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PM: Hausbesetzung von âProject Shelterâ erfolgreich
Die Gruppe Project Shelter hat gestern, am 5. Juli um 19:30 Uhr, das leerstehendes GebaÌude an der Ecke BergerstraĂe 307/SpillingstraĂe 47 in Frankfurt Bornheim besetzt. Durch Verhandlungen mit dem Hausbesitzer konnte die Besetzung erfolgreich zu Ende gefuÌhrt werden: Das Bistro im Erdgeschoss soll zukuÌnftig von Project Shelter genutzt werden duÌrfen, um die OÌrtlichkeit beispielsweise fuÌr Treffen, Veranstaltungen und ein BegegnungscafeÌ, in dem sich Migrant*innen und andere Frankfurter*innen treffen koÌnnen, zu nutzen. Die Besetzung endete um 22:30 Uhr mit einer spontanen Demonstration mit uÌber 300 Teilnehmer*innen zur Konstablerwache. Die Verhandlungen zwischen Project Shelter und dem Hausbesitzer werden heute fortgefuÌhrt, um weitere Details zu klaÌren. âWir sind sehr froh, dass der Hausbesitzer unser Anliegen verstanden hat und wir so zu einer Einigung kommen konnten - ein wichtiger Teilerfolg fuÌr unser Projekt, denn endlich werden wir einen festen Ort fuÌr viele unserer AktivitaÌten haben koÌnnenâ, so der Aktivist Jakob Dettmar. Nun appelliert die Gruppe erneut an die Stadtpolitik. Denn eine Unterbringung von obdachlosen Migrant*innen ist nach wie vor nicht moÌglich: âStatt leeren Wahlkampfversprechen brauchen wir endlich etwas handfestes: Ein Haus, in dem wir ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum etablieren koÌnnenâ. Daher sind weitere Aktionen fuÌr diesen Monat geplant.
Ziel von Project Shelter ist ein Willkommens- und Beratungszentrum mit WohnmoÌglichkeiten fuÌr obdachlose GefluÌchtete und Migrant*innen. Als Begegnungsort soll ein solches Haus allen Frankfurter*innen offen stehen und aktiv in den Stadtteil eingebunden sein. Project Shelter hat mit der gewaltfreien Besetzung auf die Notlage von uÌber 70 Migrant*innen der Gruppe, die keinerlei staatlichen Hilfeleistungen erhalten und daher permanent von der Obdachlosigkeit bedroht sind. Obwohl Project Shelter seit uÌber einem Jahr die UnterstuÌtzung der Stadt Frankfurt fordert, bleibt diese auch nach zahlreichen GespraÌchen und AntraÌgen in staÌdtischen Gremien aus. âDer gestrige Abend hat eine praktische Alternative zu Ausgrenzung, Rassismus und Obdachlosigkeit aufgezeigt. Niemand sollte auf der StraĂe schlafen muÌssen, schon gar nicht in einer Stadt voller Leerstand. Die uÌber 300 UnterstuÌtzer*innen und die erfolgreichen Verhandlungen haben erneut klar gemacht: eine solidarische Stadt fuÌr alle ist gewollt und moÌglich. Jetzt ist es an der Stadtpolitik, dieses Signal endlich zu verstehen und ein Haus zu VerfuÌgung zu stellen, in dem obdachlose Migrant*innen unterkommen und ein eigenes Leben starten koÌnnen. Die Politik kann sich nicht mehr rausredenâ, resuÌmiert Jakob Dettmar. âWir haben alle schon in anderen europaÌischen LaÌndern gelebt, viele von uns duÌrften vom Gesetz her hier arbeiten - aber dafuÌr brauchen wir ein Zentrum, wo wir ankommen, wohnen, Arbeit suchen koÌnnen, um in ein Leben in Freiheit zu beginnen. Als Neuankommer in der Stadt wird uns das bisher unmoÌglich gemachtâ, begruÌndet die Aktivistin Isa B.* das Anliegen von âProject Shelterâ. Das Projekt appelliert an alle Frankfurter*innen, den Druck auch in den kommenden Wochen hochzuhalten. âDas war erst der Anfang unseres Aktionsmonats - gemeinsam wollen wir den Protest wieder staÌrker vor und in den RoÌmer tragenâ. so Jakob Dettmar. Die Gruppe laÌdt daher fuÌr naÌchsten Dienstag um 19 Uhr zu einer zweiten Aktion an den Campus Bockenheim - âes soll noch eine UÌberraschung bleiben, was wir dieses Mal planenâ.
OHNE HAUS KOMMT DER EHRENAMTLICHE EINSATZ SCHON LAÌNGST AN SEINE GRENZEN
Das selbstverwaltete Zentrum soll ein Ort des Ankommens fuÌr Zugewanderte sein, die von den staÌdtischen Anlaufstellen keine Hilfeleistungen erhalten. Viele solidarische Frankfurter*innen haben in den letzten Jahren daher ihre Zimmer oder Couches zur VerfuÌgung gestellt, wenn sie beispielsweise verreist waren - so
Project Shelter 6. Juli 2016 kann Project Shelter rund 70 Personen unterbringen, aber immer nur fuÌr kurze Zeit. Die Migrant*innen sind
daher permanent von der Obdachlosigkeit bedroht. Der ehrenamtliche Einsatz ist schon laÌngst an seine Grenzen gekommen: Jede Woche werden dutzende Migrant*innen erneut obdachlos. Und ohne festen Wohnort und damit Meldeadresse koÌnnen sie keine Arbeitserlaubnis bekommen - selbst wenn sie ein Jobangebot haben.
EIN SELBSTVERWALTETES ZENTRUM: UNTERKUNFT, BERATUNG, BEGEGNUNG UND SELBSTBESTIMMTES LEBEN
Neben mittelfristigen Wohneinheiten und NotschlafplaÌtzen fuÌr neu Ankommende soll ein selbstverwaltetes Zentrum daher auch ein BegegnungscafeÌ und RaÌumlichkeiten fuÌr die Vernetzung von sozialen Projekten beherbergen. Zentrale Forderung ist dabei, dass Wasser und ElektrizitaÌt von der Stadt uÌbernommen und das Haus als Meldeadresse anerkannt wird, damit die dort untergekommenen Migrant*innen Arbeit suchen und in ein selbstbestimmtes Leben starten koÌnnen. âIch finde es wichtig, dass es nicht nur um Unterkunft geht, sondern um politische Aktionen. Ein selbstorganisiertes Zentrum waÌre sehr wichtig fuÌr diese Stadt, um gegen Rassimus zu kaÌmpfen, Zugang zu Bildung zu ermoÌglichen, sich mit den anderen Menschen in der Stadt auszutauschen,â so Aktivist Zacharia Omar.
NATIONALISMUS UND RASSISMUS ENDLICH AKTIV BEKAÌMPFEN
Die Isolation von Migrant*innen endlich uÌberwinden - das koÌnnte ein selbstverwaltetes Zentrum. Nicht nur die groĂen Lager wie Idomeni an der griechischen Grenze erinnern uns daran, dass viele Migrant*innen unter unwuÌrdigen Bedingungen leben - auch direkt hier in Frankfurt muÌssen Menschen alltaÌglich ohne Versorgung unter BruÌcken am Main oder rund um den Hauptbahnhof leben. Das zeigt: Die Grenzen verlaufen nicht nur an der gemeinsamen europaÌischen AuĂengrenzen im Mittelmeer. Auch in der Stadt werden die Grenzen durch willkuÌrliche Polizeikontrollen und racial profiling, durch die VerunmoÌglichung, eine Arbeitsstelle anzunehmen immer wieder praÌsent. âWenn wir zur AuslaÌnderbehoÌrde gehen, haben wir das GefuÌhl: die haben SpaĂ daran, uns zu demuÌtigen. Sie scheinen die Gesetze willkuÌrlich auszulegen, lassen uns immer wieder Dokumente mitbringen, die schon laÌngst vorliegen, und Monate auf ein Ergebnis warten. Wir wollen endlich arbeiten gehen koÌnnen, doch uns werden nur Steine in den Weg gelegt: Sie wollen uns hier nicht habenâ, erzaÌhlt die Aktivistin Joy A*. Gerade in Zeiten von AfD, Pegida und brennenden FluÌchtlingsunterkuÌnften ist es unumgaÌnglich, sich Rassismus - ob von BehoÌrden oder im Alltag - entschieden entgegen zu stellen. Den eins ist klar: Die nationale Mobilmachung und rechte Hetzte gegen GefluÌchtete und Migrant*innen in Europa ist brandgefaÌhrlich. EuropaÌische LaÌnder schieben sich Migrant*innen gegenseitig zu, illegalisieren sie, treiben sie mit rassistischen Gesetzen und der Aberkennung von elementaren Grundrechten in die Obdachlosigkeit, an den Rand der Gesellschaft und nicht zuletzt in den Tod auf dem Mittelmeer. âWir haÌtten in Frankfurt jetzt die Chance, endlich einen Gegenpunkt setzen: eine gelebte Alternative und ein klares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und fuÌr eine solidarische Gesellschaft,â so Jakob Dettmar.
STADTPOLITIK HAÌLT IHRE VERSPRECHEN NICHT
Bereits im Dezember 2015 und Februar 2016 hat Project Shelter zwei HaÌuser besetzt. In beiden FaÌllen raÌumte die Polizei gewaltsam. Seitdem wurde dem Projekt viel SolidaritaÌt aus der BevoÌlkerung und der Politik signalisiert. Noch vor der Wahl wurde der Antrag, ein selbstverwaltetes Zentrum zu ermoÌglichen. vom staÌdtischen Planungs- und Bauausschuss als auch vom Sozialausschuss, u. a. durch die Stimmen von
Project Shelter 6. Juli 2016 CDU und GruÌnen, abgelehnt. Sowohl SPD als auch GruÌne haben sich in ihren Wahlprogrammen fuÌr eine
entsprechende UnterstuÌtzung von Project Shelter ausgesprochen. Der neue Planungsdezernent und SPD- Vorsitzende Mike Josef hatte beim FR-StadtgespraÌch vor der Wahl bekundet, er wolle eine Shelter moÌglich machen, wenn er in ein entsprechendes Amt kaÌme. âEs ist mehr als an der Zeit, dass die Stadtpolitik ihre Versprechen einloÌstâ, fordert Jakob Dettmar.
KEINE WOHNUNG, KEINE ARBEIT â KEINE ARBEIT, KEINE WOHNUNG
âProject Shelter" unterscheidet nicht zwischen âKriegs-â und âArmutsfluÌchtlingen". Viele Migrant*innen aus dem Projekt haben einen dauerhaften Aufenthaltstitel in europaÌischen Staaten wie Italien. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise verloren sie erst ihre Arbeit und dann ihre Wohnung. Viele sahen keine andere MoÌglichkeit, als in anderen Staaten nach Arbeit zu suchen. In Deutschland bekommen sie allerdings keinerlei UnterstuÌtzung vom Staat und muÌssen innerhalb von drei Monaten Arbeit finden, um die Chance auf einen dauerhaften Aufenthalt zu erhalten. Hier beginnt der Teufelskreis: Ohne Arbeitsstelle koÌnnen sie sich keine Wohnung leisten; ohne einen festen Wohnsitz mit Meldeadresse duÌrfen sie keine Arbeitsstelle annehmen. Dies fuÌhrt ohne UnterstuÌtzung zwangslaÌufig in die Obdachlosigkeit. Eine Meldeadresse ist daher zentral fuÌr ein selbstbestimmtes Leben.
EIN PROJEKT VON UND MIT MIGRANT*INNEN
Seit Dezember 2014 versucht die Gruppe, obdachlose GefluÌchtete und Migrant*innen in Wohnungen in Frankfurt/Main unterzubringen. Schnell war klar: Die kurzfristigen PlaÌtze in beispielsweise Wohngemeinschaften reichen nicht aus. So kam es zum Entschluss, auf politischen Weg eine langfristige LoÌsung zu suchen. Aus reiner UnterstuÌtzung wurde ein politisches Projekt: Eine Gruppe aus rund 80 Migrant*innen, GefluÌchteten und anderen Frankfurter*innen, die gemeinsam fuÌr ein Ziel kaÌmpft: ein selbstverwaltetes Zentrum, das als Anlaufstelle fuÌr schutzsuchende Menschen in Frankfurt dienen soll. Project Shelter versteht sich nicht als ein Projekt fuÌr Mirgrant*innen, sondern von und mit Migrant*innen. Die Gruppe moÌchte gemeinsam und auf AugenhoÌhe an ihren Zielen arbeiten. Diese widerum speisen sich direkt aus den BeduÌrfnissen und Erfordernissen der Migrant*innen.
*Namen geaÌndert
Gerne stehen wir Ihnen fuÌr Interviews jederzeit zur VerfuÌgung.
[email protected] 0178-7180752
Website: www.projectshelter.net Twitter: www.twitter.com/projectshelter_ Facebook: www.facebook.com/Project.Shelter.FFM
PM: âProject Shelterâ besetzt leerstehendes GebĂ€ude in Frankfurt fĂŒr obdachlose FlĂŒchtlinge und Migrant*innen
Wir laden Sie herzlich ein, unserer Besetzung des GebĂ€udes an der Ecke BergerstraĂe 307/SpillingstraĂe 47 in Frankfurt Bornheim beizuwohnen und stehen fĂŒr Interviews jederzeit zur VerfĂŒgung.
[email protected] 0178-7180752 Website: www.projectshelter.net Twitter: www.twitter.com/projectshelter_ Â Facebook: www.facebook.com/Project.Shelter.FFM
Die Gruppe Project Shelter hat heute, am 5. Juli um 19:30 Uhr, das leerstehendes GebĂ€ude an der Ecke BergerstraĂe 307/SpillingstraĂe 47 in Frankfurt Bornheim besetzt. Das Projekt möchte dort ein Willkommens- und Beratungszentrum mit Wohnmöglichkeiten fĂŒr obdachlose GeflĂŒchtete und Migrant*innen einrichten. Als Begegnungsort soll das Haus allen Frankfurter*innen offen stehen und aktiv in den Stadtteil eingebunden sein. Project Shelter reagiert mit der gewaltfreien Besetzung auf die Notlage von ĂŒber 70 Migrant*innen der Gruppe, die keinerlei staatlichen Hilfeleistungen erhalten und daher permanent von der Obdachlosigkeit bedroht sind. Obwohl Project Shelter seit ĂŒber einem Jahr die UnterstĂŒtzung der Stadt Frankfurt fordert, bleibt diese auch nach zahlreichen GesprĂ€chen und AntrĂ€gen in stĂ€dtischen Gremien aus. âWir haben alle schon in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern gelebt, viele von uns dĂŒrften vom Gesetz her hier arbeiten - aber dafĂŒr brauchen wir ein Zentrum, wo wir ankommen, wohnen, Arbeit suchen können, um in ein Leben in Freiheit zu beginnen. Als Neuankommer in der Stadt wird uns das bisher unmöglich gemachtâ, sagt die Aktivistin Isa B.* von âProject Shelterâ. Jetzt soll der Protest mit einer erneuten Besetzung wieder stĂ€rker auf die StraĂe getragen werden: âWir setzen auf die vielen solidarischen Frankfurter*innen - gemeinsam können wir eine Stadt fĂŒr alle ermöglichenâ, so der Aktivist Jakob Dettmar. Das selbstverwaltete Zentrum soll ein Ort des Ankommens fĂŒr Zugewanderte sein, die von den stĂ€dtischen Anlaufstellen keine Hilfeleistungen erhalten. Viele solidarische Frankfurter*innen haben in den letzten Jahren daher ihre Zimmer oder Couches zur VerfĂŒgung gestellt, wenn sie beispielsweise verreist waren - so kann Project Shelter rund 70 Personen unterbringen, aber immer nur fĂŒr kurze Zeit. Die Migrant*innen sind daher permanent von der Obdachlosigkeit bedroht. Der ehrenamtliche Einsatz ist schon lĂ€ngst an seine Grenzen gekommen: Jede Woche werden dutzende Migrant*innen erneut obdachlos. Und ohne festen Wohnort und damit Meldeadresse können sie keine Arbeitserlaubnis bekommen - selbst wenn sie ein Jobangebot haben. âDie Boote sind voll, aber die HĂ€user leer? Niemand sollte auf der StraĂe schlafen mĂŒssen, schon gar nicht in einer Stadt voller Leerstandâ, betont Jakob Dettmar.
Ein selbstverwaltetes Zentrum: Unterkunft, Beratung, Begegnung und Selbstbestimmtes Leben
Neben mittelfristigen Wohneinheiten und NotschlafplĂ€tzen fĂŒr neu Ankommende soll das Haus daher auch ein BegegnungscafĂ© und RĂ€umlichkeiten fĂŒr die Vernetzung von sozialen Projekten beherbergen. Zentrale Forderung ist dabei, dass Wasser und ElektrizitĂ€t von der Stadt ĂŒbernommen und das Haus als Meldeadresse anerkannt wird, damit die dort untergekommenen Migrant*innen Arbeit suchen und in ein selbstbestimmtes Leben starten können. âIch finde es wichtig, dass es nicht nur um Unterkunft geht, sondern um politische Aktionen. Ein selbstorganisiertes Zentrum wĂ€re sehr wichtig fĂŒr diese Stadt, um gegen Rassimus zu kĂ€mpfen, Zugang zu Bildung zu ermöglichen, sich mit den anderen Menschen in der Stadt auszutauschen,â so Aktivist Zacharia Omar.Â
Nationalismus und Rassismus endlich aktiv bekÀmpfen
Die Isolation von Migrant*innen endlich ĂŒberwinden - das könnte ein selbstverwaltetes Zentrum. Nicht nur die groĂen Lager wie Idomeni an der griechischen Grenze erinnern uns daran, dass viele Migrant*innen unter unwĂŒrdigen Bedingungen leben - auch direkt hier in Frankfurt mĂŒssen Menschen alltĂ€glich ohne Versorgung unter BrĂŒcken am Main oder rund um den Hauptbahnhof leben. Das zeigt: Die Grenzen verlaufen nicht nur an der gemeinsamen europĂ€ischen AuĂengrenzen im Mittelmeer. Auch in der Stadt werden die Grenzen durch willkĂŒrliche Polizeikontrollen und racial profiling, durch die Verunmöglichung, eine Arbeitsstelle anzunehmen immer wieder prĂ€sent. âWenn wir zur AuslĂ€nderbehörde gehen, haben wir das GefĂŒhl: die haben SpaĂ daran, uns zu demĂŒtigen. Sie scheinen die Gesetze willkĂŒrlich auszulegen, lassen uns immer wieder Dokumente mitbringen, die schon lĂ€ngst vorliegen, und Monate auf ein Ergebnis warten. Wir wollen endlich arbeiten gehen können, doch uns werden nur Steine in den Weg gelegt: Sie wollen uns hier nicht habenâ, erzĂ€hlt die Aktivistin Joy A*. Gerade in Zeiten von Afd, Pegida und brennenden FlĂŒchtlingsunterkĂŒnften ist es unumgĂ€nglich, sich Rassismus - ob von Behörden oder im Alltag - entschieden entgegen zu stellen. Den eins ist klar: Die nationale Mobilmachung und rechte Hetzte gegen GeflĂŒchtete und Migrant*innen in Europa ist brandgefĂ€hrlich. EuropĂ€ische LĂ€nder schieben sich Migrant*innen gegenseitig zu, illegalisieren sie, treiben sie mit rassistischen Gesetzen und der Aberkennung von elementaren Grundrechten in die Obdachlosigkeit, an den Rand der Gesellschaft und nicht zuletzt in den Tod auf dem Mittelmeer. âWir hĂ€tten in Frankfurt jetzt die Chance, endlich einen Gegenpunkt setzen: eine gelebte Alternative und ein klares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und fĂŒr eine solidarische Gesellschaft,â so Jakob Dettmar.
Stadtpolitik hÀlt ihre Versprechen nicht
Bereits im Dezember 2015 und Februar 2016 hat Project Shelter zwei HĂ€user besetzt. In beiden FĂ€llen rĂ€umte die Polizei gewaltsam. Seitdem wurde dem Projekt viel SolidaritĂ€t aus der Bevölkerung und der Politik signalisiert. Noch vor der Wahl wurde der Antrag, ein selbstverwaltetes Zentrum zu ermöglichen. vom stĂ€dtischen Planungs- und Bauausschuss als auch vom Sozialausschuss, u. a. durch die Stimmen von CDU und GrĂŒnen, abgelehnt. Sowohl SPD als auch GrĂŒne haben sich in ihren Wahlprogrammen fĂŒr eine entsprechende UnterstĂŒtzung von Project Shelter ausgesprochen. Der neue Planungsdezernent und SPD-Vorsitzende Mike Josef hatte beim FR-StadtgesprĂ€ch vor der Wahl bekundet, er wolle eine Shelter möglich machen, wenn er in ein entsprechendes Amt kĂ€me. âEs ist mehr als an der Zeit, dass die Stadtpolitik ihre Versprechen einlöstâ, fordert Jakob Dettmar.
Keine Wohnung, keine Arbeit â keine Arbeit, keine Wohnung
âProject Shelter" unterscheidet nicht zwischen âKriegs-â und âArmutsflĂŒchtlingen". Viele Migrant*innen aus dem Projekt haben einen dauerhaften Aufenthaltstitel in europĂ€ischen Staaten wie Italien. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise verloren sie erst ihre Arbeit und dann ihre Wohnung. Viele sahen keine andere Möglichkeit, als in anderen Staaten nach Arbeit zu suchen. In Deutschland bekommen sie allerdings keinerlei UnterstĂŒtzung vom Staat und mĂŒssen innerhalb von drei Monaten Arbeit finden, um die Chance auf einen dauerhaften Aufenthalt zu erhalten. Hier beginnt der Teufelskreis: Ohne Arbeitsstelle können sie sich keine Wohnung leisten; ohne einen festen Wohnsitz mit Meldeadresse dĂŒrfen sie keine Arbeitsstelle annehmen. Dies fĂŒhrt ohne UnterstĂŒtzung zwangslĂ€ufig in die Obdachlosigkeit. Eine Meldeadresse ist daher zentral fĂŒr ein selbstbestimmtes Leben. Ein Projekt von und mit Migrant*innen
Seit Dezember 2014 versucht die Gruppe,  obdachlose GeflĂŒchtete und Migrant*innen in Wohnungen in Frankfurt/Main unterzubringen. Schnell war klar: Die kurzfristigen PlĂ€tze in beispielsweise Wohngemeinschaften reichen nicht aus. So kam es zum Entschluss, auf politischen Weg eine langfristige Lösung zu suchen. Aus reiner UnterstĂŒtzung wurde ein politisches Projekt: Eine Gruppe aus rund 80 Migrant*innen, GeflĂŒchteten und anderen Frankfurter*innen, die gemeinsam fĂŒr ein Ziel kĂ€mpft: ein selbstverwaltetes Zentrum, das als Anlaufstelle fĂŒr schutzsuchende Menschen in Frankfurt dienen soll. Project Shelter versteht sich nicht als ein Projekt fĂŒr Mirgrant*innen, sondern von und mit Migrant*innen. Die Gruppe möchte gemeinsam und auf Augenhöhe an ihren Zielen arbeiten. Diese widerum speisen sich direkt aus den BedĂŒrfnissen und Erfordernissen der Migrant*innen. *Namen geĂ€ndert
***Aktionsmonat fĂŒr Project.Shelter, Treffpunkt: Jeden Dienstag im Juli um 19 Uhr auf dem Campus Bockenheim***
[English below]
Es ist ZeitâŠ
âŠfĂŒr mehr SolidaritĂ€t!
Frankfurt ist wohlhabend, doch viele der Menschen die hier leben sind es nicht. Etliche Bewohner*innen dieser Stadt teilen Ă€hnliche Ăngste und Sorgen. Steigende Mieten, hohe Lebenshaltungskosten und systematische VerdrĂ€ngung schaffen zudem Ărger und Frustration. Unkommerzielle öffentliche RĂ€ume, in denen Menschen sich zwanglos begegnen, austauschen und gemeinsam in neuen Initiativen aktiv werden können, gibt es ebenfalls immer weniger. Obdachlosigkeit gehört seit lĂ€ngerem fest zum Stadtbild. Die Initiative Project.Shelter hat sich deshalb im Winter 2014 gegrĂŒndet, um vor allem obdachlose Migrant*innen zu unterstĂŒtzen, die ansonsten kein Anrecht auf staatliche Hilfeleistungen haben. Von Anfang an war allen Beteiligten klar, dass das Problem der migrantischen Obdachlosigkeit nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern im Kontext einer (kommunalen) Politik steht, die nur an potenziellen Investor*innen und wohlhabenden Kreisen ausgerichtet zu sein scheint. Bei sozialpolitischen Themen werden dabei regelmĂ€Ăig die Interessen von benachteiligten Gruppen systematisch gegeneinander ausgespielt. FĂŒr uns ist klar: der aktuelle Mangel an HĂ€usern und RĂ€umen fĂŒr soziales Wohnen sowie solidarische Projekte ist keine unumstöĂliche Notwendigkeit, sondern lediglich einem mangelnden politischen Willen geschuldet. Um dies zu Ă€ndern, wollen wir uns gemeinsam mit Allen Menschen organisieren, die genug haben von den ewig gleichen AusflĂŒchten und leeren Versprechungen. Ein gutes Leben fĂŒr Alle Menschen in dieser Stadt ist kein abstrakter Traum, sondern eine reelle Möglichkeit, wenn wir anfangen, zusammen dafĂŒr zu kĂ€mpfen.
âŠfĂŒr ein Ende von Rassismus und Diskriminierung!       Â
Die Festung Europa fordert ihre Opfer nicht nur an den AuĂengrenzen, sondern auch im Inneren. Die WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse schutzsuchender Menschen spielen in der Migrationsgesetzgebung kaum eine Rolle. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass diskriminierende MaĂnahmen, schlechte Versorgung und regelmĂ€Ăige Abschiebungen vor allem auch der Abschreckung von Menschen dienen sollen, die den Weg nach Europa noch nicht angetreten haben. Gleichzeitig entsprechen diese Zuspitzungen dem rassistischen BedĂŒrfnis von Teilen der vermeintlich âeinheimischenâ Bevölkerung(en) Europas nach einer relativen Besserstellung gegenĂŒber den vermeintlich âFremdenâ. Schutzsuchende Migrant*innen, die es nach Europa geschafft haben, werden in der Konsequenz wahlweise als billige ArbeitskrĂ€fte ausgebeutet, sind Manövriermasse fĂŒr nationale Interessen oder werden als ungewollter Ballast behandelt und zwischen den einzelnen Staaten hin und her geschoben. Hinzu kommt ein historisch gewachsener, alltĂ€glicher Rassismus - ein GefĂŒhl einer vermeintlichen europĂ€ischen oder auch deutschen âĂberlegenheitâ, das gleichzeitig auch die geistige Grundlage fĂŒr immer neue gewalttĂ€tige Ăbergriffe schafft. In vielen europĂ€ischen GroĂstĂ€dten â und so auch in Frankfurt â entstehen Zeltlager unter BrĂŒcken. Man sieht etliche Menschen, vor allem Migrant*innen, die in Parks oder in HauseingĂ€ngen schlafen mĂŒssen. Uns ist es egal, woher Menschen kommen oder welcher Status ihnen zugeschrieben wird. Eine wirklich offene und solidarische Gesellschaft kann nicht auf Mauern, ZĂ€unen und systematischer Ausgrenzung aufgebaut sein. Wir wollen deshalb zusammen Grenzen einreiĂen und Rassismus in all seinen Formen den Kampf ansagen.
...fĂŒr ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum in Frankfurt!
Auch wir glauben nicht, dass ein einziges Haus von einem Tag auf den anderen all die bereits aufgezĂ€hlten MissstĂ€nde beseitigen kann. Unser Zentrum könnte jedoch ein Ort werden, an dem unterschiedliche Menschen sich begegnen, austauschen und gemeinsam organisieren. Es soll gleichzeitig ein Schutzraum und eine Beratungsstelle fĂŒr Migrant*innen sowie fĂŒr Alle anderen Menschen sein, die in dieser Gesellschaft von Diskriminierung betroffen sind. Wir wollen einen Ausgangspunkt fĂŒr grundlegende VerĂ€nderungen in Frankfurt und darĂŒber hinaus schaffen. Wir wollen eine Stadt fĂŒr Alle! Wir wollen eine Gesellschaft, die offen und solidarisch organisiert ist. Wir kĂ€mpfen seit ĂŒber einem Jahr und haben nicht vor damit aufzuhören, bis wir unsere Ziele erreicht haben.
Es ist Zeit, gemeinsam den Beton aufzubrechen und etwas völlig Neues zu schaffen. Es ist ZeitfĂŒr ein #Shelter in Frankfurt! Â
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***Action Month for Project.Shelter, Meeting point: Every Tuesday in July, 7pm at Campus Bockenheim***
It's time...
...for more solidarity!
Frankfurt is wealthy, yet many of the people living here are not. Quite a few of the citizens of Frankfurt share common fears and concerns. Furthermore, increasing rents, the high cost of living and systematic gentrification create anger and frustration. Non-commercial public spaces in which people can meet one another, exchange experiences and together engage in new initiatives are becoming increasingly rare. Homelessness has long been and is still a part of the cityscape. The initiative Project.Shelter was therefore founded in the winter of 2014, in order to support homeless migrants who have no right to governmental assistance. From the beginning on, all people involved in the project knew that the problem of homelessness among migrants canât be seen isolated, but only in the context of a local political practice which only seems to be oriented towards potential investors and affluent circles.
In the process of addressing socio-political topics, the interests of marginalized groups are regularly played-off against each other. Therefore, we are convinced that the momentary lack of houses and spaces for social living as well as for projects based on solidarity is no unalterable necessity, but merely owing to a lack of political will. In order to change this, we would like to organize with all those people that are tired of the same old excuses and empty promises. A good life for all the inhabitants of this city is not an abstract dream but, a real possibility, once we start to collectively fight for it.
...to put an end to racism and discrimination!
Fortress Europe is claiming victims not only at its external frontiers but also in the inner. The desires and needs of people seeking protection hardly play any part in the current migration legislation. It is an open secret that the discriminatory measures taken, the terrible provisioning and the continuous deportations are above all serving the cause of discouraging all those people that are not yet on their way to Europe. At the same time these accentuations are answering to the racist need of parts of the alleged âindigenous population(s)â of Europe after a relative betterment vis-Ă -vis the alleged âstrangersâ. Those migrants which have already made it to Europe are consequently treated either as cheap addition to the labour force, as âmanoeuvre-massâ for national interests or undesired ballast being thrust back and forth between the European states. Along with this comes a historically routed every-day racism â a feeling of European as well as German alleged âsuperiorityâ, which is constantly producing the climate in which violent attacks are being performed. In many European metropolises â Frankfurt being no exception â camps are coming into being under bridges. Wherever one goes, one sees people, most of them migrants, who need to sleep in parks and in building entrances. We donât care where people are from or what administrative status they are holding. A truly open society based on solidarity can never be built upon walls, fences and systemic marginalization. We therefore want to tear down borders and fight against racism in all of its manifestations.
...for a self-organized center for migrants in Frankfurt!
We also donât believe that a single house will, from one day to the next, put an end to all the above mentioned grievances. Our center could, however, be a place in which people can meet one another, exchange ideas and organize collectively â while at the same time being a safe-place for migrants and all those who are negatively affected by discrimination. We want to create a starting point for more fundamental changes in Frankfurt and beyond. We want a city for all! We want an open society that is organized on the principle of solidarity. We have been fighting well over a year now and we are not intending to stop until we reach our goals.
It is time to break up the concrete and create something completely new.
It is time for a #Shelter in Frankfurt!
[English below] Unterbringung, Kleidung, Lebensmittel, Tickets fĂŒr den Nahverkehr uvm....Bei all diesen Dingen unterstĂŒtzt der Verein F.U.G.E.E. (Frankfurter UnterstĂŒtzung Gegen EuropĂ€ische Exklusion) e.V. die Arbeit von Project.Shelter. Um dies auch weiterhin effektiv zu tun, brauchen wir eure UnterstĂŒtzung! Bitte gebt was ihr gerade entbehren könnt an*:
F.U.G.E.E. e.V. IBAN: DE27 5019 0000 7800 0152 48 BIC: FFVBDEFFXXX
* WICHTIG: Es können keine Spendenquittungen ausgestellt werden â Sorry. --- Accommodation, clothing, food, train tickets and much more⊠The association F.U.G.E.E. (Support from Frankfurt against European Exclusion) is supporting Project.Shelter with all these things. In order for them to continue please donate what you can to*: F.U.G.E.E. e.V. IBAN: DE27 5019 0000 7800 0152 48 BIC: FFVBDEFFXXX
*IMPORTANT: The association cannot give out receipts -Sorry!
Mittwoch, 24. Februar 2016 ab 20.00 Uhr// Wednesday, February 24th 2016 from 8pm >>> Solidarity Bar-Evening at Klapperfeld (KlapperfeldstraĂe 5)
»Ainât No Stoppinâ Us Now!« â Soli-Barabend fĂŒr Project.Shelter mit Musik und netten Menschen. FĂŒr eine solidarische Stadt und gegen (institutionalisierte) Traurigkeit in Frankfurt â und ĂŒberall!
Solidarity Bar-Evening for Project.Shelter with music and nice people. For more solidarity in our city and against (institutionalized) sadness in Frankfurt - and everywhere else!Â
#Shelternow in Sachsenhausen
Hier die Pressemitteilung und die Pressemappe zur Besetzung im Paradieshof.
https://www.dropbox.com/sh/wz3obi2xed8w83o/AACvDt5f-ucICcslkNCLr48za?dl=0
Pressetelefon: 0152-18016169 und 0152-15333017
Join the Mobile Living Room - Die Stadt gehört Allen! [English version below]Â
Zeit: Dienstag, 09.02.2016, 16 Uhr
Ort: Bornheim MitteÂ
WĂ€hrend die schwarz-grĂŒne Koalition im Römer noch immer ĂŒber die âPrioritĂ€tâ unseres Projektes debattiert, laden wir euch am nĂ€chsten Dienstag, den 9. Februar zu einer Tour durch Bornheim ein. Lasst uns zeigen, dass SolidaritĂ€t anders aussieht und begleitet das âmobile Wohnzimmerâ von Project.Shelter! In den letzten Wochen haben wir erneut im Planungs- und im Sozialausschuss der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung unsere Forderung nach einem Haus fĂŒr unser Projekt vorgestellt. Die Reaktionen darauf offenbarten die altbekannte Hinhaltestrategie. In einer anschlieĂenden E-Mail-Protestaktion forderten wir die Abgeordneten der regierenden Koalition dazu auf, noch in dieser Legislaturperiode einen Antrag in unserer Sache zu stellen. Wieder wurden wir mit der Aussicht auf weitere GesprĂ€che vertröstet. Aber wir können nicht lĂ€nger warten. Denn wirbrauchen JETZT einen Ort fĂŒr ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum!  Dort soll nicht nur die Vermittlung und Bereitstellung von SchlafplĂ€tzen sowie Beratung in bĂŒrokratischen und rechtlichen Angelegenheiten angeboten, sondern auch ein soziales Ankommen ermöglicht werden. Lasst uns zeigen, dass ein solidarisches Miteinander in der Stadt möglich ist und besucht am Dienstag unser âmobiles Wohnzimmerâ. Der Grundidee des Zentrums entsprechend, soll auch das âmobile Wohnzimmerâ ein offener Ort fĂŒr alle Interessierten und UnterstĂŒtzer*innen in Frankfurt sein. Kommt vorbei, informiert euch ĂŒber unser Projekt, lernt uns kennen und habt SpaĂ â allem Verwaltungswahnsinn zum Trotz. Wir treffen uns um 16 Uhr in Bornheim Mitte am UhrtĂŒrmchen und ziehen von dort ĂŒber den Luisenplatz und den Friedberger Platz zur FH. #KeinFrankfurtohneuns! --- Join the Mobile Living Room! While the politicians still discuss our projectâs âpriorityâ, we invite you to join ourâMobile Living Roomâ on a tour through Bornheim. Show that this is what solidarity looks like! During the las tfew weeks, Project.Shelter activists presented again their demand for a house to the City-planning and Social Committee of Frankfurt. As a reaction, the city is still trying to play the waiting game. The same tactics were used when we started a protest action via E-mail, to request the members of the city parliament to pressingly demand those in charge to take care of our matter. Once again, we were asked to patiently wait for further discussions.  But we canât wait any longer. We need room for a self-organized center for migrants NOW! Ashelter, where we offer not only places to sleep and legal advice, but also the chance to arrive socially in Frankfurt.  Letâs show, that solidarity in Frankfurt is possible and join our âMobile Living Roomâ onTuesday. Just as the basic idea of our shelter, the âMobile Living Roomâ should be an open space for everybody interested and in support of our project. Come around, learn more about our project, get to know us and just have a good time â despite all the trouble. We meet at Bornheim Mitte next to the clock-tower at 4 pm to walk to the âRed Houseâ at Fachhochschule via Luisenplatz and Friedbergerplatz.
Kein Plan mehr ohne unsâŠ
Kein Frankfurt ohne Shelter! Kommt alle zur öffentlichen Sitzung des stÀdtischen Planungsausschusses am Montag (18.1.)!
Treffpunkt: 16:30 Uhr am Römer (Besuchereingang: BethmannstraĂe 3)
Genauer Sitzungsort: Â 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 307 (Rathaus SĂŒdbau)
Am kommenden Montag, den 18.1., wird im Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung u.a. ein Antrag (NR 1345) verhandelt, der vom Magistrat fordert, âobdachlosen GeflĂŒchteten und Migrant*innen unverzĂŒglich geeignete RĂ€umlichkeiten fĂŒr ein Zentrum zur VerfĂŒgung zu stellen, in dem diesen in Frankfurt Schutz und Orientierungshilfe angeboten werden kannâ.
Der Antrag greift damit die zentrale Forderung unserer Initiative nach einem selbstverwalteten migrantischen Zentrum auf, fĂŒr die wir mit unterschiedlichen Kampagnen und Aktionen schon seit ĂŒber einem Jahr werben. Mitten im Winter könnte durch die Eröffnung eines solchen Zentrums nicht nur vielen Menschen in Notlagen geholfen werden, sondern auch ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung in der Stadt gesetzt werden, dessen Wirkung wohl weit ĂŒber Frankfurt hinausreichen wĂŒrde.
Gerade in Zeiten, in denen rassistische Gewalt einmal mehr droht zum Alltag zu werden, benötigen wir unkommerzielle und selbstverwaltete RĂ€ume fĂŒr einen gemeinsamen Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen HintergrĂŒnden. Wir brauchen Orte, in denen konkrete UnterstĂŒtzungsangebote, wie die Vermittlung und Bereitstellung von SchlafplĂ€tzen und Sprachkursen, genauso einen Platz finden wie gemeinsame kulturelle und politische Veranstaltungen.
Wir brauchen endlich einen Ort, an dem wir gegenseitige SolidaritÀt in der Stadt organisieren, auf- und ausbauen können!
Bei Project.Shelter geht es vor allem auch um Selbstbestimmung und Empowerment, d.h. die SelbstermĂ€chtigung von gesellschaftlich besonders diskriminierten Gruppen, wie obdachlosen Migrant*innen. Anders als viele andere soziale Einrichtungen kann unser Zentrum deshalb nur selbstverwaltet seinen Zweck erfĂŒllen, weil nur so verhindert werden kann, dass hilfesuchende Menschen einfach zu passiven Klient*innen einer Institution gemacht werden.
Wir fordern alle Stadtpolitiker*innen auf, etwaige parteipolitische oder wahlkampftaktische ErwĂ€gungen in diesem Fall auĂen vor zu lassen und fĂŒr den vorgelegten Antrag zu stimmen! Lasst uns gemeinsam mit dem âWillkommenâ ernst machen â und ein selbstverwatetes migrantisches Zentrum in Frankfurt eröffnen!Â
Zusammen wollen wir die öffentliche Sitzung des Planungsausschuss begleiten, um durch unser zahlreiches Erscheinen zu zeigen, dass wir es ALLE wirklich ernst meinen. Also kommt vorbei, bringt eure Freund*innen, Kolleg*innen und Familien mit!  Egal wie das Ergebnis am Ende aussieht, 2016 wird unser Jahr! FĂŒr eine solidarische Stadt fĂŒr Alle! Kein Mensch ist illegal!
Neue Petition an den Magistrat der Stadt Frankfurt
Wir fordern die sofortige Bereitstellung eines Hauses fĂŒr Project.Shelter!
Link zur Petition:Â https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-die-sofortige-bereitstellung-eines-hauses-fuer-project-shelter ----
An den Magistrat der Stadt Frankfurt,   seit fast einem Jahr kĂ€mpft Project.Shelter fĂŒr ein selbstverwaltetes Zentrum fĂŒr obdachlose Migrant*innen und GeflĂŒchtete. Wir haben etliche obdachlose Menschen in privaten UnterkĂŒnften untergebracht. Durch viele öffentliche Aktionen sowie eine Petition haben wir die Stadt immer wieder auf die Situation von Migrant*innen aufmerksam gemacht, die auf Frankfurts StraĂen schlafen mĂŒssen. Nun ist der Winter eingebrochen und die Stadt Frankfurt bleibt immer noch tatenlos. Wir nehmen nicht lĂ€nger hin, dass Menschen â gerade bei Minusgraden â auf der StraĂe schlafen mĂŒssen, wĂ€hrend ĂŒberall in der Stadt HĂ€user ungenutzt bleiben und massiver Leerstand besteht.  Deshalb hat Project.Shelter am 10. Dezember 2015 das Haus in der Berger StraĂe 103 besetzt; ein leerstehendes GebĂ€ude im Besitz der stadteigenen ABG-Holding. Der Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung, Frank Junker, war zu keinerlei Verhandlung bereit; weder ĂŒber das Objekt, noch ĂŒber ein AlternativgebĂ€ude oder eine Zwischennutzung. Stattdessen lieĂ er das GebĂ€ude binnen weniger Stunden rĂ€umen. Bei dem Polizeieinsatz wurden dutzende Personen verletzt und die Hoffnungen vieler Menschen auf ein besseres Leben zerstört. Denn Migrant*innen leiden nicht nur unter der Wohnungslosigkeit selbst, ohne eine Meldeadresse dĂŒrfen sie auch keine Arbeit suchen. Somit fallen sie in den Teufelskreis âOhne Wohnung, keine Arbeit; ohne Arbeit, keine Wohnung", der es ihnen unnötig erschwert in Frankfurt FuĂ zu fassen. Das âShelterâ soll jedoch nicht nur als temporĂ€re Unterkunft und Anlaufstelle fĂŒr Neu-Ankommende dienen: wir wollen einen Begegnungsort fĂŒr alle Frankfurter*innen schaffen, insbesondere fĂŒr die umliegende Nachbarschaft. Es gibt genug Leerstand in Frankfurt, um ein solches Zentrum zu ermöglichen. Wir fordern deswegen erneut von der Stadt Frankfurt: 1. Ein GebĂ€ude fĂŒr ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum, âą das zentral gelegen und groĂ genug ist, um temporĂ€re Unterbringung sowie lĂ€ngerfristige âą Beratung und Begegnung zu ermöglichen; âą dessen Adresse als Meldeadresse fĂŒr Migrant*innen anerkannt wird; âą dessen Unterhaltskosten (Strom, Wasser etc.) von der Stadt getragen werden. 2. Die RĂŒcknahme aller Strafanzeigen und die Einstellung der Verfahren gegen die Besetzer*innen der Berger StraĂe 103. Da die Zeit drĂ€ngt, fordern wir die Umsetzung unserer Forderungen durch die Stadt bis zum 31. Januar 2016.  Dies ist die Chance fĂŒr die Stadt Frankfurt und die Menschen, die in ihr leben, eine solidarische Stadtgemeinschaft zu schaffen. FĂŒr diesen ersten Schritt brauchen wir nicht mehr als ein GebĂ€ude â aber auch nicht weniger.  Project.Shelter
https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-die-sofortige-bereitstellung-eines-hauses-fuer-project-shelter
Jetzt! Erfolgreiche Besetzung in #Bornheim. Kommt vorbei: BergerstraĂe / Ecke HöhenstraĂe! #shelternow! #1012ffmÂ
#shelternow: Ein Haus ist besetzt - das selbstverwaltete Zentrum kann kommen! Aktuelle Infos auf https://www.facebook.com/Project.Shelter.FFM/?ref=ts&fref=ts und www.twitter.com/projectshelter_. Wir brauchen eure UnterstĂŒtzung! Wer wir sind und was wir wollen, hier noch mal auf den Punkt gebracht:
7 GrĂŒnde und 14 HĂ€nde...
... fĂŒr ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum - gegen Rassismus und Ignoranz!
(S) Nicht alle Migrant*innen, die nach Frankfurt kommen haben ein Anrecht auf staatliche UnterstĂŒtzung. Viele von ihnen sind obdachlos und/oder leben in sehr prekĂ€ren VerhĂ€ltnissen. Unser Zentrum könnte sie in ihrer Notlage mit Ăbernachtungsmöglichkeiten und Beratung unterstĂŒtzen.
(H) Auch in Europa gibt es Armut, Elend und Verfolgung. Ein selbstverwaltetes Zentrum könnte ein Schutzraum fĂŒr zumindest einige der hiervon betroffenen Menschen sein - und Ausgangspunkt fĂŒr den Widerstand gegen die vorherrschenden VerhĂ€ltnisse.
(E) Migrant*innen brauchen eine wirkliche Perspektive statt warmer Worte und kurzfristiger Hilfe. Nur durch ein eigenes Haus lÀsst sich diese KontinuitÀt wirklich herstellen.
(L) Unser Haus könnte zu einem - selbstverwalteten - Knotenpunkt fĂŒr UnterstĂŒtzungsprojekte aller Art werden, die auch nach RĂ€umen suchen: Sprachkurse, rechtliche Beratung, gemeinsames Kochen und vieles mehr!
(T) Durch die gemeinsame Verwaltung unseres Zentrums stehen die Selbstbestimmung und persönlichen BedĂŒrfnisse der Menschen im Vordergrund. Unser Haus wĂ€re damit ein Gegenpol zur Fremdbestimmung durch Behörden und Ămter wie sie ĂŒberall sonst in staatlichen Einrichtungen stattfindet.
(E) Frankfurt braucht mehr unkommerzielle Orte der Begegnung und des kulturellen Austauschs. UnabhÀngig von PÀssen und Visabestimmungen könnten solche Prozesse in unserem Zentrum organisiert werden.
(R) Jede einzelne Person ohne Obdach - in einer reichen Stadt mit vielen leer stehenden GebĂ€uden - ist ein Grund fĂŒr unser Zentrum. Die HĂ€user denen, die sie brauchen! âȘ#âshelternowâŹ!