und wieder sitze ich da und schreibe Texte darüber, wie es ist langsam auszubrennen
teile vom selbst nicht mehr zu kennen
dabei ist mein licht noch an
halte ich fest, in meinem stoischen Bann
so oft klagte ich, Sauerstoff würde mir versiegen
dabei ließ ich mich nie unterkriegen
so oft hinterließ ich meine asche im wort
du dagegen hast keinen ort
ironisch, denn für mich warst du daheim
doch mein gesicht aus wachs, schreibe ich noch einen reim
und ich schreibe und schreibe bis es endlich passiert
dass jemand die stöße des schicksals pariert
und meine Hoffnung sich in Flammen verliert
doch die Flamme erlischt, wann hab ichs kapiert?
idiotisch naiv starre ich auf diese zeilen
während meine gedanken mir vorauseilen
ich werde erstarren, schreiben, weinen
bis mir neue Lichter erscheinen
denn all das wird erneut geschehen
aber mit Trauerschleier kann ich nicht sehen
um ihn abzunehmen, bin ich zu stur
zumindest bis zum nächsten blick auf die uhr
sie wird ticken und heißes wachs wird tropfen
während meine eisigen finger auf die tasten einklopfen.