Die Ästhetik der Vergänglichkeit hat mich hier enorm beeindruckt /|\ Alles hat seine Zeit , in diesem Sinn genießt den Sonntag /|\ dieses Baumdenkmal steht in der Nähe von Golmbach im Weserbergland #druide #druid #druidry #alleshatseinezeit #schnee #weserbergland #radioaktiv #germany #deutschland #germanmediart #sonntag #golmbach #hörerstory (hier: Golmbach) https://www.instagram.com/p/Bs1Xfp3HcXJ/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=1q2fr66w6wbne
The moon over the wandhohe Paravents on the Bühne of the #moersfestival2018, dahinter in the Umkleidekabine: Müsst Ihr nicht wissen, ist auch besser so. - #moersfestival #jazzzeit #radiounerhört #marburg #abschied #vorbeiistvorbei #schadeumdiezeit #alleshatseinezeit #rum901 #moers #adieu #dankefürdiezeit #alleshateinende #ichwerdealt (hier: Moers)
Manchmal fühlen sich Zeiten an, als würden sie verfliegen und manchmal gibt es Zeiten, die so langsam vergehen. Die letzten Tage unserer Arbeit, vergingen recht langsam, in der freien Zeit allerdings, verflog die Zeit regelrecht. Es gibt soviel zu erzählen über diese letzten Wochen, so viele Erlebnisse, es ist gar nicht möglich alles festzuhalten. Das ist aber auch gar nicht nötig. Ich möchte ein bisschen erzählen über unseren Roadtrip, der vierte ist es schon. Ich möchte euch Eindrücke durch Bilder vermitteln, denn das ist es, was ich liebe. Bilder, ihre Wirkung, die Gefühle ohne Worte, Atmosphären, ganz ohne Worte. Doch ein paar Worte werde ich doch hinzufügen, gerade soviel damit man verstehen, lächeln oder miterleben kann.
Der Montag, der letzte Arbeitstag, ging recht schnell rum und unsere Vorfreude auf die kommenden Wochen, die vielen neuen Orte und die Erinnerungen fürs Leben, stieg mit jedem weiteren Tag, an denen wir uns auf alles Kommende vorbereiteten. Es regnete nun schon fast jeden Tag, nachts war es ziemlich kalt, alles war schon mehr anstrengend als ein Genuss und doch schafften wir es zusammen ein Abenteuer daraus zu erschaffen und über die dreckige, aber warme Dusche zu lachen, lernten den Luxus eines eigenen Badezimmers (in dem es nicht regnet, oder eine Schnellstraße nebenbei ist) mehr denn je zu schätzen. Trotz allem hatten wir es sehr eilig, nun endlich die Wurzeln in Melbourne abzuschlagen und die Reise Richtung Canberra und Sydney einzuleiten, immer mehr in die Sonne und ins Warme.
Doch zuerst war es notwendig Vanilla mal richtig durch zuputzen von vorne bis hinten. Alle Boxen auszuräumen, die feuchten Wände zu schrubben. Und Vanilla von außen mit Schaum zu schrubben, das wollten wir schon seit Anfang an machen. Gesagt getan. Im Regen machten wir uns an den Großautoputz. Die Wäsche wurde gewaschen und eingeräumt, auch die Bettwäsche. Beziehen konnten wir es nur auf dem Gehweg bei den ganzen Ladengeschäften, denn diese waren überdacht, denn es regnete natürlich kontinuierlich. Das hielt uns aber nicht von der Vorfreude ab.
Diese wurde mit jedem Tag größer. Wir gingen ein letztes Mal nach Melbourne um uns zu verabschieden und dann ging es in den nächsten Ikea und Kmart.
Ein Wunsch meinerseits war es, Vanilla wieder wohnlich zu gestalten, denn inzwischen war sie wieder ein Arbeitervan mit kaputter Dekoration, abgerissenen Gardinen und Licht? Hmm da gab es nur die Taschenlampe. Von daher hatten wir einen kleinen Betrag zur Seite gelegt und nun durfte ich mich ganz austoben. Mein Dank geht erneut an Kmart, denn da gibt es tolle Sachen und dazu noch günstig. Nun wurde dekoriert und endlich war es wieder wohnlich, wir hatten wieder Licht durch Lichterketten und einer Nachtlampe. Und sogar eine kleine Uhr mit Wecker (so eine wünschte ich mir seit Anfang an)gab es im Ikea für nur 2 Doller. Gott meinte es gut mir mir. Haha.
Nun war das auch abgehackt, mit einem Kaffee in der Hand und Keksen ging es los zur Halbinsel – Phillip Island, natürlich regnete es in Strömen. Kurz vor dem Sonnenuntergang kamen wir in San Remo an, ein kleines Touristen Fischerstädtchen. Dort suchten wir nach einem Schlafplatz und nach kurzer Suche fanden wir auch schon eins. Ein Traum. Das kann ich sagen. Hier sind Bilder lauter als Worte. Wie hatten wir die Natur vermisst. Die pure Natur, und der Wind und leichte Regen machten uns schon gar nichts mehr aus.
Back Beach - San Remo
Bei einem Pinkelgang abends und draußen entdeckten wir zum ersten Mal ein Opossum, das gerade ein Schläfchen auf dem Baum neben unserem Van hielt. Es war einfach so schön, so naturig. Am nächsten Tag schien auch schon plötzlich die Sonne und während wir beide so mit Jesus Zeit verbrachten und Musik hörten, erkannten wir einen Fleck auf dem Meer. David erinnerte sich, dass man von diesem Punkt aus Wale manchmal sehen könnte. Und innerhalb 15 min wurde das stille Plätzchen befüllt mit Autos und Menschen mit Ferngläser. Tatsächlich wir konnten Wale von weitem sichtigen, David zeigte einer Frau, die die Wale auf dem Meer nicht sehen konnte, die Richtung und konnte dadurch sogar einmal durchs Fernglas schauen. Zwei bis drei Wale machten ihren Weg, was für ein Erlebnis.
Nun fuhren wir zum Strand in San Remo, hier können freilebende Pelikane zum Mittag sich einen Fisch abholen. Die Dame meinte, das wäre wie ein McDonalds Besuch für die Pelikane, ein schnelles Futter. Doch essen sie natürlich vielmehr wie das was sie dort bekommen, müssen also selbst fischen gehen. Es war einfach faszinierend. So große Pelikane, ihren Schnable und wie sie die Fische im Schnabel hin und her schleudern, damit sie ihn als Ganzes verschlucken können. Am Ende machten sich die frechen Möwen an die Reste und wir fuhren über eine Brücke, die über einen kleinen Meerabschnitt auf die Insel führte.
Die Strände, die Wellen, die Sonne. Die grünen Wiesen, das schwarze Vulkangestein, die anderen Vögel, einfach alles war herrlich. Zum ersten Mal spürten wir wieder Glückshormone, hervorgerufen durch die Sonne. Einfach nur toll,wir konnten uns nicht sattsehen.
Immer noch nicht satt von der Natur, ging es los Richtung Canberra. Die Hauptstadt Australiens, die sonst nicht so auffällt neben der big city Melbourne oder Sydney. Doch ich, Salome, hatte entfernte Verwandte dort, also fuhren wir in die Stadt Sales, auf deutsch Sonderangebot, um den höchsten Turm anzuschauen, leider wurde dieser vor paar Jahren abgerissen, was leider noch nicht auf der Homepage der Stadt stand. Also machten wir uns einen chilligen Abend und Morgen, wir gingen schwimmen
und fuhren am nächsten Tag weiter durch Wald, durch Wiesen, bis wir kurz vor der Grenze von New South Wales Halt machten und mitten im Wald auf einer Raststelle schliefen. So leise, so dunkel wie es in der Stadt nie werden kann. Am Morgen, wieder Sonne, ach es wurde immer besser. Endlich angekommen in Canberra erwarteten wir den Verkehr und Atmosphäre einer Großstadt, doch es wirkte eher wie ein kleines Städtchen. Bei Dunkelheiteinbruch waren kaum Autos mehr auf den Straßen unterwegs. Die Verwandte in Canberra wussten nicht das wir kommen, da die Telefonnummer falsch war, Emailadresse hatten wir nicht. Nur die Adresse. Also ganz David und Salome ähnlich, fuhren wir einfach zu dieser Adresse und hofften nicht ganz dumm vor der Tür dazustehen und sich zu blamieren. Wir klingelten an der Haustüre (war das überhaupt die richtige, denn wir hatten keinen Nachnamen?). Ein Jugendlicher öffnete, vermutlich der Sohn, der Tochter, der Mutter, die Tante meiner Mutter ist. Haha. Wir fragten nach der Tante, er schloß die Türe wieder vor unserer Nase und wir dachten, hoffentlich blamieren wir uns jetzt nicht. In dem Moment wo die Tante mich erblickte, erkannte sie wohl die Ähnlichkeit mit meiner Mutter und ihren Namen den ich nannte. Sie umarmte uns herzlich und zog uns durch das ganze Haus zu ihrer Tochter. Wir wurden herzlich willkommen geheißen und die Gastfreundschaft, wie es bei Rumäner üblich ist, waren ganz toll. Eigentlich wollten wir nur eine Stunde bleiben, daraus wurden zwei Tage und wir wurden durch die Stadt Canberra geführt, mit dem wohl besten Guide den wir je hier in Australien hatten. Sydney und Melbourne stritten sich vor Jahren wohl um den Titel „Die Hauptstadt Australiens“ und konnten sich nicht einigen, da wurde entschlossen, Canberra als Hauptstadt auszuwählen, eine Stadt mit etwa 356 000 Einwohner (mit eingeschlossen die Gebiete um die Stadt). Sydney hat dagegen 4,2 Millionen Einwohner. Ihr seht, der Unterschied ist gigantisch, trotz allem verstehen wir warum Canberra Hauptstadt ist. Denn die Atmosphäre hat uns so gut getan.
Stadt mit Natur, Politikgebäude mit Kunstgallerien. Ein paar wenige hohe Gebäude, daneben der große See mit einer dort lebenden Känguruhfamilie. Die Stadt liegt umschlossen von Bergen. Einfach nur schön. Wir sind froh dort für ein paar Tage Halt gemacht zu haben.
In Canberra hat es eine Nacht nach unserer Abreise geschneit, das ist ziemlich selten.Wir haben genau im richtigen Moment unsere Vanilla geschnappt und sind nun schon seit 5 Tagen in Sydney. Unser vierter Roadtrip hat so schön angefangen, und wir hatten hier in Sydney nur Sonne, kein Regen und schöne warme Temperaturen von 17 Grad.
Bevor wir die Erlebnisse, die Tage in Sydney, im nächsten kommenden Blog beschreiben, will ich sagen, ob man viel oder wenig im Leben hat, viel oder wenig von der Welt sieht oder man viel oder wenig glücklich ist, das alles hat seine Zeit, das alles ist eine Saison im Leben. Ob es regnet, oder die Sonne scheint. Ob man arbeitet oder in der Welt umher reist. Ob man lacht oder weint. Ob man Party macht oder stille Zeiten hat. Alles hat seine Zeit und für jede Zeit bin ich dankbar und froh. Ohne die eine Zeit wäre das Leben langweilig und ohne die andere Zeit würde man eingehen wie eine trockene Blume. Mein Schlüssel, um Zeiten anzunehmen und sie als Kostbarkeit zu sehen, ist, dankbar für jede Saison zu sein und nach jeder Saison den Sinn dieser Saison zu reflektieren.
Das Leben ist wie ein Puzzle, mal gibt es dunkle Puzzleteile, die einem schwer am Herzen liegen, mal gibt es helle klare Puzzleteile, die leicht von der Hand gehen. Ich ermutige mich und dich, Saisonen im Leben anzunehmen und sie als Teil des Ganzen zu sehen. Jedes Puzzleteil ist für das Ganze wichtig, jede Saison ist wichtig. Ich bin dankbar für jedes Puzzleteil, denn im Ganzen ergibt es ein harmonisches Bild, mein Leben...dein Leben.
Prediger Kapitel 3
Alles hat seine Zeit
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;
6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;
7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;
8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.
10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen.
11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.