Don't you just hate it when you think thoughts?

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Don't you just hate it when you think thoughts?
Was ich an Amerika vermissen werde
Alternativer Titel: Wofür ich dankbar bin
Seitdem meine beste Freundin gemeint hat, ich soll doch über genau diesen Titel mal schreiben, überlege ich was hier denn alles erwähnt werden muss. Gar nicht so einfach. Es gibt so viel erwähnenswertes, das mir beim schreiben wahrscheinlich einfach nicht eingefallen ist und ich denke ich werde diese Liste auchnoch erweitern. Geplant ist auch ein Post über die Dinge, die mir in Deutschland dann auffallen, was ich hier für selbstverständlich hielt. Ich schätze da wird zum Beispiel der Tüteneinpackservice mit dazugehören :D Genau Vorspann. Hier ist meine Dankbarkeits/Vermissen-liste:
- Das die Läden am Sonntag aufhaben
- Essensmäßig auf jeden Fall meinen liebsten Pizzaladen Bill’s
- An “Fast Food” Panera (die Tomatensuppe dort find ich halt einfach genial. Oh und die warmen resigen Cookies!)
- Die Dachterasse. Schönster Platz auf der Welt.
- Das man überall mit Karte zahlen kann und das einem dank Bankingapps etc alles ums Geld verwalten sehr leicht gemacht wird
- Dieses oberfancy Haus in dem ich lebe und der ganze Luxus der damit einher geht
- Alles an Lebensmitteln kaufen was ich möchte und nicht mit der eigenen Kreditkarte zahlen
- Wöchentlicher Gehalt
- Mini Chips Ahoy! Cookies
- Der kulturelle Austausch. Ich bin noch nie so vielen Ausländern begegnet und kann mich dank dem Au Pair Programm zu den glücklichen Menschen zählen, die einen entspannten Abend mit einer Kolumbianerin, Polin, Brasilianerin, Südafrikanerin, Schweizern und natürlichen Deutschen gleichzeitig haben kann.
- Sofort etwas mit Menschen gemeinsam haben. Wenn man sich mit anderen Au Pairs trifft hat man sofort eine Verbundenheit - die Kids & Gastfamilie. Also sofort ein Thema, über das man sich angeregt austauschen kann.
- Pakete bekommen. Dieses Gefühl wenn da ein kleines Rettungspaket voll mit Lieblingstee und Süßigkeiten vor deiner Tür liegt, das ist unbeschreiblich.
- Das Reisen
- Netflix, Amazon Prime & Hulu auf meinem ‘eigenen’ Fernseher
- Sleepover mit diversen Au Pair Homies
- Boston. Ich liebe diese Stadt.
- 20 Minuten entfernt vom Stadtkern zu wohnen, dabei aber trotzdem “nur” in einem Vorort sein und nicht konstant mitten im Geschehen.
- Das alle Menschen die Ansicht teilen, dass man zu einem zwei Stunden entfernten Ort durchaus mal n lütschen Tagestrip machen kann. Weil, das ist ja keine Entfernung.
- Die kulinarischen Entdeckungen, die ich durch meine Gastfamilie machen kann
- Strandausflüge
- Abenteuer mit den Kindern (Wandern, Baden, ins Museum oder Kino gehen)
- individuelle Nummernschilder
- Denglische Verwirrung in meinem Kopf
Wahrscheinlich gibt es noch tausend kleine Dinge mehr, aber diese Liste wollte ich jetzt schonmal mit euch teilen.
Kurz vor Schluss
Ich denke gerade darüber nach, was ich am Anfang für Erwartungen hatte. So gefühlsmäßig, was in mir abgeht, wenn ich kurz vor Schluss bin. Und naja wie soll ich es sagen? Es ist wie das ganze Jahr hindurch auch schon ein einziges drunter und drüber.
Am Anfang dachte ich, dass ich es nicht aushalte hier, ein ganzes Jahr lang zu bleiben, dass mir ein halbes genug währe. Und ganz ehrlich? Zwischendurch gab es schon Momente, in denen ich vor Heimweh quasi kurz davor war das Rückflugticket zu kaufen. Oft denke ich mir auch jetzt noch, dass 10 Monate eine gute Zahl gewesen wäre. Ein Jahr ist nämlich ganz schön lang. Naja, jedenfalls beginnt jetzt in 2 Wochen völlig regulär mein Reisemonat (bzw Wochen) und ich kann schon fast behaupten, ich habe es geschafft. Ich habe mich durchs Heimweh gekämpft und noch mehr Möglichkeiten zum Reisen wahrgenommen, seien es Tagestrips oder Wochenendausflüge. Hammer! Verrückt. Alles auf einmal. So. Jetzt aber zu den Gefühlen. Am Anfang dachte ich, ich wäre suuuper traurig wenn ich meine Gastfamilie hinter mir lasse aber eben auch sehr glücklich, dass ich endlich meine Freunde & Familie wiedersehe. In echt ist alles irgendwie nochmal viel komplizierter. Was in mir abgeht mit Worten einzufangen ist super schwierig, aber ich werde es mal versuchen! Vor ein paar Tagen ist meine Familie nochmal für ein paar Tage ohne mich in den Urlaub gefahren, hat vor ihrer Abreise allerdings nicht die Küche aufgeräumt und als ich dann nach Hause kam (ich habe sie zum Flughafen gebracht) und das gesehen habe, war ich richtig sauer, total genervt und super froh bald dort weg zu kommen. Auf der anderen Seite habe ich mich noch nie so gut und natürlich mit meiner Gastfamilie verstanden wie im letzten Monat. Unser Verhältnis ist sehr viel (sehr sehr viel) lockerer als am Anfang, ich weiß einfach so was zu machen ist und fühle mich nicht mehr wie die schlimmste Last wenn ich mal das Geschirr nicht in den sauberen Geschirrspüler stelle, sondern oben drauf. (Im Sinne von, ich lebe auch hier und darf auch mal zu faul zum aufräumen sein, ich werde nicht rausgeschmissen wenn ich das jetzt so lasse). Dann gibt es natürlich noch das große Thema Studium und ausziehen. Ich werde, kurz nachdem ich nach Deutschland komme, nämlich mit einer Freundin zusammenziehen und zum ersten Mal alleinbestimmt leben. Das gibt dem ganzen Nach-Hause-kommen nochmal einen ganz anderen kick. Einerseits freue ich mich unglaublich drauf, auf der anderen Seite ist das natürlich nochmal ein weiterer Sprung ins kalte Wasser. Nach Hause kommen bedeutet dann nämlich nicht ins altbekannte Heimatdorf mit Mama, Papa, Felix und Niatti (Ja ok und Michelle) direkt bei mir sondern neue Stadt, neues Leben und… STUDIEREN. Uiuiui. Gefühlschaos vorprogrammiert. Als nächster Punkt kommt dann, dass man in einem bestimmten Rahmen an niemanden außer sich selber denken muss. Für ein Jahr war ich nämlich habe Mami. Ich habe bei fast allem was ich gemacht habe an die Kids/die Familie denken müssen. Kann ich das Auto haben? Muss ich da arbeiten? Habe ich die Wäsche gemacht? Enthält mein Essen Erdnüsse und muss ich mir deswegen die Hände unendlich gründlich waschen? Sind die Kids gerade da oder kann ich jetzt in der Küche einfach ein Eis essen weil ich Lust drauf habe? Finden meine Gasteltern es jetzt doof wenn ich mich zu ihnen und den Kids setze, während sie gerade einen Film zusammen schauen? Letztes Mal haben sie mich gefragt ob ich ein Bier möchte aber dieses Mal nicht, darf ich jetzt einfach selber nachfragen oder ist das unmögliches Verhalten? Also, ich denke ihr versteht meinen Punkt. Das wird einerseits eine Erleichterung, aber andererseits wahrscheinlich auch seltsam. Außerdem wird sich das wohl verlagern. Redet Alli nie wieder mit ihr wenn ich was von ihrem Eis mopse? An welchem Wochenende kann ich wen besuchen? Wen von meinen Freunden habe ich am längsten nicht gesehen und wie realistisch ist ein Besuch? Ist es ok mit den Eltern ‘nur’ zu skypen obwohl sie nur eine Stunde entfernt wohnen? Darf ich auch mal einfach zu Hause bleiben oder sind dann andere beleidigt? Ob Babsi wohl ohne meine Kochsessions überlebt? Und so weiter und so fort.
Zusammenfassen kann ich sagen: Es ist definitv keine 50/50 Gefühlslage. Eher so alles durcheinander, den einen Moment so, den nächsten Moment so. Heute war ein Tag, an dem ich gerne zuhause gewesen wäre. Morgen fahre ich jedoch ins Six Flags und den Tag darauf für eine Übernachtung an die Cape Cod. Tja. Da wird sich meine Gefühlslage wohl auch noch 7234493 Mal ändern.
Achso was ich außerdem noch sagen wollte, für mich ist das alles surreal. Ich kann gar nicht glauben in zwei Wochen wirklich weg von hier zu sein und tatsächlich am anderen Ende des Landes meinen Onkel wiederzusehen. Ich freu mich schon tierisch drauf aber irgendwie.. Naja, das hatten wir ja eben schon.
¯\_(ツ)_/¯
TOP 2x TSG Hoffenheim gg FC Bayern München 22.8. Block E
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EUR 151,00 (21 Gebote) Angebotsende: Montag Aug-3-2015 12:39:48 CEST Jetzt bieten | Zur Liste der beobachteten Artikel hinzufügen
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