang der Promenade kaum Schatten…
Wie viele Orte am Rhein ist Unkel öfter vom Hochwasser betroffen. Da der alte Ortskern auf einer Anhöhe liegt, treten in der Innenstadt nur selten größere Schäden auf. Sobald der Pegelstand in Koblenz über 8,40 m steigt, nimmt der Rhein seinen ursprünglichen Verlauf ein.
Die Markierungen am Gefängnisturm zeigen deutlich wie hoch das Rheinwasser in den letzten Jahren gestanden hat.
Am Gefängnisturm finden sich Markierungen der Wasserstände vergangener Hochwasser in Unkel
Apropos Gefängnisturm – Der Gefängnisturm wurde beim Bau der Unkeler Befestigungsanlage um 1553 als runder Turm errichtet. Nach Restauration wurde der Gefängnisturm 1986 als Museum zugänglich gemacht und kann nach Vereinbarung besichtigt werden → Tourist-Information
Kaum vorstellbar wie hoch das Wasser vom Rhein schon gestanden hat
Unter dem Gefängnisturm genießen wir noch ein Weilchen die Abendsonne. Beim nächsten Besuch nehmen wir uns eine Flasche Rotwein und zwei Gläser mit. Das Leben ist schön – wenn man es sich schön macht!
Aber irgendwann werden auch wir einmal müde. Wir laufen zwar durch die Altstadt aber es fehlt das nötige Licht zum fotografieren. Das verschieben wir auf morgen früh.
Sonnenuntergang am Rhein und ganz hinten oben auf dem Berg seht ihr noch einmal den Drachenfels…
Mit dem Versprechen am nächsten Morgen frische Brötchen zu besorgen sage ich erst einmal „Gute Nacht“. Es geht aber direkt weiter…
Nach einer ruhigen Nacht mache ich mich am frühen Morgen wie so oft alleine auf den Weg. Na klar auch um die versprochenen Brötchen zu holen aber auch um euch noch ein paar Bilder von Unkel zu zeigen.
Das eigenwillige Fachwerkständerhaus, von den Unkelern liebevoll wegen seiner Form Bügeleisenhaus genannt, stammt aus der Zeit um 1650 und ist in ortstypischer Bauweise, d.h. mit Fachwerk, Bruchsteinsockel und altdeutscher Schiefereindeckung gebaut.
Als erstes zeige ich euch das sogenannte Bügeleisenhaus – es steht in der Frankfurter Str. 19 und stammt aus der Zeit um 1650 und ist schon sehr originell – oder?
Prinzessinnenbalkon?
Am Freiligrathhaus gefällt mir der Balkon besonders gut. Das Haus steht in der Pützgasse 7, wurde um 1750 errichtet und 1839/1840 von dem Dichter Ferdinand Freiligrath bewohnt.
Herrendorfsches Haus oder auch Burg Unkel
Das Herrendorfsches Haus oder auch Burg Unkel steht in der Kirchstraße 8 und war der ehemaliger Wohnsitz der Familie von Herresdorf.
Alte Herresdorfer Hof
Den „Alten Herresdorfer Hof“ findet ihr in der Kirchstraße 11. Die Fachwerkscheune und Torbogen datieren aus dem 16. Jahrhundert. Das heutige Wohnhaus weist Baumerkmale aus der Wende zum 19. und dem späten 19. Jahrhundert auf.
Ist dieses Fachwerkhaus nicht wunderschön?
Und als hätte der Herr Gemahl den 7. Sinn verkündet eine Whats App Nachricht vom frisch aufgebrühten Kaffee – jetzt aber mal flott die Brötchen gekauft und zurück zum Pössl. Gleich geht es wieder auf Wanderschaft.
Für jeden der passende Wanderweg – Unkel bietet reichlich Auswahl
Die Verbandsgemeinde Unkel verfügt über ein ausgeprägtes Wanderwegenetz mit zirka 160 km ausgeschilderten Wanderwegen und über 120 Ruhebänken. Das rheinromantische Städtchen ist als Etappenstation in den Premium-Wanderweg “Rheinsteig” integriert.
Es ist Bestandteil des literarischen Simrock-Freiligrath-Wanderwegs und Ausgangspunkt für Rundwege wie beispielsweise den Rotbäckchen-Rundwanderweg oder den Hexenwanderweg ins Kasbachtal. Mehr Info zu den verschiedenen Wandertouren findet ihr hier:
Wanderfibel Unkel
Wir entscheiden uns für den Rotbäckchen-Rundwanderweg. Die Beschilderung erscheint uns am „auffälligsten“. Der Weg führt zunächst am Rhein entlang und die verschiedensten Schiffe flussauf und abwärts sorgen für Kurzweil.
Tja, und wenn wir laufen dann laufen wir – oft auch über das Ziel hinaus. Und so verpassen wir dann auch prompt (wieder) die Stelle an der wir hätten gemäß Tourenverlauf rechts abbiegen können/müssen.
Kennt jemand von euch Myriametersteine?
Diese historischen Kilometersteine sind alle zehntausend Meter rechts und links des Rheins zwischen Basel und Rotterdam angebracht. Mehr Info zur Vermessung des Rheines und deren Markierung mit KLICK HIER!
Aber ehe wir doch noch am Ortseingang von Bad Honeff landen schlagen wir uns an der Lohfelder Straße im rechten Winkel nach Osten und erst einmal wieder grob in Richtung Unkel.
Haben uns auf der Rheinseite noch viele Gärten und die dazugehörigen Villen imponiert können wir uns jetzt auf der anderen Seite die dazugehörigen Eingangsfassaden anschauen. Eine extrem schöne Wohnlage! Aber wozu hat´s hier Berge?
Ich seh nix und „Erdmännchenalarm“ sagt wir sollten auf´n Berg klettern.
Gutes Aussichten…
Ein kurzer Blick auf´s Navi (immer dabei und hin und wieder „Retter in der Not“) führt uns an der Rheinstraße bequem mittels Fußgängerbrücke über die Bundesstraße und es geht stetig weiter nach Rheinbreitbach.
Und siehe da – unverhofft kommt oft und wir sindwieder “auf Kurs”
Ob wir hier oder doch erst ein wenig später „zufällig“ wieder auf dem Rotbäckchen-Rundwanderweg landen ist nicht überführt (notiert) letztendlich auch egal.
Viel Natur und Landschaft sind euch bei einer Wanderung um Unkel gewiss.
Der Wanderweg führt mitten durch die Pferdewiese – öfter einmal etwas Neues
Wir laufen weiter bis Bruchhausen und über und durch die Felder bis Orsberg. Der Rest des Weges verläuft parallel zur Bahnlinie. Und nach 16 km und knapp 3 Stunden erreichen wir wieder das Wohnmobil. Eine kleine aber feine Wanderung die wir gerne weiter empfehlen möchten.
Bis auf zwei Wohnmobile sind die Nachbarn bereits abgefahren und auf den Stellplätzen stehen teilweise schon wieder andere Rollhotels.
Da wir gerne unterwegs sind und selten mehr als eine Nacht am gleichen Ort verbringen suchen wir bei einer Tasse Kaffee das nächste Reiseziel.
Unkel liegt am östlichen Ufer des Rheins, jeweils etwa fünf Kilometer südlich (rheinaufwärts) der Stadt Bad Honnef und nördlich (rheinabwärts) der Stadt Linz am Rhein. Die Stadt gehört zum äußeren Einzugsgebiet der Bundesstadt Bonn.
Noch südlicher wollen wir nicht fahren und so fällt die Entscheidung bei der Wahl der „Samstagabendübernachtung“ auf Bad Honnef. Hier schauen wir uns abends noch um vergessen aber die Kamera – hier könnt ihr euch virtuell ein wenig kundig machen:
BAD HONEFF – EINEN KLICK ENTFERNT
Es wird an diesem Abend eeeetwas später und schlussfolgernd auch am Pfingstsonntag, aber danach machen wir uns direkt auf den Weg ins Bergische Land. Kennt ihr die Dhünntalsperre? Wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht – aber dazu morgen mehr!
Da braut sich etwas zusammen – ob wir eine unfreiwillige Dusche nehmen oder trockenen Fußes zum Wohnmobil zurück kehren? Mehr dazu im nächsten Bericht
Außerdem wundern wir uns über Pfingsten im Ruhrpott über einen hübschen Ort mit reichlich Fachwerkhäusern und nutzen abschließend den Deutschen Mühlentag im Münsterland und besuchen eine Doppelmühle und bestaunen reichlich historisches Handwerkszeug.
Schaut also wieder vorbei und denkt immer daran:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSER MAN TUT ES
Endlich den Keller aufräumen? Och nö, das kann man machen aber doch nicht bei diesem tollen Wetter! Da sollte es doch etwas outdoor sein – oder?
Radelt ihr lieber oder finden sich unter unseren Lesern auch „Wandersleut“? Erzählt uns doch von euren größten „Wanderpannen“ – das tröstet ein wenig über unsere diversen Umwege hinweg…
WANDERUNG DURCH UND UM UNKEL HERUM Nachdem wir gestern den Drachenfels erwandert haben und unser Nachtquartier auf dem Stellplatz in Onkel mit U…
Warum istes am Rhein so schön? Darum!
Wochenend und Sonnenschein? Nein, leider sagt der Wetterbericht in der Woche vor Pfingsten nur mäßiges Wetter voraus. Aber wie heißt es so schön „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Bekleidung!“ Und es kommt ganz anders. Freitag der 13.!
Von Drachen und Schlangen, Wegen und Umwegen, Berg und Tal und reichlich viel Natur und Landschaft berichten wir euch auf dieser “Siebengebirgstour”.
Ein perfekter Mix von allem – unser Freitag, 13. Mai 2016
Wir wären ja bereits am Donnerstagabend losgedüst aber Frank muss am Freitag erst noch beim Straßenverkehrsamt die Auflastung des Pössl in den Zulassungspapieren vermerken lassen.
7:50 Uhr im Straßenverkehrsamt und schon warten 14 Fahrzeugbesitzer, dass die Bediensteten um 8 Uhr ihren Dienst antreten.
„Ist Jemand mit Terminvereinbarung hier?“ fragt die nette Dame am Schalters. „Ja, ich!“ antwortet Frank und ist keine 10 Minuten später mit der eingetragenen Nutzlaständerung auf dem Heimweg. Freitag der 13. fängt ja gut an – abwarten ob es auch so weitergeht.
TIPP – beim nächsten Behördenbesuch einmal schauen ob sich online ein Termin vereinbaren lässt. Spart Zeit und Nerven!
Erst einmal für Durchblick sorgen
Zurück zur Tour. Wie auch am vorherigen langen Wochenende wollen wir allen angedrohten Staus aus dem Weg gehen und fahren daher am Freitag zeitig los. Selbst auf der A1 rollt es sich um diese Tageszeit entspannt gen Süden.
Halb elf in Deutschland – noch gilt “freie Fahrt ins Wochenende”
Als erstes Etappenziel haben wir uns das Siebengebirge ausgesucht. Über diesen Tipp bin ich bei Twitter „gestolpert“ – besten Dank auf diesem Wege an „Fotografische Reisen und Wanderungen“ und „Aktiv durch das Leben“.
Das Siebengebirge liegt rechtsrheinisch südöstlich von Bonn und im östlichen Stadtgebiet der Städte Königswinter und Bad Honnef. Das Mittelgebirge besteht aus ca. 50 Bergen und Anhöhen, ist vulkanischen Ursprungs und gehört komplett zum Naturpark Siebengebirge, einem der ältesten Naturparks Deutschlands.
Wandern im Siebengebirge? Ja, unbedingt empfehlenswert!
Da viele Wanderwege durch das Siebengebirge am Parkplatz Kloster Heisterbach starten ist dies unsere erste Anlaufadresse.
Kurz nach 12 Uhr erreichen wir den Parkplatz am Kloster. Jede Menge Platz, strahlender Sonnenschein und eine prima Aussicht! Freitag der 13. eben! Ob sich diese Euphorie heute den ganzen Tag hält?
Es gibt sicher schlechtere Parkplätze
Eigentlich wollten wir, oder besser und ehrlicher ich, den Wanderweg Nr. 1 laufen, aber kaum am Startpunkt angekommen entdecke ich das Ziel „Drachenfels“ und das klingt doch viel spannender – oder? Und genau davon hatte Elke in ihrem Bericht erzählt.
Also laufen wir los… und haben es nach nicht einmal 20 Minuten bzw. 2 km geschafft die Markierung aus den Augen zu verlieren.
Was Rundwege betrifft sind wir wahre Experten. Also wieder zurück und diesmal bitte mit „Augen auf beim Wandern“.
Und siehe da der Weg ist perfekt beschriftet – man muss nur hinschauen. Apropos Hinschauen – am Wegesrand fordert ein Hinweisschild auf die Aussicht auf den Rhein zu genießen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.
Die Aussicht hat den bisherigen Weg voll entlohnt
Mittlerweile sind wir auf dem Petersberg gelandet. Der Petersberg erhebt sich 336,2 m hoch östlich des Rheins oberhalb und im Stadtgebiet von Königswinter sowie gegenüber dem Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg.
Blick auf den Rhein und links oben erkennt ihr dort den Drachenfels? Dorthin laufen wir jetzt…
Große Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgeschichte erlangte der Berg als Sitz der Alliierten Hohen Kommission von 1949 bis 1952, die sich aus den höchsten Vertretern der westlichen Siegermächte in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zusammensetzte.
Von 1955 bis 1969 und wieder ab 1990 diente das Grandhotel auf dem Petersberg als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland.
Entlang des Weges gibt es immer wieder schöne Aus- und Weitsichten
Aber wichtiger als all das geschichtliche ist uns die umwerfende Sicht von hier oben auf den Rhein und die umliegenden Städte. Die Aussicht ist wahrlich atemberaubend und wir können in der Ferne sogar den Drachenfelsen erkennen.
Und „in der Ferne“ bedeutet in unserem Fall noch etliche km zu laufen.
Die Ofenkaulen sind ein Stollensystem im Siebengebirge zwei Kilometer östlich von Königswinter.
Wir entdecken links des Weges Höhleneingänge und müssen natürlich wissen was sich dahinter verbirgt.
Es handelt sich um Ofenkaulen. Die Ofenkaulen sind ein Stollensystem im Siebengebirge zwei Kilometer östlich von Königswinter. Die Ofenkaulen sind seit 1980 eingetragenes Bodendenkmal, stehen unter Naturschutz und sind bereits seit 1969 massiv verschlossen.
Nur für Fledermäuse wurden Einflugschlitze gelassen. Die Ofenkaulen gehören zu den wichtigsten Fledermauswinterquartieren im südlichen Nordrhein-Westfalen und nördlichen Rheinland-Pfalz.
Leise schleichen wir weiter… wir wollen ja niemanden stören.
Das Grün im Frühjahr ist immer noch das Schönste!
Warum wird es jetzt doch dunkel und tröpfelt vom Blattwerk über uns? Freitag der 13.? Das haben wir jetzt von unserer Heiterkeit!
Bestellt haben wir das gewiss nicht! Regen lassen wir uns ja noch gefallen aber was ist das denn für ein seltsames Grummeln?
„Eichen sollst du weichen und bei Buchen fluchen?“ Oder wie war noch die Gebrauchsanweisung für Gewitter im Wald? Wir wissen es nicht so genau und es ist uns egal was „man“ bei Gewitter im Wald macht! Wir laufen einfach weiter.
Das Grummeln ist noch in weiter Ferne und es ist gar kein Gewitter, sondern der Drache, der sich in seiner Höhle ein wenig hin und her bewegt. Unkritisch!
Waldrestaurant Einkehrhaus Waidmannsruh
Am Waldrestaurant Einkehrhaus Waidmannsruh optimieren wir unsere Laufrichtung noch einmal ein wenig und bedauern nicht einkehren zu können. Die Gaststätte sieht sehr gemütlich und einladend aus. Aber der Drache wartet (oder auch nicht) und wenn wir uns jetzt hinsetzen „war´s das!“
Der Drachenfels, wohl der bekannteste Berg in der Region um Köln & Bonn, trägt auf seinem Gipfel die weithin sichtbare Burgruine und ist mit dem Drachenfelsplateau eines der meistbesuchten Naherholungsziele im Rheinland
Den selbstgewählten Umweg überspringen wir jetzt in der Chronologie und berichten stolz den Drachenfelsen nach 2,5 Stunden erreicht zu haben. Der Regen hat sich verzogen die dunklen Wolken noch nicht so ganz.
Blick auf den Rhein – vom Drachenfels aus sehr beeindruckend
Aber zur Entschädigung haben wir die Sonnenterasse und die Aussicht fast für uns alleine. Freitag der dreizehnte eben. Den Kaffee haben wir uns mehr als verdient – oder?
Aber ehe wir hier Rost ansetzen klettern wir noch kurz hoch zum eigentlichen Drachenfels. Toll! Würde man hier regelmäßig den Müll entfernen wäre dieser Ort hoch oben über dem Rhein sicher noch um einiges attraktiver.
Die ewige Diskussion „jeder nimmt seinen Müll mit heim“ sei hier und jetzt nicht angestoßen. Es gibt überall auf der Welt „solche und Strolche“ nicht wahr?
Ab hier geht es wieder zum Teil sogar stark bergab nach Königswinter
„Fußweg nach Königswinter“? „Ja, hört sich gut an!“ Und so laufen wir vom Drachenfels wieder bergab – streckenweise mit bis zu 20% Gefälle. Hui, das geht wieder auf die Schienenbeine…
Auf halber Strecke passieren wir die Mittelstation der Drachenfelsbahn und das Schloss Drachenburg. Da sich das Wetter zu diesem Zeitpunkt allerdings wieder von seiner besten Seite zeigt haben wir weder Lust auf „Indoor Schloss Drachenburg“ noch auf eine Fahrt mit der Bahn bergab.
Mir gefallen die Esel auf der Wiese viel besser und als der Schäfer auf der Weide nebenan die riesige Schafherde zusammentreibt ist das viel aufregender als sich das schlossartige Anwesen eines Börsenmaklers anzuschauen der selbst nicht einmal darin gewohnt hat.
Jede Menge Schafe und links am Fahrzeug eine Ziege… das Video zeigt wie dumm Ziegen zeigen können. Der Link zum Video folgt in Kürze
Mit dem Esel vom Tal auf den Berg – ja, das hört sich nach einem Späßchen an. Aber da wir schon auf dem Berg sind macht auch diese Möglichkeit keinen Sinn – und in die Kategorie „die Kleinen“ gehören wir wohl auch nicht.
Mit dem Esel auf den Berg reiten und mit der Drachenfelsbahn wieder bergab fahren ist für Kinder aber gewiss ein unvergessliches Erlebnis. KLICK zu mehr Info!
Fast hätte ich den Besuch der Nibelungenhalle vergessen und wahrscheinlich wäre das auch besser so gewesen. Der kleine grünblaue Kerl auf dem oberen linken Bild drückt es sehr deutlich aus “Laaangweilig!”
Weder “Zoo” noch die Nibelungenhalle hauen mich vom Hocker und rechtfertigen aus meiner Sicht nicht den Eintrittspreis. Wer einmal eine Riesenschlange um den Hals getragen hat und weiß wie sie in Freiheit leben kann mit den armen Kreaturen in dieser veralteten Anlage nur Mitleid haben.
Ich war froh wieder an der frischen Luft zu sein. Man muß nicht alles toll finden nur weil man auf Reisen ist!
Da hat es die Wegschnecke besser…
Heute schon gelacht? Antwort egal – klickt euch einmal zu dieser Schlange. Die Qualität des Video bitte ich zu entschuldigen und den Ton bitte auf “laut” schalten.
Gehässiger kann kein Ehemann lachen wenn seine Frau droht erwürgt zu werden. Petra in Not und der “Kerl” lacht sich schlapp… Aber dies so am Rande – fiel mir spontan zum Thema Schlangen ein.
Königswinter – Sightseeing
Schließlich erreichen wir zwei Stunden später Königswinter und das Rheinufer. Der Fremdenverkehrsort Königswinter besitzt eine 5 km lange, schön gestaltete Uferpromenade die wir aber nicht komplett ablaufen.
Den Heimweg haben wir ja auch noch vor uns. Hätten wir ja fast vergessen. Klar könnte man zur Not ein Taxi oder den Bus nehmen, aber in mehr als 12 Jahren haben wir es immer noch laufend heim geschafft.
Für den Notfall ist aber immer der „Taxifuffi“ dabei.
Hinter dem Bahnhof gibt es in Königswinter einen Stellplatz, den wir allerdings nicht nutzen. Mit Info auf´s Bild geht es zu mehr Info
Die Haupterwerbsquelle der Einwohner von Königswinter war bis in das 17. Jahrhundert hinein die Trachytsteinbrüche am Drachenfels, die das Material für viele bedeutende Bauten lieferten.
So wurde der römische Limes, die Kaiserpfalz Kaiser Barbarossas oder der Kölner Dom auch mit Steinen aus den Steinbrüchen Königswinters gebaut.
Schau mir in die Kleines
Die Innenstadt enttäuscht uns ein wenig. Im Siebengebirge in Königswinter möchten wir weder italienische Pizza, griechisches Gyros, thailändische oder chinesische Spezialitäten essen. Irgendwie scheint uns hier die „gute alte Zeit“ vorbei und fast vergessen zu sein.
Ein wenig mehr Müllentsorgung und „frischer Anstrich“ hier und dort könnte nicht schaden.
Vater Rhein
Aber „Vater Rhein“ ist überall schön – der Stadt den Rücken gekehrt könnte ich den vorbeifahrenden Schiffen stundenlang zuschauen.
Dort, wo der Rhein …
Dort, wo der Rhein mit seinen grünen Wellen So mancher Burg bemooste Trümmer grüßt, Dort, wo die edlen Trauben saft’ger schwellen, Und kühler Most des Winzers Müh versüßt. Dort möcht ich sein, dort möcht ich sein, Bei dir, du Vater Rhein, An deinen Ufern möcht ich sein.
Die schönsten Dinge im Leben sind immer noch umsonst und draußen
Wir kehren der Stadt den Rücken aber jetzt in Richtung Norden. Die letzten 3,5 km schaffen wir ohne uns zu Verlaufen und ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Die insgesamt fast 23 km lange Wanderung durch das Siebengebirge haben wir sehr genossen. Die Landschaft ist wunderschön und der Wanderweg optimal was die Qualität und Wegführung betrifft. Es gibt übrigens viele verschieden lange Wandertouren – für jeden Geschmack das passende quasi.
Selbst die Beschilderung ist vorbildlich so man denn nicht zu sehr ins Gespräch vertieft ist und die Hinweise übersieht.
Kurz vorm Ziel noch kurz ein Fotopäuschen – ist die Bank nicht schön? Ok, Fränki du natürlichauch!!
Nach einer stärkenden Tasse Kaffee (oder war´s Cappuccino?) fahren wir weiter. Im Promobil App haben wir einen kostenlosen Stellplatz in Unkel entdeckt. Wo? Ja, wie Onkel nur mit U wie Unkel!
Über die L331 einmal um den Berg (wir mögen Serpentinen) und kurz am Rhein entlang parken wir direkt auf einem der letzten freien Plätze auf dem Wohnmobilstellplatz in Unkel ein. Freitag der 13.
Über “Onkel mit U” berichten wir morgen mehr. Ich muß ins Bett und der Bericht endlich fertig werden.
Er, der Bericht wird ja auch sonst viel zu lang! Schaut also wieder vorbei und denkt immer daran:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES
´Nen Reptilienzoo einfach doof finden und das auch in den Bericht schreiben! Oder auf den lieben Gemahl hören der gleich gesagt hat “Nö, keine Lust!” Er mag weder Zoo noch Zirkus. Ach macht was wir wollt, macht euer Ding!!
Wir werden an diesem Pfingstwochenende übrigens noch ins Bergische Land fahren, uns im Ruhrpott über einen hübschen Ort mit reichlich Fachwerkhäusern wundern und uns abschließend am Deutschen Mühlentag im Münsterland eine Doppelmühle und reichlich historisches Handwerkszeug anschauen.
Nix langweilig, sondern wirklich sehenswert! Schaut also wieder vorbei bla bla bla… und nu isse wech!
KÖNIGSWINTER, DRACHENFELS UND ONKEL MIT U = UNKEL Wochenend und Sonnenschein? Nein, leider sagt der Wetterbericht in der Woche vor Pfingsten nur mäßiges Wetter voraus.
Burg Radboud wurde im Jahr 1282 in Auftrag gegeben. Das genaue Datum der Errichtung ist jedoch nicht bekannt.
…und von der Erkenntnis, dass Segeln gut tut. 1. MAI TOUR MAL ANDERS – so könnte die Überschrift allerdings auch lauten. Während man daheim den Maiausflug plant, die Birkenzweige am Fahrrad befestigt oder den Grill anzündet genießen wir Ruhe und Natur mitten auf dem Ijsselmeer. Aus unserer Sicht eine empfehlenswerte Alternative!
Burg Radboud wurde im Jahr 1282 in Auftrag gegeben. Das genaue Datum der Errichtung ist jedoch nicht bekannt.
Teil drei der Ijsselmeertriologie ist längst überfällig. Sorry Leute für´s Warten, aber wer ständig unterwegs ist kommt kaum noch zum Schreiben. Aber besser jetzt als nie… Los geht´s!
Am frühen Sonntagmorgen (1. Mai) bin ich wieder einmal viel früh wach und ausgeschlafen und mache mich alleine auf Entdeckungstour.
Zuerst laufe ich zum Kastel oder Burg Radboud in Medemblik – weitere Info mit KLICK auf´s Bild.
In Medemblik gibt es verschiedene Häven – mit Klick auf´s Bild gibt es mehr Info
Läuft man von Yachthafen aus am Ufer entlang landet man quasi automatisch und nach kurzer Zeit an der Burg.
So früh am Tag hat man “sie” noch für sich alleine und diese Zeit ist für mich die Genußzeit des Tages.
Noch ist die Auswahl groß – das wird sich im Laufe des Tages ändern
Alles ist noch möglich – der Tag kann kommen.
Und diese Ruhe am frühen Morgen – egal wo auf der Welt – hat etwas Spezielles.
Gibt es unter den Lesern noch Frühaufsteher oder habt ihr wie Frank auch diesen “Gähndefekt”?
Die nachfolgenden Bilder sagen, denke ich, mehr als viele Worte – geht ihr mit mir spazieren?
Aber ehe ich das Frühstück an Bord verpasse oder gar die Segelpartie über das IJSSELMEER laufe ich doch lieber flotti zur Sommerliebe zurück. Ich habe Glück gehabt. Das Boot und die anderen drei Besatzungsmitglieder sind noch dort.
An Bord sind meine morgentlichen Ausflüge bereits bekannt und ich bin recht zuversichtlich dass die Fahrt übers Meer ohne mich sicher nicht gestartet wäre. Oder Anja?
Um 10:41 Uhr tuckern wir gemütlich und sagen bye bye Medemblik – schön war´s
Strahlender Sonnenschein, optimaler Wind – die Rückfahrt nach Lemmer ist ein Traum!
Oder was sagen euch die nachfolgenden Bilder? Es ist schon fast eine Woche her aber wenn ich mir jetzt selbst die Bilder anschaue – ach ich könnte direkt wieder losdüsen… aber gönnen wir dem Geburtstagskind heute einmal etwas Ruhe und Segelvergnügen zu zweit. Happy Birthday aber dennoch “Käpt´n mein Käpt´n”!
Und wenn Christian sagt wir erreichen Lemmer um 17 Uhr dann ist das auch so. Pünktlich wie vorhergesagt erreichen wir nach einer Bilderbuchsegeltour den Heimathaven in Lemmer und sind zu viert rundherum glücklich und zufrieden.
Bei schönem Wetter sieht der Strand sehr einladend ein – abends um kurz vor sieben ist er allerdings doch (noch) recht leer
Sonne, Wind und Meer – Mensch was brauchst du mehr? Etwas zu essen ist ganz klar die Antwort. Seeluft macht hungrig und da wir wissen wo es leckere Pommes mit Kibbeling gibt geht es am Strand entlang Richtung Lemmer City. Los gehts…
Bei Spiegelbildern kann ich einfach nicht “nicht fotografieren”
Das Licht zum fotografieren ist doch abends zur “blauen Stunde” immer noch das beste. Ich kann mich jedenfalls kaum auf das Essen konzentrieren… überall lauern herrliche Spiegelbilder. Schaut doch mal:
Lemmer am Abend – und das dann gleich doppelt:-)
“Und jetzt noch ein leckeres, frisch gezapftes Altbier?” Die Antwort auf diese Frage kann aus meiner Sicht nur mit einem klaren, deutlichen “JA, na klar!” beantwortet werden.
Und sehr untypisch für die Niederlande gibt es in Lemmer tatsächlich eine Kneipe in der Diebels ausgeschenkt wird.
In der “Bierstube Oude Sluis“ sogar frisch vom Fass!
LEMMER AM IJSSELMEER – bitte Platz nehmen
Überhaupt ist in Lemmer ein “Kneipenbummel” echt eine Empfehlung. Sämtliche Lokalitäten liegen am Wasser und es macht einfach irre viel Spaß hier draußen beim Bierchen (hell oder dunkel? Egal!) den ein- und auslaufenden Booten zuzuschauen…
Ach, einfach nur schön! Und mit den richtigen Freunden jedesmal ein Event!
Nutzt alles nix – auch das schönste Wochenende geht einmal vorüber…
Noch sind wir in der Lebensphase in der wir ab und zu auf den Kalender und auf die Uhr schauen müssen und so zieht es uns dann doch in Richtung Boot bzw. Wohnmobil.
Das Wochenende ist zu Ende – doch die Erinnerung bleibt!!
Müde bin ich geh zur Ruh – bzw. fahren von Lemmer heim ins Münsterland
Und falls ihr jetzt so richtig Lust auf eine Segeltour habt – hier gibt es die Möglichkeit es einfach einmal auszuprobieren – es gibt nichts Gutes… ach ihr wisst schon.
Und besser als dieses Video kann ich euch in Worten diesen Tag nicht beschreiben – lasst euch mit einem KLICK ans Ijsselmeer entführen.
Der Altenbekener Viadukt, auch Bekeviadukt oder Großer Viadukt Altenbeken genannt, ist ein Brückenbauwerk im nordrhein-westfälischen Kreis Paderborn
Wohin uns unsere nächste Reise führt? Am kommenden Wochenende meiden wir Stau und Überfüllung und testen den Viaduktwanderweg, besuchen die Externsteine und wandern von dort zum Hermannsdenkmal.
Ich kann euch jetzt schon verraten – es war Erholung & Natur pur. Die Berichte folgen in Kürze…
Schaut also wieder vorbei und vergesst in der Zwischenzeit nicht:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES
Einfach etwas machen was man noch nie zuvor gemacht hat – es kann aber es muss nicht Segeln sein! Einfach vom Sofa hoch und die Welt entdecken – wobei die Entfernung überhaupt keine Rolle spielt.
Auch vor der Haustür gibt es auch immer wieder Neues zu entdecken!
MEDEMBLIK, LEMMER UND IJSSELMEER ...und von der Erkenntnis, dass Segeln gut tut. 1. MAI TOUR MAL ANDERS – so könnte die Überschrift allerdings auch lauten.
It´s a long way… to Medemblik
Nach dem Frühstück starten wir am Samstagmorgen zu viert in Lemmer mit dem Ziel „Medemblik“ – ein wirklich hübsches Städtchen.
Einmal quer durch das Ijsselmeer oder heißt es über das Ijsselmeer? Naja, jedenfalls wird es eine erfrischende Tour mit reichlich Wind aber nicht immer aus der na sagen wir optimalen Richtung.
Und das bedeutet kreuzen und jede Menge Wendemanöver. Aber lest selber…
Freie Fahrt voraus
Den Kaffee auf Vorrat gekocht, Wasser gebunkert und gute Laune getankt starten wir am Samstagvormittag wie geplant um halb elf unsere „Reise“ über das Ijsselmeer.
Ein wenig Medemblik in der Vorschau – später mehr!
Medemblik liegt bekanntlich auf der anderen Seite des Ijsselmeeres und ehe wir auf das offene Meer hinaussegeln müssen wir zunächst durch die Prinses Margrietsluis Schleuse.
Eine gute halbe Stunde später haben wir die Schleuse passiert und können die Segel setzen.
Haben wir mehrfach vergeblich auf Wind gehofft so haben wir heute reichlich Wind, aber aus der falschen oder nicht ganz optimalen Richtung.
Schräglage… Mag man oder mag man nicht
Und das bedeutet? Ja, genau! Das bedeutet Kreuzen und jede Menge Wendemanöver – mit Klick auf´s Bild geht es zum Erklärbär Wikipedia.
Auch heute wiederein gutes Team – Kapitän Christian und Skipper Fränk (fehlen nur noch Private und Kowalksi)
Ehe ich mich jetzt vor lauter Begeisterung im Seglerlatein verquassel oder eure Aufmerksamkeit mit weiteren Details unnötig lange in Anspruch nehme kürzen wir die Überfahrt mit ein paar Bildern ab und gehen noch zusammen durch Medemblik – einverstanden?
Petras-Reise-Blog ist wie der Name schon sagt ja ein Reise Blog und kein Segel Blog. Mir hat diese Überfahrt ungeheuer viel Spaß gemacht was nicht zuletzt an unseren zauberhaften Gastgebern lag.
Wir wurden zwar ordentlich “durchgeschüttelt” und mussten oft unsere Sitzposition wechseln, aber gerade dass hat ja auch seinen Reiz! Ich könnte direkt wieder los… aber jetzt schauen wir uns erst einmal Medemblik an.
Medemblik ist eine kleine altertümliche Stadt, wurde im 10 Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt und liegt direkt am Ijsselmeer.
Viele alte und schöne Häuser stehen in Medemblik in Reih und Glied – mehr Info mit KLICK auf´s Bild
Schöne Strände laden im Sommer zum Schwimmen und Kitesurfen ein und außerhalb dieser Saison zu stundenlangen Spaziergängen und zum Muschelsuchen.
An den Strand laufen wir heute nicht. Statt dessen laufen wir ein wenig mit euch durch die Gassen.
Schaut mal – sieht das nicht sehr einladend aus?
Aber wie das so ist (und bleibt) – Seeluft macht hungrig und auch irgendwie und irgendwann müde. Alt werden wir heute nicht… Und so schlummern wir zu viert auf der „Sommerliebe“ ein und freuen uns auf den morgigen Tag.
Burg Radboud wurde im Jahr 1282 in Auftrag gegeben. Das genaue Datum der Errichtung ist jedoch nicht bekannt.
Morgen nehme ich euch sehr zeitig mit auf einen weiteren kleinen Stadtrundgang mit wahrlich idyllischen Bildern wie ich finde.
Da euch bewegte Bilder das Segelfeeling vielleicht noch näher bringen geht es hier mit KLICK zu einer kleinen Zusammenfassung. Bisher habe ich mich nur mit der Fotografie beschäftigt, aber mir gefallen die Videoclips immer besser. Was meint ihr? Habt ihr noch Tipps für Anfänger wie mich? Dann her damit!
Zufällig haben die lieben “Bilderbummler” einen passenden Beitrag zum Thema “Segeln” verfasst auf den ich euch gerne aufmerksam machen möchte – KLICKT euch gerne rüber!
Auf der morgigen Sightseeingtour durch Medemblik habe ich euch ein paar Szenen eingefangen – ihr dürft also gespannt sein.
Schaut also wieder vorbei und vergesst nicht:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES
Schöne Erinnerungen sammeln zum Beispiel – davon kann man einfach nicht genug haben oder auch einmal eine Segeltour planen?
AUF UND AB UND KREUZ UND QUER ÜBERS IJSSELMEER Nach dem Frühstück starten wir am Samstagmorgen zu viert in Lemmer mit dem Ziel „Medemblik“ - ein wirklich hübsches Städtchen.
Riesige Blüten aus tausenden kleiner Blüten – beeindruckend und wunderschön anzuschauen
Holland im Frühling, ein Paradies für Natur- und Blumenfans. Alljährlich findet im Frühjahr der Blumencorso statt. Drei Tage lang schmücken viele hundert Freiwillige die Prunkwagen mit Hyazinthen, Tulpen und Narzissen. Am Samstag, 23. April 2016 fährt der Blumenkorso von Noordwijk nach Haarlem und wir sind dabei. Ob sich der Besuch lohnt und was ihr beachten solltet erfahrt ihr nachfolgend. Macht euch auf reichlich viele bunte Bilder gefasst – es gibt etwas nicht auf, sondern für die Augen.
Lets go west – oder der Sonne entgegen
Wir haben von diesem farbenprächtigen Event erst vor zwei Jahren gehört und in diesem Jahr passt ein Besuch endlich in den Terminkalender.
Da wir am Freitag noch etliches zu erledigen haben fahren wir erst am Abend in Richtung Lisse und quasi dem Sonnenuntergang entgegen.
Von unseren mehrfachen Besuchen des Keukenhofes ist uns ein Stellplatz in der Nähe bekannt und um 23 Uhr steht der Pössl fein in der hintersten Ecke. Warum wir die einzigen die hier parken? Seltsam aber ok.
Das erste Blumengesteck am Wegesrand
Da wir den Keukenhof in den letzten Jahren regelmäßig besucht haben laufen wir am nächsten Morgen an dessen Toren vorbei ohne uns die prächtigen Blumenbeete anzuschauen.
Unsere Eindrücke vom Keukenhof gibt es mit KLICK HIER
Aber heute ist Paradetag und wir in Lisse und echt gespannt auf das was uns erwartet.
Tulpen bis zum Horizont
Man kann im Radius 10 km um den Keukenhof nicht laufen ohne rechts und links des Weges riesige Tulpenfelder zu sichten – wie gefallen euch diese Aufnahmen?
Der Blumenkorso ist zwar heute früh schon um 9:30 Uhr in Noordwijk gestartet wird aber den Keukenhof erst um 15:30 Uhr erreichen. Was liegt näher als ihm entgegen zu laufen?
Wir laufen zunächst durch die Tulpenfelder in Richtung Zentrum. Oh sorry, natürlich nicht wie einige „Wüstlinge“ durch die Tulpenfelder direkt, sondern über die Wege entlang der Felder.
Unzählige Busse zum Teil aus weit entfernten Ländern fahren auf den Parkplatz
Es ist unglaublich wie sich Busse, PKW und zahlreiche Wohnmobile im „Stopp and go“ und Stoßstange an Stoßstange in Richtung Parkplatz drängeln. Oh Mann – das wäre nix für mich! Geduld ist, nun sagen wir, nicht meine Stärke.
TIPP 1 – früh anreisen, wenn man nicht Gefahr laufen möchte kurz vor dem Ziel im Stau stecken zu bleiben.
Sonnen oder Regenschutz – im April ist alles möglich
Je näher wir der City kommen desto deutlicher ist der „Ausnahmezustand“ spürbar.
Die Ruhe vor dem Sturm ist sehr deutlich wahrzunehmen.
In vier Stunden wird es hier von Menschen nur so wimmeln
TIPP 2 – Nicht nur um einen guten Platz zu „erwischen“, sondern auch um die Stimmung „vor dem Sturm“ und die herrlichen Tulpenfelder rundherum zu genießen zeitig auf den Weg machen.
Geschäftstüchtiges hübsch dekoriert
An einigen Häuser steht sogar das hemische Sofa als Platzhalter vor der Tür
In Lisse Zentrum lädt uns ein Platz in der Sonne zu einem „Cappuccino Stopp ein. Ach ist das immer wieder schön. Es ziehen zwar immer wieder dunkle Wolken am Himmel vorbei und es ist mit 8 Grad wirklich kalt – aber trocken.
Hoffentlich bleibt das auch so!
In Holland oft anzutreffen – Grundstücke bis an Wasser mit eigenem Bootssteg
Vom Zentrum aus laufen wir weiter in Richtung „de Engel“ am Ortsausgang und von dort weiter nach Sassenheim.
Hier sitzen die Anwohner in der ersten Reihe
Der Weg bzw. die Strecke des Blumenkorsos ist leicht erkennbar – entweder stehen Absperrgitter am Straßenrand oder die Anwohner haben mit ihren Sitzmöbeln das „Revier markiert“.
Und ehe wir uns versehen sind wir auch schon in Sassenheim angekommen. Bow, ist das windig hier und heute!
Mal kurz “von den Beinen” und in der Sonne den Kaffee genießen
In einer sonnigen aber windgeschützten Ecke warten wir bei Cappuccino auf die Dinge die da kommen.
Fehlt nur noch der Grill…
Als sich die Anwohner mit Stühlen bewaffnet auf den Weg zur Hauptstraße machen wird es Zeit sich einen Platz in der ersten Reihe zu sichern.
Ich finde es echt lustig, dass viele Anwohner sogar das Sofa auf die Straße schleppen…
Die dunklen Wolken haben sich verzogen und die Drehorgel verkündet die Ankunft des Blumenkorso
Wir platzieren uns neben ein solches Exemplar und als erstes verkündet eine lautstarke Drehorgel, dass die Warterei gleich ein Ende finden wird.
Ich bin aufgeregt und kann es echt nicht warten. Naja Geduld und so…
PKW mit gigantischen oft farblich passenden Blumengestecken auf dem Dach wechseln sich mit ebenso dekorierten Bussen und Treckern ab…
Und dann endlich entdecke ich in weiter Ferne die ersten Prunkwagen… klickt euch gerne zur Aufstellung der Prunkwagen.
Prunkwagen Nr. 6 – Thai Traditionen
Aber ehe ich hier Details zu den Prunkwagen zur Tastatur bringe schaut euch einfach die Bilder an – immer verbunden mit dem Wissen, dass die Skulpturen von vielen fleißigen Händen aus tausenden von Blüten zusammengesetzt wurden.
Am besten gefällt mir der Wagen mit den „Shining Shoes“, „Schaapje, Schaapje heb je mooie wol“ und „Haarlemse Bloemenmeisjes“ – und was ist euer Favorit??
Nach einer Stunde „stehend am Straßenrand“ wird uns kalt und wir machen wir uns mit den Umzugswagen gemeinsam auf den Weg zurück nach Lisse. Schließlich wollen wir heute noch nach Amsterdam.
Golden geht der Tag zur Neige…
Auf dem Weg zum Wohnmobil stellt Frank fest, dass er vor der Weiterfahrt auf jeden Fall erst noch einen Kaffee kochen will.
„Nee, lass uns lieber erst aus dem Gewusel hier rausfahren und das in Amsterdam auf dem Platz erledigen… (immer diese chronische Ungeduld meinerseits)
Eines haben die Nachbarn in Holland auf jeden Fall auch – viel flaches Land
Kurz vor Erreichen des Pössl drängeln sich bereits Busse und andere Fahrzeuge durch die Straßen… „Ok, also erst einmal weg hier…“ stellt dann auch der liebe Gatte fest.
Und was ist das? Am Stellplatz angekommen erklärt ein fettes „Wohnmobile verboten Schild“ warum wir gestern bei Ankunft im Dunkeln die einzigen Gäste auf diesem Parkplatz waren.
„Hast du das gesehen?“ fragt Frank mit Blick aufs Verkehrsschild sehr erstaunt. Mein kleinlautes „Ja!“ wundert ihn schon ein wenig.
Aber ich war gestern abend hundemüde und wollte schlafen und nicht mitten in der Nacht nach einer Alternative suchen. Gelogen und geschwindelt wird bei uns nicht…
Wir haben am Samstag so viele „unmöglich parkende Fahrzeuge“ rechts und links der Fahrbahn gesehen – da war unser Stellplatz hinten in der Ecke eines Parkplatzes sicher ein zu vernachlässigendes Übel.
Das Cafe Noordlicht rüstet sich für die kommende Saison
Über die Dörfer und final kurz über die Autobahn erreichen wir um 17:10 Uhr das City Camp in Amsterdam.Was wir dort erlebt haben erzählen wir euch in der nächsten Folge. Aber ehe es soweit ist noch kurz die “Gratis Information”:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES
Im heutigen Fall kann der Tipp nur lauten: Einmal im Leben sollte man Tulpen in Hülle und Fülle erleben – noch ist das Frühjahr 2016 nicht vorbei…
Und um euch so richtig Geschmack auf Tulpen und Amsterdam zu machen – schaut euch doch einmal in der Mediathek die WUNDERSCHÖN Folge AMSTERDAM an – die macht so richtig Lust auf mehr und Meer
FRÜHJAHRSTIPP: HOLLAND, BLUMENKORSO UND TULPENFELDER Holland im Frühling, ein Paradies für Natur- und Blumenfans. Alljährlich findet im Frühjahr der Blumencorso statt. Drei Tage lang schmücken viele hundert Freiwillige die Prunkwagen mit Hyazinthen, Tulpen und Narzissen.
Ein reichlich abwechslungsreicher Tag in Lemmer am Ijsselmeer
Nachdem wir den Freitag am Kemnader See verbracht haben treffen wir unsere Freunde am Freitagabend in Bochum. Erst einmal werden Neuigkeiten ausgetauscht und Pläne fürs kommende Wochenende geschmiedet. Das Wetter verspricht vieles aber nichts Gutes. Typisches Aprilwetter.
Geplant war ursprünglich in Lemmer die Segelsaison zu eröffnen. Aber ehe wir eine langjährige Freundschaft auf hoher See in Gefahr bringen, weil uns Regen unter Deck der „SOMMERLIEBE“ hält wählen wir die „Relax Variante“.
Am Samstag holen Anja und ich flotti Brötchen und wir fahren zu viert nach Bocholt zum BAHIA. Diese Sauna hat sich bereits gewährt und bietet sogar einen tollen Wohnmobilstellplatz.
Diese Vorhersage schreit förmlich nach einem Kurswechsel
Auf Höhe Bocholt schaue ich „zufällig“ in die Wettervorhersage. Oh fein, in Greven wird das Wetter in der nächsten Woche besser. Und in Lemmer? In Lemmer scheint heute 9 Stunden lang die Sonne?!!
Als Anja nach 20 Sekunden immer noch nicht auf meine obige Whats App Nachricht reagiert rufe ich kurz an. Nach nur drei klärenden Sätzen haben zwei Wohnmobile auf der A3 ein neues Ziel im Navi: Lemmer wir kommen (doch)!
Noch eine halbe Stunde Fahrt – und was sollen diese Wolken am Himmel?
Noch vor 13 Uhr parken wir den Pössl auf dem empfehlenswerten Stellplatz „LEMMER BINNEN“ direkt neben dem Yachthafen und frühstücken zu viert in der Sonne.
Das Leben ist schön – wenn man es sich schön macht!
Und mittlerweile sind auch keine Wolken mehr am Himmel – geht doch!!
Viel näher am Wasser geht kaum
Aber vor dem Vergnügen steht bekanntlich die Arbeit. In diesem Fall ist es eine ganz besondere Aufgabe.
Um das Vorsegel (Genua) durch eine Persenning zu schützen bedingt dies ein Drahtseil in der Mastspitze. Wenn man allerdings versäumt dieses kleine Detail vor dem Richten des Mastes einzuziehen – treibt das auf die Palme.
Umgangssprachlich und in diesem Fall anschließend auch „in echt“. Es nutzt kein Jammern und Klagen – das Seil muss in die Mastspitze.
Versuch Nr. 1 – Christian klettert über die Leiter nach oben
Der erste Versuch von Käpt’n Christian scheitert an der Festigkeit der „Trittleiter“.
Warum klettern, wenn man doch auch ziehen kann? Die Männer testen, prüfen, sichern und schließlich treibt es bzw. ziehen die Männer Anja auf die Spitze.
In 8,50 m Höhe will sie das vergessene Seil an der Spitze des Mastes einfädeln. Hoffentlich geht das auch gut!!
Hier treibt es Anja wahrlich auf die Spitze
Wer Anja kennt weiß, dass sie Höhen scheut wie der Teufel das Weihwasser.
Wer von euch hätte mit ihr tauschen wollen?
Gute Aussicht hatte sie auf jeden Fall
Wir drei sind jedenfalls mucksmäuschenstill und angespannt und erst wieder entspannt und sehr erleichtert als „die Kleine“ wieder sicheren Fußes unten angekommen ist.
Auf diese Leistung gönnen wir uns erst einmal ein Gläschen Sekt in der Sonne und schauen uns danach an was Lemmer außer „Frauen am Mast“ zu bieten hat.
Am Strand in Lemmer am Ijsselmeer
Lemmer liegt am Ijsselmeer und ist einer von Frieslands bedeutendsten Wassersportorten.
TIPP: Vielleicht sollte man auch einmal im Winter hierherfahren denn Eislaufen ist in Lemmer Volkssport. Wenn sich strenge Fröste ankündigen, werden die großen Parkplätze geflutet und bilden dann – zusammen mit den zugefrorenen Grachten – große Eislaufbahnen.
Aber wir haben Frühjahr und so zieht es uns zunächst an den Strand.
Seit 2012 gibt es hier den Strandpavillon und den BEACHCLUB mit einer wundschönen Aussicht über das weite Ijsselmeer.
Im Sommer ist hier gewiss mehr los
Wenige Gehminuten vom Stellplatz entfernt befindet sich der gepflegte Lemster Badestrand.
Aber heute ist nicht wirklich Badewetter und wir wollen uns ja noch das Zentrum von Lemmer anschauen.
Auf nach Lemmer ins Centrum
Und so laufen wir weiter am Kanal entlang und schauen dabei den ein- und auslaufenden Booten hinterher.
Das Leben findet hier größtenteils auf dem Wasser statt
Im Ruhrpott isst man „Currywurst mit Pommes“ und in Holland „Kibbeling mit Pommes“. Hhhhmmm lecker!
In der Sonne sitzen, Kibbeling essen und den Booten auf dem Kanal zuschauen – eigentlich unbezahlbar.
Kibbeling mit Pommes – lecker!!
Nach unserem wahrlich leckeren Mahl, naja doch eher einem Imbiss, laufen wir durch die gemütliche Innenstadt.
Schaut euch doch einfach die folgenden Bilder an – die sprechen doch für sich und einen Besuch in Lemmer – oder was meint ihr?
Und später am Nachmittag zieht es uns zurück in den Jachthafen um auf der „Sommerliebe“ diesen abwechslungsreichen wie schönen und aufgrund der „Kletteraktion“ unvergesslichen Tag ausklingen zu lassen.
Abendstimmung im Jachthafen von Lemmer
Da Frank und ich am Montag wieder arbeiten müssen machen wir uns am Sonntag nach dem gemeinsamen Frühstück in der Sonne leider wieder auf den Heimweg und verabschieden uns von „Segeln ohne Wind die 2.“
Wir wünschen den beiden Seebären noch eine tolle windreiche Urlaubswoche auf dem Ijsselmeer!!
Blick über das Ijsseldelta in der Nähe von Kampen
Das Wetter ist super und wir haben weder Eile noch Lust direkt ins Münsterland zurück zu fahren.
In Kampen steuern wir am Ortsrand einen Parkplatz an und machen uns zu Fuß auf einen Ortsrundgang.
Mittags in Kampen
Kampen ist eine hübsche Hafenstadt mit Kirche, Hafen, netter Einkaufsstraße und vielen schönen Segelschiffen oder sind es Boote?
Das Fährschiff: VEERMAN VAN KAMPEN
Eines springt uns besonders ins Auge – „VEERMAN VAN KAMPEN“. Auf dieser wunderschönen Fähre kann man verschiedenste Ijsseltouren zu Wasser genießen.
Es werden verschiedene Rundtouren auf dem Ijsselmeer zwischen 2,5 und 7 Stunden Dauer zu verschiedenen Orten angeboten – teilweise incl. Verpflegung. Das könnte uns beim nächsten Besuch sicher gefallen.
Aber vielleicht gibt es ja eine „Segeln mit Wind die 3.“? Es bleibt spannend – schaut also wieder vorbei und denkt allzeit daran:
ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES
Zum Beispiel: Einfach mal ans Ijsselmeer fahren – im Frühjahr wäre eine Kombination mit dem Keukenhof oder Amsterdam (m)eine Empfehlung – und warum nicht direkt den Blumencorso „on the top“?
TOT ZIENS AM IJSSELMEER?
MIT DEM WOHNMOBIL NACH LEMMER ANS IJSSELMEER Nachdem wir den Freitag am Kemnader See verbracht haben treffen wir unsere Freunde am Freitagabend in Bochum.