Schorschi
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Schorschi
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Untitled
By Schorsch on Flickr
Film photography
EXIF Gidisdorf, Switzerland
Good news: The Indiana Jones AU is making progress.
Sechshundertfünfundsechzigstes Bier: Schorschbräu Schorschweizen 13 13,0% vol. Gunzenhausen, Deutschland Mit dreizehn Volumenprozent ein ziemliches Geschoss: Schwarzbraun, mit Aromen von Waldbeeren, etwas Schokolade und leicht säuerlichem Unterton. Im Prinzip wie ein Früchtemüsli mit Joghurt. Der Antrunk ist dann langanhaltend süß wie Kirschsaft. Ist der erste Schock dann verflogen, kommen röstige Malzaromen durch, die auch im Nachtrunk erhalten bleiben. Krass. So was von. 6/10
Schorsch in Uniform
Schorsch aus peppa wutz begeht Russland mit militär uniform. Titel drüber mit „Schorsch nimmt Russland ein“
#Schorsch #in #Uniform
Ein Jahr ist der Brand her. Für die Betreiber, die Brüder Biermann, war es eine arge Belastung. Doch jetzt steht der Kultimbiss besser da als zuvor.
Dormagen: Wildschwein Schorsch wird neues Tannenbusch-Maskottchen
Dormagen – Gestatten: Schorsch – der freundliche Keiler begrüßt in seiner grünen Wildhüteruniform künftig die Besucherinnen und Besucher im Tannenbusch. (more…)
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Inside BVB / IV
Schorsch 4. Juni 2017 um 10:24
Tuchels wirkliches Problem in Dortmund war nach meiner Einschätzung nicht eine Gruppe sehr aktiv gegen ihn intrigierender Spieler. Tuchels Problem war er selbst. Allen Bemühungen seines Image-PR -- seit neuestem auch social media -- und weiß der Henker noch-Beraters seit der Winterpause zum Trotz, das Bild Tuchels in der Öffentlichkeit zu polieren. Spätestens seit den Sanktionen gegen den BVB infolge der Vorkommnisse um das Spiel gegen RB Leipzig ist er deutlich in den Bereich des Überpacens geraten.
tobit 5. Juni 2017 um 02:12
In welchem Sinne hat er da denn „überpaced“ und warum muss das alles beratergesteuert gewesen sein? Ich habe nach dem RaBa-Spiel bis zum Busanschlag keine deutlich veränderte Presse-Kommunikation Tuchels bemerkt. Er hat weiterhin keine Einzel-Interviews gegeben, seine Antworten auf den PKs haben sich für mein Gefühl auch nicht geändert (er hat immer versucht die Fragen sachlich und ausführlich zu beantworten). Da du ja relativ gut vernetzt bist um den BVB herum, würden mich da Mal weitere Details interessieren, die dem 08/15-Fan sonst entgehen.
Schorsch 6. Juni 2017 um 01:03
Komme gerade von einem Leichtathletiksportfest zurück und hatte Gelegenheit, am Rande das eine oder andere Gespräch mit wirklich guten, teilweise Weltklasse-Athleten zu führen. Wenn man das alles mit dem Profifußball vergleicht, dann… Aber lassen wir das, andere Baustelle.
Nein, ich bin nicht ‚vernetzt‘. Mit diesem Begriff ‚fremdel‘ ich ohnehin ein wenig. Ist für mich eine neudeutsche Vernebelungsvokabel für ‚Klüngel‘, ‚Ich-kenne-einen-der-einen-kennt‘, ‚Spezlwirtschaft‘ oder andere landsmannschaftliche Synonyme. Es ist einfach so, dass ich in einigen wenigen Clubs in Deutschland und Frankreich einige Leute gut oder sehr gut kenne bzw. mit diesen befreundet bin, die dort z.T. seit Jahr und Tag beschäftigt sind oder waren. Man kennt sich vom Studium her, vom Fußballspielen, mitunter sogar noch aus der Schulzeit, oder hat sich über den Beruf oder sonstwie irgendwann kennengelernt. Wenn man sich unterhält, dann ist natürlich Subjektivität im Spiel und es gibt immer unterschiedliche Standpunkte. Aber wenn man sich so lange kennt, dann muss man sich nichts in die Tasche lügen.
Mein Eindruck ist, dass die Verbindung Tuchel-Meinking von elementarer Bedeutung für die gesamte sportlich weitgehend glückliche / in der Zusammenarbeit unglückliche Liaison zwischen dem BVB und Tuchel war (und im Nachgang immer noch ist). Eigentlich ein Thema für die ‚yellow press‘, leider aber bestimmend für eine für alle Beteiligten letztlich beschädigende Arbeitsbeziehung in einem der traditionsreichsten deutschen Fußballclubs.
Jener Herr Meinking ist Anwalt und als Image- und PR-Berater im Bereich Showbusiness und TV zu einigem Renomée gekommen (Klienten u.a. Westernhagen, Sportmoderator Breyer, etc.). Laut eigener Aussage betrachtet er sich als ‚rule breaker‘ und mag Menschen, die sich auch so sehen. Irgendwie kreuzten sich seine Wege und die Tuchels. Man fand Gefallen aneinander und so um 2015 wurde Meinking (‚KKM-Marketing‘) Tuchels Berater für alle Belange.
Nach eigenen Ausführungen habe er z.B. Tuchel verdeutlicht wie wichtig es sei, sich bei internen Festivitäten wie Weihnachtsfeiern blicken zu lassen oder sich eine Liste mit den Geburtstagen seiner Spieler zuzulegen, um diesen dann zu gratulieren. Kein Scherz. Watzke, Zorc, Treß oder Rauball haben die potentiellen Risiken völlig unterschätzt, die ein solcher Berater und dessen Status, den er von Beginn an in der Arbeitsbeziehung Tuchel-BVB einnahm, für den Club bedeuten könnte.
Sehr schnell hieß es nämlich, dass Tuchel sich mit anderen Funktionsträgern des Clubs nur dann persönlich unterhalte/auseinandersetze, wenn es ‚100%‘ um Fußball ginge. Was dann auch wieder eine Interpreattionssache ist. Was ist z.B. 99% Fußball? Jedenfalls lief ein Großteil der clubinternen Kommunikation nur noch über Meinking, was die immer stärker werdenden Spannungen zwischen den Akteuren weiter verschärfte. Meinking dürfte wohl clubintern auf einer Beliebtheitsskala von 1 – 10 bei minus 99 angesiedelt gewesen sein. Irgendwann wurden auch ‚100% Fußball‘-Gespräche mit Vorgesetzten von Tuchel nur noch in Begleitung Meinkings geführt.
Spätestens seit der Ablehnung Tuchels, in der Winterpause Vertragsgespräche zu führen und diese auf die Zeit nach der Saison zu verschieben sowie nachdem klar war, dass außer Watzke im gesamten Club aufgrund der immer intensiver werdenden und immer offener ausgetragenen Konflikte niemand mehr im Club eine Zusammenarbeit mit Tuchel für tragbar hielt, wurde Meinking wohl klar, dass ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit immer wahrscheinlicher wurde und das Bild Tuchels für den Fall der Fälle in der öffentlichen Wahrnehmung und somit auch für zukünftige Arbeitgeber ‚aufgehübscht‘ werden musste. Denn Konflikte wie der mit Mislintat konnten nicht unter der Decke bleiben.
Seit der Winterpause wurde Tuchel zusehends ‚weicher‘, zugewandter in seinen statements, und er thematisierte plötzlich Dinge, die vorher nie ein Thema für ihn waren. Watzke und Co haben das wohl auch registriert, aber dem kaum Beachtung geschenkt. Ein Fehler, denn sie wurden so zu Getriebenen und Tuchel/Meinking waren die Treiber.
Richtig böse wurde es dann nach der Sperrung der Südtribüne als Bestrafung für die Vorfälle beim Spiel gegen RB Leipzig. Für Watzke war dies eine der prekärsten Situationen in seiner Amtszeit überhaupt. Unter den Fans auf der Südtribüne rumorte es gewaltig, weil man mit Neuregelungen der Clubführung bezüglich Dauerkarten, Auswärtstickets, etc. nicht einverstanden war. Der BVB war wegen Fanausschreitungen mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt worden, die so etwas wie ein letzter Schuss vor den Bug waren. Watzke hatte sich in der Öffentlichkeit gegen das ‚Modell Leipzig‘ positioniert und damit auch exponiert. Und dann kamen die Vorfälle um das Leipzig-Spiel herum (Attacken einer Gruppe gewalttätiger BVB-Fans auf friedliche Leipzig-Anhänger, geschmacklose und beleidigende Transparente im Stadion auf der Südtribüne).
Die Diskussion um diese Vorfälle nahm in kürzester Zeit eine ungeheure Dynamik an und war medial das bestimmende Thema. Der BVB und insbesondere Watzke standen am öffentlichen Pranger. Natürlich waren es im Vergleich zum Fassungsvermögen der Südtribüne nur eine Handvoll ‚Fans‘, welche die Attacken durchgeführt hatte. Auch war nur eine Minderheit an der Plakataktion beteiligt und längst nicht alle Plakataussagen waren beleidigend und verunglimpfend. Einige waren diesbezüglich nicht zu beanstanden und einige in ihrer kritischen Aussage sogar recht witzig. Dennoch wurde mit der Sperrung der Südtribüne eine Kollektivbestrafungsmaßnahme diskutiert und dann auch durchgeführt. Clubintern wurde diskutiert dagegen vorzugehen. Die Voraussetzungen, mit einem Einspruch erfolgreich zu sein, standen recht gut und die Fans auf der Südtribüne (immerhin knapp 25.000) erwarteten auch, dass der Club rechtlich gegen die Sanktion vorging. Doch die Clubführung entschied sich, die Strafmaßnahme zu akzeptieren. Nicht zu Unrecht fürchtete man, dass ein Einspruch das ohnehin angekratzte Bild des BVB weiter beschädigen würde.
Der ohnehin schon vorhandene Unmut eines Teils der Fans wegen der Änderungen bei den Tickets wuchs immens und schlug in Frust und Ablehnung der Cubführung um. Die Stimmung war ‚explosiv‘ und ein einheitliches Auftreten aller Verantwortlichen im Club zur Verteidigung des eigenen Verhaltens war angezeigt. Und justament in dieser Situation überzog es Tuchel mit seiner Außendarstellung. Die auf Kosten der Clubverantwortlichen ging, insbesondere auf Watzkes Kosten. Tuchel hat sich immer distanziert zur Fanszene verhalten und nur einmal ganz zu Beginn ein Meeting von Fandelegierten besucht. In einer Pressekonferenz parliert er plötzlich mit großem Herz über die Bedeutung der Südtribüne und die Situation der Fans. Genau dies meinte ich mit ‚überpacen‘. Die ‚Botschaft‘ jedenfalls kam bei den Fans an. Hier der verständnisvolle Tuchel, dort der Funktionär Watzke, der vor dem Verband einknickt.
So geht Imagekorrektur heute.
Meinking ist ein Vollprofi und er ist in der Tat ‚vernetzt‘ in der Medienlandschaft. Mitunter überzieht er aber auch. Am Morgen des Trennungsgesprächs legte sein Unternehmen Tuchel einen Twitter-account an. Die ersten ‚follower‘ waren fast ausnahmslos Journalisten von BILD/Springer und Die Zeit. Das war dann vielleicht doch zu auffällig und diese verschwanden dann plötzlich wieder, um dann irgendwo in der Menge der weiteren ‚follower‘ wieder aufzutauchen. Tuchel verkündete dann (oder ließ verkünden) über Twitter als erster die Trennung vom BVB, fast zeitgleich mit der BILD. Aber deutlich bevor der BVB ein offizielles statement herausgab. Man setzt die ‚Themen‘ und der BVB muss reagieren.
Das wird sich wohl noch eine zeitlang so fortsetzen. Dass Meinking dabei nicht den schlechtesten Draht zu Die Zeit, BILD, FAZ, stern hat, ist offensichtlich. Die Lokal- und Regionalpresse (Ruhr-Nachrichten, WAZ/Funke) sowie die Süddeutsche (Röckenhaus) sind BVB-minded. Kicker und Handelsblatt betonen die Notwendigkeit einer Trennung von Tuchel, wobei mir hier eine enge Verbindung zur BVB-Clubführung nicht bekannt ist (was nichts heißen muss).
Das wird nun in der Sommerpause noch ein Weilchen so weitergehen. Aus Tuchels und Meinkings Sicht sicherlich nachvollziehbar, aber auch gefährlich. Schließlich geht es um einen neuen Job. Ganz gleich, ob nun Tuchel Leverkusen abgesagt hat oder ob man nur einer Absage Leverkusens zuvor gekommen ist, die Meinungen unter den Entscheidern bei Bayer bezüglich einer Verpflichtung Tuchels waren konträr. Und so dürfte es in anderen Clubs auch sein.
Ob Tuchel/Meinking da allerdings den richtigen Weg zur Imagepolitur eingeschlagen haben, ist eine andere Frage.
Kommentar(e) zur Analyse des Pokalfinales / Spielverlagerung.de