December 20, 2014
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December 20, 2014
~ 20.12.14 ~
Lieber Daniel,
Es ist jetzt ein Jahr her, dass du einfach nicht mehr da bist. Doch die Welt hat sich weiter gedreht, alles ist weiter gekommen, und ich, ich bin nicht viele Schritte voran gekommen. Ich habe oft über dich nachgedacht und oft über dich geredet, sei es mit mir selbst, oder mit Leuten, die dich nicht gekannt haben und vor allem niemals so kennen werden, wie ich dich gekannt habe. Sie werden nie wissen, was uns beide so verbunden hat und wieso ich dich nicht abgehackt und deinen Tod überwunden habe. Wieso ich niemals dein Gesicht vergessen werde und wieso ich mich überall an vieles erinnere, was wir jemals gesagt haben oder gemacht haben oder gefühlt haben. Und vor allem werden sie nie verstehen, warum du mir auf diese Art und Weise wichtig warst. Wieso ich unsere To-Do-Liste abarbeite. Sie werden nie verstehen, wieso ich mich nirgendwo Daheim fühle und wieso ich ständig auf dem Friedhof vor dem Grab sitze und still und heimlich weine und mir die Frau aus dem Blumenladen jede Woche eine Rose für dein Grab schenkt. Sie werden nie verstehen, wie es ist, mit vielen wirklich glücklichen Leuten in einer kleinen Küche zu sitzen und allein zu sein. Wie es ist, ständig diese Leere in einem zu tragen und ganz genau zu wissen, wieso sie dort ist. Mit dir war alles immer so leicht und natürlich hatten wir oft Streit und selbstverständlich schrien wir uns oft an, doch wen interessierte das schon? Sie wussten alle ganz genau, dass wir beide etwas cholerisch veranlagt waren und im Grunde so verschieden waren, wie Sonne und Mond. Aber ich glaube fest daran, nein. Wir glaubten fest daran, dass Sonne und Mond Geliebte waren, welche getrennt wurden und sich doch immer wieder suchten und sich alle vier Wochen trafen. O Daniel, ich liebe dich so sehr. Ich liebte unsere Streitereien, unsere Gespräche und vor allem liebe ich dich und dieses Gefühl, wenn du bei mir warst. Dieses kribbeln und die leichte Nervosität wenn du mich berührt hast oder einfach nur in meiner Nähe warst. Wie du mich beschützt hast oder ich manchmal auch dich. Wie wir einfach füreinander da waren und auf einander aufgepasst haben. Dieses eine Jahr war schlimm - für wen wäre es das nicht? Ich habe meinen besten Freund und meinen Seelenverwandten verloren und ich versuchte mich abzulenken. Ich begann, unsere Liste abzuarbeiten. Wir wollten auf Wacken gehen, nach Australien reisen, nach London. Wir wollten durch Frankreich trampen und in Irland ein Tattoo stechen lassen. Wir wollten einfach ein paar Tage in Indien in der Sonne dösen und durch den Urwald streifen, Gottheiten anbeten und einfach zwei-sam sein. O Daniel - ich vermisse dich einfach unglaublich. Jeden Abend versuche ich, dich wieder zu spüren. Deinen Herzschlag, deine Wärme, deine Musik und dein leises, gleichmäßiges Atmen wenn du schläfst. Wie jung und sorglos du in diesen Stunden immer ausgesehen hast! Ich vermisse die Zeit, in der du mich nach einem Albtraum getröstet hast und wie zärtlich du zu mir warst. So zärtlich, als wäre ich auch hauchfeinem Glas, obwohl du genau wusstest, dass ich dich locker weg - tackeln konnte. Vielleicht wolltest du mich nur auf diesen Tag vorbereiten, wolltest mir die Liebe und Fürsorge schenken, die ich brauchte. Aber wer kann so etwas schon beurteilen? Du kannst mir nicht mehr antworten, auch wenn ich so oft nach dir gefleht habe und viele Gottheiten darum gebeten habe, dass mein Daniel Grauer wieder zu mir kommen sollte. Du weißt genau, ich würde dich niemals mehr gehen lassen. Wie sagtest du nicht bei unserem ersten Treffen? „Du gehörst jetzt mir und ich werde dich nicht wieder los - oder alleinlassen.“ Nie werde ich deine ersten Worte vergessen und die werde ich deine letzten vergessen: „Es tut mir Leid, Schätzchen, Darling, Daisy. Aber gib nicht auf. Du hast es besser verdient und machst es besser als ich.“ Der Wind wehte um uns herum, stark und kalt, und doch hörte ich jedes Wort gestochen scharf und wäre ich nur stärker gewesen - ich hätte dich aufgefangen und wieder hochgeholt. Ich hätte dich... Keine Ahnung was genau ich gemacht hätte. Ich habe lange Zeit in meiner kleinen Blase aus Einsamkeit und Traurigkeit gelebt und so ganz werde ich nie aus ihr hinausgehen. Ich habe mich an das Gefühl der Einsamkeit und Leere in mir gewöhnt und ich habe sooft darüber nachgedacht, welche Worte sich am besten dazu eignen, all das auszudrücken, was sich in diesem Jahr in mir angestaut hat. Zum Beispiel bin ich mehrere Tode bei jedem Start und bei jeder Landung eines Flugzeuges gestorben - egal wie lang oder kurz die Strecke war. Ich habe dich auf meiner 5-Tages-5-Städte-Reise im Februar vermisst und auf Wacken und in Australien. In Dublin und London und Indien. In Kirchen, in Tempeln, in Tattoo – Studios, in unserer Wohnung. Einfach überall. Du hättest alles irgendwie besser gemacht und mit uns gelacht und geweint. Wir hätten zusammen Musik gemacht und ich hätte dich im Schlaf gezeichnet, nur um diesen kurzen entspannten Ausdruck in deinem Gesicht für immer zu behalten. Wusstest du, dass ich dich ständig beobachtet habe, wenn du dachtest, nicht beobachtet zu werden? Wie sich dieser traurige Ausdruck über dein Gesicht legte oder wie hart es war und man den Krieg in dir drin beobachten konnte oder wie sich dein Gesicht manchmal erst entspannte, wenn du mich sahst und berühren konntest. Aber ich liebte diese Momente irgendwie. Sie zeigten mir, wie du warst völlig ohne eine Hülle, ohne eine Maske. Da sahst du nicht aus wie gekünselt, oder auf Fotos punktgenau positioniert und gezwungen zu lächeln. Ich liebe dich immer noch, mein Großer. Du warst für mich sowohl Hades als auch Apollo und ich... ich war und bin wahrscheinlich nur ein kleines Gänseblümchen. Heimlich schaue ich zu dir auf, du siehst mich auch, doch schenkst du mir deshalb Beachtung? Ich bin nur eine weitere kleine Blume auf deinem Weg. Wie ist es in den elysischen Gefilden? Wie sieht es dort aus? Wie ist Hades? Ich werde dich dieses Weihnachten vermissen. Das habe ich letztes Weihnachten schon getan, aber ich glaube, dieses Jahr wird es schlimmer sein, weil ich mehr bei Bewusstsein bin. Und vielleicht habe ich gerade etwas hart aufgelacht, aber das ist doch schon mal was, oder? Ich kann wieder lachen. Laut, sarkastisch, leise. Such dir was aus. Man hört es nicht oft, aber doch immer öfter. Allerdings gibt es trotzdem Momente, wo du mir fehlst. Ganz besonders schlimm sind allerdings immer noch die Momente, wenn ich lange allein bin und es still ist. Dann vermisse ich dich wieder schrecklich und bin wie leblos. Ich nehme meine Umwelt nicht mehr war und das Rauschen meines Blutes in den Ohren und das Schlagen meines Pulses machen mich seelisch fertig und nerven mich schrecklich. Nur, was soll ich dagegen tun? Es fehlt einfach irgendetwas - na gut, eher jemand. Diese Leere in mir ist mir persönlich nie aufgefallen und dann kamst du. Da fühlte ich mich dann als ein ganzes und sobald wir auch nur ein paar Kilometer getrennt waren, habe ich dich vermisst. Das tue ich eigentlich immer, wenn du nicht da bist. O Daniel, ich habe dich geliebt - du hast mich vervollständigt, mich aufgebaut. Ich versinke immer wieder in Erinnerungen an dich und starre dann meist Stunden einfach vor mich hin und tue nichts und in diesen Momenten bin ich wie ein Roboter - Ungelenk und apathisch. Und gelegentlich genieße ich diese Momente. Was ich aber eigentlich nur sagen wollte: Ich liebe dich immer noch, und so ganz und gar werde ich nie mit dir abschließen können. Alles Liebe in den Hades, Deine Daisy
December 20, 2014: Nadine leaving the residence Harry was staying at early in the morning + Nadine leaving the SNL after party with Jeff and Glenne
صباح الخير،
البداية كانت ديسمبر. ف ديسمبر ما بتبدأش حكايات.
Drunk Harry dancing and singing with Kirsten Wiig at the SNL after show party (20.12.14)