Ergebnisse der Bundestagswahl 2025
Roter Sonnenaufgang über Döhren nach der Bundestagswahl
Es hatte sich in zahlreichen Wahlprognosen vor dem Wahlsonntag am 23.2. bereits angekündigt: Die Linke ist wieder im Bundestag - mit 8,77 % der Zweitstimmen (4.355.382 Wähler*innen) und 6 Direktmandaten (Erststimme) deutlich verbessert im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 mit ehemals 4,9 % und drei Direktmandaten! (Das bisher beste Ergebnis gab es 2009 mit 11,9 % der Zweitstimmen.)
Allein in Berlin zogen nun auch 4 Direktkandidat*innen: unsere Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner (Lichtenberg, bisher Genossin Gesine Lötzsch), Gregor Gysi (Treptow-Köpenick, seit 2005), Ferat Koçak (Neukölln, erster nicht-ostdeutscher Direktwahlkreis für die Linke bei einer Bundestagswahl) und Pascal Meiser (Friedrichshain-Kreuzberg, bisherige Grünen-Hochburg in Berlin). Dazu kommen noch Sören Pellmann im Wahlkreis Leipzig II (Sachsen, Wiederholungstäter) und Bodo Ramelow im Wahlkreis Erfurt, Weimar sowie Grammetal im Weimarer Land (Thüringen) mit 10-%-Punkten vor der AfD und damit dem einzigen Thüringer Wahlkreis, der nicht an die AfD ging. In Berlin wurde Die Linke erstmal stärkste Zweitstimmen-Partei mit 19,9 % (+8,4 %).
Insgesamt zogen also 6 Direktkandidat*innen und 58 Zweitstimmenkandidat*innen von den Landeslisten in den Bundestag ein, davon 6 Mitglieder aus Niedersachsen. Die Landesliste erreichte 8,1 % der Zweitstimmen (2021 nur 3,2 %) bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung von 83,4 %. Unsere neuen Bundestagsabgeordneten sind: Heidi Reichinnek (Spitzenkandidatin, Osnabrück), Cem Ince (Salzgitter), Maren Kaminski (Hannover), Maik Brückner (Hildesheim), Anne-Mieke Bremer (Nienburg) und Jorrit Bosch (Braunschweig). Es folgen (als evtl. Nachrücker) Marianne Esders (Lüneburg), Viktor Linsel (Lüchow-Dannenberg) und Manuela Mast (Celle).
Wir danken unseren bisherigen Abgeordneten! Heidi Reichinnek ist weiterhin im Bundestag vertreten. Victor Perli (Wolfenbüttel) ist nach zwei Wahlperioden nicht mehr angetreten. Amira Mohammed Ali hatte Anfang 2024 ihr Linken-Mandat zum BSW mitgenommen und hat den Wiedereinzug in den Bundestag verpasst.
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In der Stadt Hannover konnte Die Linke ihr Zweitstimmenergebnisse im Vergleich zu 2021 von 5,4 auf 14,3 % deutlich verbessern. In den 20 Umlandkommunen wurden 7,2 % erreicht (2021 nur 2,7 %).
In der Stadt schnitten folgende Stadtteile besonders gut ab und wurde Zweitstimmen-Wahlsieger:
Linden-Nord 34,7 % Nordstadt 30,1 % Linden-Süd 29,7 % Limmer 24,9 % Hainholz 22,4 %.
Weiterhin gut schnitten wir hier ab:
Linden-Mitte 28,9 % Calenberger Neustadt 27,7 % Mitte 20,4 %.
Die Stadtteile in der Basisorganisation Hannover-Südost schnitten wie folgt ab:
Wülfel 13,6 % Döhren 13,0 % Mittelfeld 12,1 % Bemerode 9,8 % Seelhorst 8,7 % Waldheim 8,4 % Wülferode 8,3 % Waldhausen 8,0 % Kirchrode 5,6 %.
Laut sozialdemografischer Analyse der Stadt Hannover schneidet Die Linke in sozial benachteiligten Stadtteilen besonders gut ab. In unserer Basisorganisation sind das Wülfel und Mittelfeld.
Zweitstimmen Der Linken zur Bundestagswahl 2025 in den Wahlbezirken der Stadt Hannover
Einher mit der deutlich verbesserten Stimmungslage gegenüber der Linken (O-Ton: "Die Linke ist cool.") sind auch die Mitgliederzahlen beispiellos explodiert: von ehemals knapp 500 Mitgliedern in der Region Hannover nach der Abspaltung des BSW Anfang 2024 auf mittlerweile fast 1700 Mitglieder Anfang März 2025. Mehr als 50 % der Neumitglieder sind dabei weiblich oder divers und das Durchschnittsalter beträgt knapp über 30 Jahre. In Niedersachsen hat sich die Mitgliederzahl entsprechend von ca. 2500 auf 8000 ebenfalls mehr als verdreifacht.
Thorben Peters, Landesvorsitzender:
Das Wahlergebnis hat mit Blick auf CDU & AfD auch ein erstarktes Lager rechts der Mitte hervorgebracht. Dem eisigen Wind welcher aus dieser reaktionären bis rassistischen Ecke kommt, werden wir uns mit neuer Kraft entgegenstellen. Mit Blick auf die vielen Proteste und auch Streiks können wir feststellen, dass wir nicht alleine sind. Lasst uns diese Kräfte bündeln, um nicht nur klare Kante gegen sozialen Karlschlag, rechter Hetze, Umweltverschmutzung und Militarisierung zu zeigen. Lasst uns für einen Richtungswechsel kämpfen, damit auch in der Politik auf den Winter der Frühling folgt!











