In Breitenfurt soll ein Monsterprojekt gebaut werden, das den Boden versiegelt, die Hochwassergefahr im 23. Bezirk massiv steigen lässt und den täglichen Verkehr in Kalksburg, Rodaun, Mauer, Liesing und Atzgersdorf vollständig überlasten wird...
Nur gemeinsam sind wir stark:
Demo gegen den totalen Verkehrskollaps!
Wenn es nach dem Breitenfurter Bürgermeister geht, soll ein Mega-Ärzte- und Gesundheitszentrum mitten auf der „Grünen Wiese“ in Breitenfurt entstehen, verbunden mit der Errichtung von vorerst 310 Wohnungen! Wenn dieses Projekt umgesetzt wird, droht der endgültige, totale Verkehrskollaps - nicht nur in Breitenfurt, sondern auch in Kalksburg, Rodaun, Mauer, Liesing und Atzgersdorf!
„Jeder soll vor seiner eigenen Türe kehren“, zitiert diesbezüglich unser PRO23 Obmann Ernst Paleta ein altes Sprichwort und ergänzt: „Sobald aber der Nachbar seinen Mist vor unsere Türe kehrt, ist Schluss! Da wehren wir uns entschieden dagegen!“
Worum geht es genau?
Konkret geht es dabei um die Bebauung der früher sogenannten „EVN-" nunmehrigen „Breiteneder“-Wiese mit einer Gesamtfläche rund 100.000m²! „Bei der Umsetzung der Planungen werden große Teile dieser Wiese versiegelt, was in Zeiten wie diesen aus meiner Sicht ein massives Verbrechen an der Umwelt, dem Klima und damit an den nachfolgenden Generationen darstellt“, kritisiert Ernst Paleta. Dabei gebe es ihmzufolge ohnedies gleich neben dem schon bestehenden Primär-Versorgungs-Zentrum in Breitenfurt eine bereits versiegelte Liegenschaft, die die Gemeinde schon günstig zur Verfügung gestellt hätte!
Liesing droht der Verkehrskollaps
„Der aus diesem Mammut-Projekt entstehende zusätzliche Verkehr würde nicht nur Breitenfurt betreffen, sondern auch das endgültige Aus für die Lebensqualität im gesamten westlichsten Teil des 23. Bezirks bedeuten, denn durch das Nadelöhr Breitenfurter Straße zwängen sich schon jetzt täglich rund 26.000 Autos“, erklärt dazu unser Bezirksrat Christian Steinhoff. Bei dem Gesundheitszentrum soll es mindestens 140.000 Patientenkontakte pro Jahr geben und auch von einem Hubschrauber-Landeplatz für Notfälle aus der Region ist die Rede - nicht nur zum Abtransport von Notfällen aus Breitenfurt, sondern zur Anlieferung von Patient:innen aus der gesamten Region, die sehr weit gesteckt ist! „Breitenfurt selbst hat rund 6.000 Einwohner, man kann sich also leicht ausrechnen, welche Verkehrslawine da auf den 23.Bezirk zu kommt, insbesondere auf Kalksburg, Rodaun, Mauer, Liesing und Atzgersdorf. Das führt zwangsläufig zum totalen Verkehrskollaps! Dagegen wehren wir uns“, so Steinhoff.
Erneute Volksbefragung
Am 8. Dezember 2024 findet erneut eine Volksbefragung statt, weil bei der letzten Befragung vor fünf Jahren die Breitenfurter:innen mit klarer Mehrheit gegen die Verbauung der Wiese gestimmt haben - jetzt versucht es die Gemeinde erneut! „Aus unserer Sicht ist das demokratie-politisch sehr fragwürdig! Ist das Ergebnis ein JA, dann ersticken wir in Liesing im Verkehr“, so Paleta.
Liesing droht beim nächsten großen Hochwasser eine Katastrophe
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Hochwasser-Gefahr: Das besagte Areal liegt zu einem guten Teil in einer sogenannten „Hochwasser-gefährdeten Zone“. Bilder und Videos zeigen deutlich, welche Wassermassen aus dem daran vorbei fließenden Liesingbach beim letzten Hochwasser im September über die Wiese in die Siedlung stürzten, obwohl die Fläche derzeit unversiegelt ist. „Nicht vorzustellen, was passiert, wenn diese Flächen versiegelt und entsprechender Hochwasserschutz an der Siedlungsgrenze errichtet wird“, kritisiert Christian Steinhoff. Weil es dann garkeine Abflussmöglichkeit mehr gäbe, würden sich die Wassermassen im Bachbett Richtung Kalksburg bewegen und dann erst dort über die Ufer treten! „Unser Bezirk würde also Wassermassen ungeahnten Ausmaßes abbekommen“, so Steinhoff.
Fazit: 2 x JA = täglicher Megastau!
Ein JA bei der Volksbefragung in Breitenfurt am 8.Dezember 2024 müsse deshalb im Interesse aller Menschen in Liesing und Breitenfurt verhindert werden! „Wir wollen anständiger Weise unsere Nachbarn darüber informieren, was dann auf sie zu kommt“, stellt Christian Steinhoff fest und ergänzt: „Denn eines ist klar: So lassen wir mit uns nicht umspringen! Wir werden daher noch in den Tagen vor der Volksbefragung in Kalksburg auf der B13 (Breitenfurter Straße) eine Demo veranstalten, um klar aufzuzeigen, wie mühsam man dann künftig aus Breitenfurt heraus nach Liesing kommt.“ Das solle von allen Breitenfurter:innen am Tag der Abstimmung berücksichtigt werden!
Ihre/deine Unterstützung ist wichtig!
Wir bitten alle, denen die Lebensqualität entlang der Breitenfurter Straße wichtig ist, uns zu unterstützen! Unsere Kundgebungen sind immer behördlich angemeldet und werden von der Polizei begleitet! „Wir sind stolz darauf, dass unsere Veranstaltungen immer ohne Zwischenfälle abgelaufen sind! Wir sind ja keine Randalierenden, sondern aktive Bürger:innen, die von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen, in einer Art und Weise, wie es gebildete und gesittete Menschen tun“, erklären Paleta und Steinhoff gemeinsam.
Hinter dem Bahnhof Atzgersdorf wurde endlich wieder eine Bank aufgstellt, die von den Menschen sehr zahlreich genutzt wird. Die Kapazitätsgrenze dieses Bänkchens wird dadurch immer schnell erreicht…
Noch eine Sitzbank zum Ausruhen in Atzgersdorf!
Während auf dem Weg hinter dem Bahnhof Atzgersdorf zwischen Knotzenbachgasse und Endresstraße einst zwei Sitzbänke zur Verfügung standen, gab es dort bis vor einigen Wochen gar keine Sitzgelegenheit mehr. „Erfreulicher Weise wurde nun endlich wieder eine Bank aufgestellt, die seither auch von vielen Menschen sehr gerne genutzt wird“, erklärt PRO23 Bezirksrat Christian Steinhoff und ergänzt: „Die Kapazitätsgrenze dieses Bankerls wird dadurch immer sehr schnell erreicht, weshalb sich viele auch wieder eine zweite Bank wünschen!“ Gerade für Senioren, die diesen Standort gerne als Möglichkeit zum Ausrasten nutzen, wäre das Steinhoff zufolge sehr sinnvoll.
Wir haben deshalb für euch in der Bezirksvertretung die Aufstellung einer weiteren Bank beantragt und außerdem gefordert, dass dort Mistkübel aufgestellt werden, um so die derzeitige Vermüllung zumindest einzuschränken.
Zum traurigen Grätzelsterben findet Christian Steinhoff deutliche Worte…
In den meisten Gemeinden rund um Wien werden Traditionen gelebt - so waren zum Beispiel beim traditionellen Hiata-Einzug in P’dorf hunderte Menschen dabei! Das funktioniert nur, weil dort Politik, Wirtschaft und Bewohner:innen das wollen und dabei mit machen! Und bei uns? Das Leben im „Grätzel“ stirbt. Nehmen wir nur den westlichen Teil Liesings: Die alten Ortskerne sind tot oder siechen dahin. Von den Heurigen abgesehen ist die Gastronomie nur mehr spärlich vertreten. Der Versuch, am Abend noch schnell mit Freunden irgendwo ein Bier zu trinken, scheitert kläglich. In Rodaun und Kalksburg gibt es nicht einmal mehr ein Cafè oder ein normales Wirtshaus, das abends offen hat. Auch das Gösser Schlössl in Mauer ist schon Geschichte. Abgesehen von den wenigen Highlights wie z.B. Rock Rodaun oder Rodauner Theatersommer, dem Maibaumfest in Mauer oder dem Adventmarkt in Atzgersdorf gibt es kaum größere Events „im Dorf“. Doch bei genau diesen Gelegenheiten treffen die Menschen aus dem Grätzel zusammen, was auch das Gemeinschaftsgefühl fördert. Ich fordere die lokalen Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft auf, endlich aktiv zu werden, um den Bezirk wieder lebenswerter zu machen! Nur schöne Worte sind zu wenig!
Auf Initiative von unserem Bezirksrat Ernst Paleta wurde das alte, funktionslos gewordene Gleisstück über die Lastenstraße in Atzgersdorf nach etlichen Jahren endlich entfernt - ein ordentlicher Straßenbelag verhindert seither unnötige Schäden an Fahrzeugen und die unnötige Sturzgefahr für Zweiradfahrer:innen. Die völlig verrosteten Metallteile des dort angebrachten Andreas-Kreuzes (vom ehemaligen Bahnübergang) standen bis dato aber immer noch dort und rosteten weiter vor sich hin...
Für dich erreicht: Andreas-Kreuz endlich entfernt!
Nachdem Ernst Paleta diesen und viele weitere Schildbürgerstreiche erst kürzlich in der Bezirkszeitung angeprangert hat, wurde der Rest des Andreas-Kreuzes aber jetzt endlich entfernt!
Hier findet ihr den Artikel der Bezirkszeitung:
https://www.meinbezirk.at/liesing/c-lokales/siehe-da-das-andreaskreuz-in-der-lastenstrasse-ist-weg_a6278955
Wie ihr wisst, haben wir uns in der Bezirksvertretung für ein Mahnmal gegen Menschenvernichtung, Terror, Hass und Krieg eingesetzt - den Atzgersdorfer Park halten wir deshalb für einen besonders geeigneten Ort dafür…
Ein Mahnmal im Atzgersdorfer Park!
Da, wo jetzt der Atzgersdorfer Park ist, stand früher die Villa der Familie Pollak, die unter nationalsozialistischer Herrschaft „verkauft“ bzw. arisiert wurde (die Hintergründe wurden nie geklärt). Pollak verstarb 1933, Witwe, Sohn und Schwiegertochter nahmen sich 1941das Leben, die Tochter wurde 1944 in Auschwitz ermordet.
Vielleicht weil man eben diese unbequeme Vergangenheit womöglich lieber vergessen wollte, wurde die Villa 1968 abgerissen und das Areal zum Campingplatz gemacht. Die letzten Überbleibsel waren der schöne alte Zaun, der vor kurzem einem neuen weichen musste (von dem aber auf Initiative von unserem Bezirksrat Ernst Paleta wenigstens einige Elemente gerettet werden konnten, dank der Unterstützung von Ing. Ermischer von der Bezirksvorstehung) und ein kleiner Brunnen, der nur noch teilweise vorhanden ist.
„Das Schicksal der Familie Pollak ist beispielhaft für diese Zeit“ erklärt auch Ernst Paleta und ergänzt „deshalb halten wir den Atzgersdorfer Park auch für einen besonders geeigneten Ort!“
Mehr zum Thema findet ihr in diesem Artikel der Bezirkszeitung: https://www.meinbezirk.at/6202444