Loving men
Is a great way to find out,
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Heat and Cold - Pt.2
How could I, again, come out scarless in the cold?
Yet again, covered in blood, ice, sweat.
And the wall in front of me,
Seemed too big to pass
Only invoked anger in me
And a feeling that I was not strong enough,
That the ones in front of me deserved to arrive
And I didn't.
Closure
What does closure really feel like?
Cause I keep having these thoughts
Cause I keep having these thoughts
And I thought I might be over it
And I thought I might be over it.
Maybe it feels like going down a Hill,after climbing up for a long time.
And finally arriving in a calm, green valley.
But it doesn't feel like this.
But it doesn't feel like this.
Like a tight hug from behind,that doesn't let you go.
Like a canister of water in your backpack,dragging you down.
3 years is too long of a time
To simply put in a bag,
Closing the zipper
And bringing, except for memories,
Only tiny squares of life with you.
And when the soul has no home, where does the mind go?
Except for empty stares.
At kitchen tiles
At places that still feel familiar.
Heat and cold - pt.1
In the heat, I was glorious for one day
Covered with blood
And tiny Spikes
Burnt by the sun,
lips dry like waking up after a night of drinking
And found myself again
Around the plastic
Carelessly thrown away
And carefully picked up again.
672 Stunden Freiheit
Vier Wochen und nun sitze ich wieder hier mit Stift in der Hand. Ich habe aufgehört zu denken, dass meine Erfahrungen mehr als angelaufene Kopien der Idee des Reisens sind, ich zweifle an meiner eigenen Authentizität. Trotzdem versuche ich meinen Erfahrungen auf Papier Einzigartigkeit abzugewinnen.
Staub auf dem Boden, eine einzelne Kichererbse, zurückgelassen vom unachtsamen Einkäufer. 25°, Wärme, Hitze für mich, nach 3 Monaten Winter. Ich gehe durch die Drehtür, Menschenmassen, Verkäufer, ein Muezzin.
Alle Mauern bröckeln, als hätten sie aufgehört sein zu wollen, Touristen schießen die selben Bilder wieder und wieder. Essen, Gassen, “good price, best price“, immer, überall; “this way, wanna smoke? Salaam alaikun, alaikun salaam“, immer, überall, wieder und wieder.
Prätentiöse Illusionen von Verbundenheit im Hostel für 48 Stunden, doch ich glaube ihnen, denn ich bin allein. Viele brauchen sie mehr als ich. “Wo kommst du her, wo gehst du hin, wohin soll ich gehen?“ - das einzige Gespräch, das zählt. Reisen kann gelebte Einsamkeit sein, eine Umarmung mehr wert als 1000 Worte.
In den Spiegeln von Hostelbädern sehe ich meinem Bart beim Wachsen zu, der Haut beim Bräunen. Mein Körper mag das neue Leben. Sonne, neun Stunden Schlaf.
Warten auf den Bus in der Mittagshitze - um mich 36 Männer, 2 Frauen. Tee trinken, Zeit verstreicht. “Want to buy hasch? Golden hasch? My son loves it.“ Sicher tut er das. 8 Männer am rauchen. Eine Frau am Rauchen: “She's not a real muslim.“
Überraschende Großzügigkeit schlägt Wurzeln neben der Ökonomie des Alltags. Erschrecken vor Polizeispürhunden, Strafzettel mit Haschisch im Rucksack, vorbeifliegende Landschaften.
Wie kalt kann man werden mit 50 Jahren? Wie offen kann man bleiben?
Ricky erbricht seine Existenz, Teestunden mit einem halben Kilogramm Hasch. Was kostet die Welt, wenn ein Hostelbett 50dh Kostet?
Ich mache Schritte in mich hinein, sehe nicht mehr die Innenseite meiner Augenlider. Ich sitze am Strand, im Schneidersitz, meditiere. Endlosigkeit für einen Moment, dann reisst mich der Motor eines Quads aus der Trance.
Trommeln werden zu einem einzigen tiefen Brummen. Trommelklänge jeden Abend, jeden Tag. Trommeln für den Mindestlohn, trommeln für die 250.000dh Wohnung von Confodari.
Seine Stimme klingt, als könnte er Hallen füllen, seine Gitarrenakkorde könnten sie wieder leeren, trotzdem höre ihm gerne zu, dem kleinen Mann, im viel zu großen Körper.
Renault Clio, selbstgebastelte Boxen, 7 Personen in einem Kleinwagen. Sie hockt auf meinem Schoß, wir teilen einen kurzen Moment - der Fahrer springt zum nächsten Song - und er ist wieder vorbei. Wir fahren an den Hafen, 1000 Sterne , drei Wolken, brechende Wellen, mikroskopische Wassertropfen auf unserer Haut. Abfällige Blicke alter Fischer. Wir klettern auf den alten Wasserturm, der wirkt als wäre er schon immer hier gewesen. Wir warten auf den Morgen, doch sind zu früh dran. Ihr sanfter Po drückt sich gegen mich, sie dreht sich um, lehnt sich vor. Der Motor heult auf, sie schreckt zurück. Wir steigen ab, warten auf unseren nächsten Moment; ... er kommt nicht.
Ich liege auf einem warmen Marmorboden, um mich die Hautschuppen von Generationen von Männern. Fremde Hände. “Tourner“. “Restez assis“. “Chaud“. “Froid“. Ich trete mit einer neuen Haut aus einer alten Umkleidekabine.
Sie würde die Menschheit opfern für ein Käsebrötchen. Ihre Augen voller mafiöser Intriganz, schelmisch, aufmerksam. Wüstensand bringt meine Augen zum tränen, ich möchte ihre Hand halten.
Slums aus Satellitenschüsseln und Plastik, träume von Aufstieg. Essen, Kaffee trinken, mit Japanern reden, allein sein. Tote getragen auf der linken Seite der Straße. Allahu akbar.
Ein Jahr hab ich die Heizung nicht bezahlt und bin umsonst erfroren.
1147 Kilometer
1147 Kilometer bin ich von zu Hause entfernt. Die Nachricht erreicht mich über WhatsApp. 2017. Meine Oma ist tot.
Manche Tode riechen nach Tränen und Graberde, dieser riecht nach Pfannkuchen, gefüllt mit Hackfleisch, Dampfnudeln und Maggi. Ich sitze allein aufrecht in einem Hostelzimmer, niemand ist mehr da, alle abgereist, zum Glück und schluchze so laut wie ich es wage, in einem alten Haus, in dem die leisen Geräusche des Lebens von außen noch zu mir dringen. Der Himmel weint , ich tue es auch und die Bettwäsche wird klamm von einzelnen Regentropfen die durch das offene Fenster hereinkommen.
Zurück nach Hause muss ich, schnell. Und nicht auffallen unter anonymen Fremden. Ich will Familie, Freunde um mich, ich habe den Typen der sein letztes Jahr in Australien verbracht hat.
Lydia fährt mich zum Bahnhof. Sie ist okay. Smalltalk. Sie weiß nichts, ich weiß nichts, aber leide. Graue Ozeanwolken, alte Hausfassaden.
Der Bus fährt viel zu langsam, 11 Stunden nach Paris. Stromtrassen durchziehen als Narben das Land. Bordeaux grüßt, Nadelbäume weichen Weiden, weichen Eichenwäldern. Steinmauern grenzen Anwesen aus anderen Jahrhunderten ab. In meinem Kopf Erinnerungen in Endlosschleife. Fußball spielen, trinken an der alten Quelle am Berg, Spritzgebackenes, Volksmusik aus dem Radio, ein anonymer Flur, erkennen, nicht erkennen, vergessen.
Paris streckt seine grauen Fühler ins Land. Am grausten ist es an einer Fernbusstation im 12. Arrondissement. Fremde unterhalten mich für ein paar Stunden, ein Amerikaner besäuft sich neben mir. Der Bus kommt nicht - Drama - der Bus kommt, ein Hund darf nicht mit - Drama. Noch 10 Stunden nach Hause. Die Minuten kriechen, die immer gleichen Filme im Kopf nutzen sich ab. Ich nicke ein, die ersten Stunden Schlaf seit Tagen. Die Grenze kommt, die Heimat kommt, noch ein bisschen warten. Ich gehe durch die Straßen meiner Heimatstadt, klopfe an meine Tür. Sie öffnet sich. Eine Umarmung. Zwei Tage um zu einem Menschen zu kommen der mich versteht. Schluchzen und warten, dass wieder alles gut wird.
Minuten wie Monate, Monate wie Minuten
Leben ist Farbe. Leben ist der Regen der auf die Backsteinwege fällt und langsam in Hagel übergeht. Leben ist das Licht von Autos und Häusern und ab und zu einem Flugzeug in der Ferne.
Und die Nacht ist gefärbt von Freunden und Liebe und Sehnsucht und Wärme. Und wir warten auf das was kommen wird und wir wissen, dass es gut sein wird.
Leben ist das Kribbeln in meinen Händen. Leben ist leben in dieser Umarmung, in diesem Moment, mit den Menschen, die ich Liebe. Leben ist getrennt sein, Leben ist zusammen kommen und Momente teilen.
Und ich steige über die Schlucht die uns trennt und wir sitzen zusammen und die Farben gehören uns, die Welt gehört uns.
Das Störfeuer der Normalität prallt an uns ab, unsere Momente teilen Ewigkeit, zumindest ein bisschen. Und wir eilen in die kalte Nacht und wissen, dass wir die Wärme mit uns in sie tragen.
Eine Allee als Laufsteg, ein Weg für uns gemacht, Einsamkeit in der Großstadt, eine Umarmung als Anker. Die Bäume weichen Weite, bunten Nachthimmeln, Miyazakibildern der Unendlichkeit.
Die Realität rüttelt an uns, Kälte zieht unsere Arme hoch, es ist Zeit für die Rückkehr in vertraute Wände. Zurückzugehen in die Normalität scheint wie eine Option, aber nicht jetzt, noch nicht, nicht jetzt.
Zurück in unsere Höhle in einer Höhle, in die Vertrautheit, in die vertraute Umarmung. Und loslassen, einfach loslassen. Musik aus der Tiefe der Erde und ich falle in mich selbst. Imagination wird Wirklichkeit. Mein Rücken bewegt sich in meine Vision, meine Beine verschwinden in ihr, ich lasse los. Ich bin nicht mehr ich, ich bin nicht mehr jemand, ich Schwebe im Raum und taste in alle Richtungen, Streife eine Bekannte Identität. Hände vereint, ein Streifen über Haut, Energie, Farben, Rückkehr. Rückkehr, Endorphine. Und es ist Zeit Normalität zuzulassen. Ich spüre jede Zelle meines Körpers, fülle sie komplett aus. Und ich umarme meine Begleiter, will sie väterlich in ihrer Vision begleiten, Unheil von ihnen nehmen. Der Abend, ein Moment, eine Ewigkeit, klingt aus, wie der Nachhall eines Orchesters, wie die letzte Glut einer Kerze, wie der Geruch von Salz, wenn man das Meer verlässt.
Leben ist Leben in Momenten. Leben sind Monate wie Minuten, Minuten wie Monate. Leben ist Licht am Anfang des Tunnel, Kontrolle, Chaos, Liebe, Hass, Anfang, Ende, Befriedigung, Stille.
Ein Raum ohne Lichter
Meine Heimat ist ein Raum ohne Lichter Das Moos auf der Terrasse Der abgerissene Arm des amerikanischen Traumes Die singenden Menschen um 3 Uhr nachts.
Schimmelpilze in Cyan Schnee im April Flammen die Wärmen Ein Dach über dem Kopf, aber Kälte am Morgen.
Die Wände und Geschichten, Von drei Generationen Studenten Hundert Menschen in fünf Räumen, Einige tot, einige noch am Träumen.
Nicht gewollt werden ist Leere. Gewollt werden , ohne zu wollen ist ein voller Magen, ein leeres Herz.
Die Jahre werden kürzer, die Wochen werden länger.
Mensch sein
Mensch sein und zwar Mensch sein nicht als Individuum, sondern als Teil der Menschheit, das ist sich daran klammern, dass der eigene Fortschritt, die eigene Schöpfung das überwiegt was wir tagtäglich zerstören. Sich daran zu klammern, das Zerstörung und Gigantismus nur Beiwerk und nicht Erbe unserer Spezies ist. Doch Erhabenheit, Schönheit, das ist kein allgemeiner menschlicher Standard. Praktikabilität ist der oberste Anspruch des modernen Fortschritts. Mit unserer eigenen abstrusen Intelligenz durchbrechen wir Systeme die seit Jahrmillionen bestehen. Wir schauen Sport, haben geschützten Sex, weil es Spaß macht und blicken auf kleine Supercomputer mit dem Zugriff auf eine zuvor nie bekannte Informationsfülle. Doch in unserer Intelligenz erkennen wir die Abstrusität unseres modernen Lebens nicht. Wir probieren uns als Schöpfer, Wandler, Weltveränderer, Weltverbesser. Und ja, wir schaffen es manchmal, den eigenen Anspruch an der Krone der Schöpfung zu stehen zu genügen. Durch Kunst, durch Musik, durch das Erleben der Natur, die sonst in ihrer Existenz, Erhabenheit, Schönheit, die wir selbst nicht erreichen, nur replizieren, nicht wahrgenommen würde. Vielleicht ist die Leinwand unserer Existenz doch nur das Leben und wir müssen uns gegenüber uns selbst verantworten, ob es seinen Preis wert ist. Mensch sein, das ist abstrahieren und wir abstrahieren das Sein.
Wir hassen es nicht Dinge zu tun, wir hassen es sie anzufangen.
Swipe, swipe, swipe , ein Match, nächste Frau, nächster Text, Tinderdate, Kaffee warm, Stimmung kalt, schnell umarmen. Weg nach Hause, App schnell auf, verlorene Zeit, nimmst in Kauf das auch die nächste es nicht wird. Stillstand ist der Tod und rennen in die Einsamkeit hinein.
Postfaktische Gesprächsfetzen
“Ich hab diesen Climate Change Film von Leonardo DiCaprio gesehen und bin jetzt sowas von deprimiert.” “Weil unsere Welt im Prinzip gefickt ist?” “Ja.” “Man kann es ganz gut verdrängen.”
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“Ich freue mich schon wieder auf den Schnee diesen Winter.” “Wenn es welchen gibt.” “Sei froh, du kommst aus Bayern. Ihr habt zumindest jeden Winter Schnee.” “Die letzten Jahre auch nicht mehr.”
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“Wenn ich das Great Barrier Reef sehen will, sollte ich das wohl in den nächsten 10 Jahren machen.”
"Ich würde gern mit dir in ner Altbauwohnung wohnen, aber eine mit neuen Fenstern, wo es nicht zieht. Ich würde gern mit dir in ner Altbauwohnung wohnen, aber einer wo die Dusche wirklich warm wird Und wo die Füße nicht erfrieren. Wo die Heizung nicht brennt und der Wasserhahn nicht tropft, wenn ich's mir recht überlege ist mir Neubau doch lieber."
frei nach Annemaykantereit