Platz 1 der besten Alben 2012:
Kendrick Lamar - good kid, m.A.A.d city
Hier ist sie, die Numero uno, die eins. Nachdem er 2011 mit seinem Independent Album "Section.80" schon Platz 4 meiner Hitliste erreichte, hat Dr. Dre's neueste Entdeckung Kendrick Lamar 2012 mit "good kid, m.A.A.d city" alles Andere getoppt.
Ich bin ja ein großer Fan von Konzeptalben. "good kid, m.A.A.d city" nimmt uns mit ins Jahr 2005. Wir dürfen den 17-jährigen Kendrick an einem ganz "normalen" Tag in seiner Hood Compton begleiten. Seine Sommeraffäre ist auf dem absteigeden Ast. Kendrick schnappt sich den Van seiner Oma und zieht los. Hier steigt die Geschichte ein. Er trifft seine Homies. Es wird getrunken, gekifft, geklaut, geschossen. Er fühlt sich wie ein junger Gott. Dann der Wechsel. Es passiert allerlei Scheiße. Menschen sterben. Es wird viel nachgedacht. Alles in allem keine neuen Themen, aber verdammt gut verpackt.
Die Produktionen der LP sind eher ruhig und atmosphärisch gehalten. Lediglich ein oder zwei Tracks können nicht ganz mit dem hohen Niveau des Restes mithalten. Kendrick hat zwar keine schöne Stimme, die weiß er aber perfekt einzusetzen. Er ist einer der wenigen MC's im Game, die wirklich musiklaisches Verständnis mitbringen. Gleichzeitig ist er ein begnadeter Songschreiber. Das zeigt sich in genialen Story Tellern. Lamar zieht einen richtig in seinen Bann, lässt einen Teil seines Lebens sein.
"good kid, m.A.A.d city" hat einfach das perfekte Komplettpaket: den Hit mit "Swimming Pools", die Weed-Hymne mit "The Recipe", was für die Raptechniker ("Backseat Freestyle"), was für die Ladys ("Poetic Justice"), die guten alten Westcoast Synthies (m.A.A.d City) und schließlich die wirklichen Meisterwerke ("Money Trees" & "Sing About Me, I'm Dying of Thirst"). Mit "good kid, m.A.A.d city" hat er den modernen Klassiker für die junge schwarze Jugend Amerikas geschaffen. Ich bin mir sicher, dass dieses Zeitdokument noch lange Anklang finden wird.
Was mich besonders freut, ist, dass das beste Rapalbum 2012 sich auch noch am Besten verkauft hat, nämlich inzwischen über 900.000 mal allein in den USA. Ganz nebenbei wurde Kendrick Lamar auch noch von MTV zum derzeit Hottest MC in the Game gewählt. Qualität kann also doch bei der Masse punkten! Und Dr. Dre ist mal wieder ein Coup gelungen. Während die halbe Welt vergeblich auf "Detox" wartet, beschert er der Welt einfach mal wieder einen neuen Rap-Superstar. Somit darf Kendrick Lamar nun in die Fußstapfen von Snoop Dogg, Eminem, 50 Cent und The Game treten. Dr. Dre ist fein raus und hat es trotzdem wieder mal allen gezeigt.
Kendrick Lamar - Bitch, Don't Kill My Vibe
Meezy













