Vor drei Jahren hat mein Acer Notebook bereits ein Festplatten-Update bekommen, doch es haben sich in der Zwischenzeit sehr viele Daten angesammelt und es wurde Zeit für ein weiteres Update. Dieses Mal war aber nicht die 2,5 Zoll Festplatte dran, sondern die M.2 SSD.
Festplatten-Auswahl
Festplatte
Der Acer Laptop kam mit zwei Festplatten – einer 1TB 2,5 Zoll HDD und einer 128GB M.2 SSD von Liteon. Die HDD hatte ich bereits gleich zu Beginn gegen eine 500GB SSD ausgetauscht. Den Bericht dazu findet ihr hier. Nun wurde es Zeit für ein weiteres Update und ich stand vor der Frage: größere, aber günstigere 2,5 Zoll SSD oder größere, aber teurere M.2 SSD. Ich habe mich dann für die M.2 Variante Samsung MZ-N6E2T0BW 860 EVO (Amazon Ref.-Link) in der 2TB Version entschieden.
Bei der Wahl der Festplatte muss aber dringend darauf geachtet werden, was für eine Festplatte man kauft. Die M.2 SSDs haben an der Anschlussseite unterschiedliche Einkerbungen. Diese Einkerbungen werden als “B Key” und “M Key” bezeichnet. Einige Festplatten haben nur eine Einkerbung, andere haben beide. Auch bei der Auswahl des Gehäuses muss darauf geachtet werden, sonst kann die Festplatte nicht eingebaut werden.
Gehäuse
Bei dem Gehäuse habe ich mich für ein schwarzes Aluminium-Gehäuse von Sabrent (Amazon Ref.-Link) entschieden. Dieses Geäuse ist klein, robust und günstig. Ein wenig unschön finde ich zwar den USB-Anschluss am Gehäuse, da man hier immer das passende Kabel parat haben muss, aber das war für mich eher zweitrangig. Hier gibt es aber viele verschiedene Gehäuse auch mit anderen Anschlüssen.
Unboxing Samsung EVO 860
Die Festplatte wird zusammen mit einer Kurzanleitung geliefert. Viel mehr benötigt man für eine interne M.2 SSD auch im Grunde nicht. Bei dem Gehäuse gibt es da schon etwas mehr. Hier wird neben dem Gehäuse auch noch ein USB-Kabel, Schrauben, eine kleine Halterung und ein Schraubenzieher mitgeliefert.
Einbau
Daten Klonen
Der Einbau der SSD war wirklich einfach. Doch damit konnte ich nicht direkt starten. Vorher wollte ich das System von der vorhandenen SSD auf die neue EVO klonen. Dafür bietet Samsung ja das Data Migration Tool, welches die Daten auf den neuen Datenträger kopiert und den Rechner ausschaltet.Dafür muss man aber die Festplatte mit dem Rechner verbinden. Das kann man zum Beispiel mit einem externen Gehäuse machen. Dadurch wird die Festplatte zu einem großen USB-Stick oder einer externen Festplatte und lässt sich Problemlos am Rechner verwenden. Das Samsung Data Migration Tool formatiert die Ziel-Festplatte und setzt die Partitionen so, wie man sie angegeben hat. Nachdem das kopieren fertig ist (je nach Datenmenge kann es mehrere Stunden dauern), wird der Rechner ausgeschaltet und es kann an den Umbau gehen.
Festplatten-Umbau
Der Festplatten-Umbau war dann wohl der schnellste Teil der ganzen Aktion. Sofern es der Rechner unterstützt und die Garantiebestimmungen zulassen kann der Laptop auf der Rückseite aufgeschraubt werden um an die “Innereien” zu gelangen. Hier kann dann die Schraube an der vorhandenen Festplatte gelöst und die Festplatte herausgenommen werden. Die neue Festplatte muss aus dem Gehäuse ausgebaut werden, damit die in den Laptop eingebaut werden kann. Die Festplatte wird schräg eingesteckt, vorsichtig nach unten gedrückt und wieder festgeschraubt. Danach kann der Rechner wieder zugeschraubt und eingeschaltet werden.
Kurzfassung
neue Festplatte in ein Gehäuse einbauen
Alle Programme schließen (die im Hintergrund laufen)
Data Migration Tool starten
Quell- und Ziel-Partition auswählen
Daten kopieren
Rechner schaltet automatisch aus
Rechner aufschrauben
alte Festplatte lösen und herausnehmen
neue Festplatte aus dem Gehäuse ausbauen
neue Festplatte einbauen und festschrauben
Rechner zuschrauben
Rechner starten
Geschwindigkeit
Ich habe die Geschwindigkeit der Liteon SSD und der Samsung SSD im eingebauten Zustand und als externe Festplatte im Gehäuse per USB angeschlossen gemessen. Die Werte zwischen intern und extern weichen nur marginal voneinander ab. Allerdings sieht man deutliche Unterschiede zwischen der Festplatte von Liteon und Samsung.
Liteon Samsung Write Time intern 702 ms 277 ms Write Time extern 710 ms 382 ms Write Speed intern 142 Mbyte/s 361 Mbyte/s Write Speed extern 141 Mbyte/s 262 Mbyte/s Read Time intern 276 ms 265 ms Read Time extern 444 ms 282 ms Read Speed intern 363 Mbyte/s 377 Mbyte/s Read Speed extern 225 Mbyte/s 355 Mbyte/s
Liteon M.2 SSD extern
Liteon M.2 SSD eingebaut
Samsung M.2 SSD extern
Samsung M.2 SSD intern
Preis
Der Preis der Samsung 860 EVO M.2 ist nicht ganz ohne. Im Vergleich zu einer “normalen” SSD muss man hier schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Ob es sich wirklich lohnt, würde ich erstmal ein wenig bezweifeln, da der Unterschied zwischen einer SATA SSD und einer M.2 SSD sicherlich nicht so gravierend ist, wie im Vergleich zu einer HDD.
Bei mir war auch noch das Verhältnis zum Speicherplatz wichtig. Ich hatte wie oben erwähnt bereits eine 128 GB M.2 und eine 500 GB SSD verbaut. Da die Preise immer wieder schwanken, ist es schwierig zu sagen, was genau die beste Auswahl ist. Zur Auswahl standen folgende Festplatten:
Festplatte Preis Gesamtspeicherplatz Speichererweiterung Preis/GB mehr 1TB M.2 SSD 150,00 € 1500 GB 872 GB 0,17 € 2TB M.2 SSD 320,00 € 2500 GB 1872 GB 0,17 € 1TB SATA SSD 140,00 € 1128 GB 500 GB 0,28 € 2TB SATA SSD 310,00 € 2128 GB 1500 GB 0,21 €
Mit der 2TB M.2 SSD bin ich nach dieser Rechnung nicht nur preislich, sondern auch vom Speicherplatz her sehr gut dabei. Ich habe durch das Upgrade 1872 GB mehr Speicherplatz bekommen und pro Gigabyte nur 17 ct bezahlt. Die SATA SSD wäre zwar etwas günstiger in der Anschaffung gewesen, hätte mir aber nicht so viel Speicher gebracht.
Fazit
Bisher bin ich mit der M.2 SSD und der SATA SSD gleichermaßen zufrieden. Einen Unterschied zur vorher verbauten Liteon M.2 SSD spüre ich momentan allerdings auch noch nicht. Dennoch bereue ich die Anschaffung nicht und freue mich, dass ich wieder viele Daten speichern und sammeln kann.
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