Singer 911 im Retrolook - go vs. no
Ein 60er Jahre 911er mit der Technik der guten alten 90er. Auch wenn der US Autobauer Singer dieses Retromodell erst jetzt, 2011, launcht, ist die Technik schon veraltet.
Die 275er Schlappen auf der Hinterachse lassen das geübte Auge sofort den Unterschied zu einem original 911er erkennen. Mächtige 17 Zoll-Felgen im tradierten Fuchsstil verlangen zwar nach einer Auswuchtung der Radkästen, doch ist das nicht die einzige Umbaumaßnahme, die aus einem eigentlich so schönen Wagen, einen Opa auf Crack machen.
Die Krönung des schlechten Geschmacks ist der ausfahrbare Heckspoiler, den der 911er aber gut gebrauchen kann. Mehr als 270 km/h soll der 911 Singer auf den Asphalt zaubern.
Die 425 PS des selbst konstruierten 3,8-Liter-Boxermotors – alternativ ist auch eine 3,6-Liter-Maschine zu haben – müssen lediglich knapp 1100 Kilo in Bewegung bringen. Ein Karbonkleid machts möglich. In rund vier Sekunden schafft es der Singer-911 auf Tempo 100, maximal sollen 273 km/h drin sein. Geschaltet wird per manuellem Fünfgang- oder Sechsgang-Getriebe aus dem Porsche 993, eine fest zupackende Brembo-Anlage stoppt den Vorwärtsdrang. In Sachen Sicherheitsausstattung kommt der Retro-Porsche dann ganz nach dem Original – ESP und Airbags sind Fehlanzeige, immerhin ist ABS an Bord. Komfort ist dagegen kein Fremdwort: Klima , Satellitenradio und Navi machen den Singer 911 zeitgemäß, geschickt sind die entsprechenden Regler in das 60er-Jahre-Cockpit integriert. Selbstredend ist ein solches Auto alles andere als ein Schnäppchen. Die Preise für die Topversion beginnen bei umgerechnet 210.000 Euro










