Ich bin im Moment emotional an einem Punkt angekommen, an dem ich kaum noch weiß, wie ich weitermachen soll. Alles fühlt sich überwältigend an. Selbst die kleinsten Dinge lasten schwer auf mir. Ich nehme mir gerade alles zu Herzen. Ein beiläufiges Wort, eine kleine Veränderung, eine Nachricht, ein Blick, all das reicht aus, um mich innerlich völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ich spüre, wie ich auf jedes Detail überempfindlich reagiere, wie meine Belastungsgrenze immer schneller erreicht ist. Es ist, als würde mein Inneres sich gegen alles wehren, weil ich schon viel zu lange über meine Kräfte hinaus funktioniere.
Ich habe Angst. Angst davor, dass ich in einen neuen Burnout rutsche. Diese Angst begleitet mich mittlerweile jeden Tag. Sie ist nicht mehr nur ein leiser Gedanke im Hintergrund, sie ist ständig präsent. Ich fühle mich leer und gleichzeitig voll von Sorgen. Mein Kopf ist unruhig, ich grüble ununterbrochen. Mein Herz ist schwer, als würde es eine Traurigkeit in sich tragen, für die ich keine Worte finde. Alles kostet mich unendlich viel Kraft. Dinge, die früher selbstverständlich für mich waren, fühlen sich heute wie unüberwindbare Hürden an. Selbst einfache Aufgaben überfordern mich. Schon morgens aufzuwachen, ist mit einer inneren Erschöpfung verbunden, die ich nicht mehr abschütteln kann.
Ich funktioniere nur noch. Ich bewege mich durch die Tage wie durch einen dichten Nebel. Alles ist anstrengend. Ich verliere mich in Gedanken, zweifle an mir selbst, stelle alles infrage. Ich bin nicht mehr ich selbst. Ich erkenne mich manchmal kaum wieder. Die kleinsten äußeren Reize lösen innerlich eine Art Alarmzustand aus. Ich bin innerlich immer auf der Hut, angespannt, oft gereizt, manchmal traurig ohne konkreten Anlass. Mein Nervensystem ist so überlastet, dass selbst die Stille anstrengend sein kann.
Ich sehne mich nach Ruhe. Nach einem Moment, in dem ich wieder tief durchatmen kann. Ich wünsche mir, dass jemand versteht, wie schwer sich gerade alles anfühlt. Ich wünsche mir, dass ich mich nicht rechtfertigen muss, wenn ich mich zurückziehe oder nichts mehr sagen kann. Ich wünsche mir, dass mein Zustand ernst genommen wird, auch wenn man ihn nicht auf den ersten Blick sieht.
Ich habe Angst, zu versagen. Angst, dass ich Menschen enttäusche, weil ich gerade nicht mehr geben kann. Ich habe Angst vor den eigenen Gedanken, die manchmal so laut sind, dass ich kaum noch anderes hören kann. Und trotzdem versuche ich jeden Tag aufs Neue, irgendwie weiterzumachen. Ich gebe mein Bestes, aber mein Bestes fühlt sich gerade nicht mehr ausreichend an.
Ich weiß, dass ich Hilfe brauche. Ich weiß, dass ich nicht ewig in diesem Zustand bleiben kann. Aber selbst den Mut aufzubringen, um das auszusprechen, fällt mir schwer. Ich fühle mich verletzlich und ausgelaugt. Ich wünsche mir nur, dass ich wieder etwas Leichtigkeit spüren kann. Ein Gefühl von Hoffnung, von innerem Frieden, von Ankommen bei mir selbst.













