Die Wahrheit, so verstand ich, war nicht da draußen, sie wird viel mehr erfunden als gefunden.
Jonas Lüscher: “Ins Erzählen flüchten”, S.80
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Die Wahrheit, so verstand ich, war nicht da draußen, sie wird viel mehr erfunden als gefunden.
Jonas Lüscher: “Ins Erzählen flüchten”, S.80
In der Sphäre des Politischen hat es das Differenzierte schwer.
Jonas Lüscher: “Ins Erzählen flüchten”, S.99
Das Bekenntnis zum Narrativen verweist tiefer, auf grundsätzlichere Fragen erkenntnistheoretischer Natur und vor allem auf die ontologische Grundannahme, dass die Wirklichkeit auf kontingenten Individuen und ihren Differenzen und nicht aus Allgemeinheiten aufgebaut ist.
Jonas Lüscher: “Ins Erzählen flüchten”, S.55
Nur weil man etwas erlebt hatte, hieß das noch lange nicht, dass man wusste, was es bedeutete. Und dich hatte nicht vor, es in Erfahrung zu bringen. Er gibt Dinge, die so sinnlos sind, dass es sich nicht lohnt, ihnen eine Bedeutung zu geben.
Jonas Lüscher: “Frühling der Barbaren”, S.36
In einer narrativen Gesellschaft, so meine Hoffnung, ließen sich quantitative Kriterien weniger leicht als qualitative verkaufen.
Jonas Lüscher: “Ins Erzählen flüchten”, S. 63
Der Drang, sich auf das Messbare zu verlassen, ist nicht nur gefährlich, weil wir deswegen dazu neigen, den überaus komplexen Bereich des Lebensweltlichen zu simplifizieren und zu trivialisieren und dabei den Einzelfall und das Individuum zu marginalisieren. Wir laufen auch Gefahr, wenn sich Relevantes eben letzten Endes doch nicht messen lässt, das stattdessen Messbare für relevant zu erklären.
Jonas Lüscher: “Ins Erzählen flüchten”, S.61
Nur wer noch nicht allzu viel Beschämendes erlebt hat, kann in der Vorstellung leben, einen Freund zu haben, mit dem man alles teilen kann, sei eine schöne Sache.
Jonas Lüscher. “Kraft”, S. 130
Die Unmöglichkeit eines ausgeglichenen Saldos zwischen moralischem Soll und amourösem Haben zerriss ihn fast.
Jonas Lüscher. “Kraft”, S.46