Bergün, ein Fest der Sinne und Liebe
Unser Reiseziel hieß nach Italien Schweiz, Graubünden. Mit einer spektakulären Fahrt mit der Rhätischen Bahn über das markante Landwasserwasser-Viadukt endete unsere Reise im Bergdorf Bergün. Grund für Bergün war die nachträgliche Hochzeitsfeier eines befreundeten Paares, welches im historischen Kurhaus Bergün stattfand. Das Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1906 hatte bis zur Neueröffnung im Jahr 2009 mehr Tiefen als Höhen erlebt. Seit 2002 erfolgte eine komplette Restaurierung in kleinen Schritten. Die Arbeit zahlte sich aus: Mit der Auszeichnung als “historisches Hotel des Jahres 2012” hat das Kurhaus einen erfreulichen Aufschwung und Popularitätsschub erfahren und kann seiner Zukunft optimistisch entgegenblicken. Das Ankommen im Hotel-Foyer war filmreif. Die Leuchten, die stilvolle Gestaltung und der warme Empfang vom Service waren makellos. Die erste Runde im Dorf verlief mit leichten Regen, doch ab und zu konnte man die Blick in die Ferne und Höhe schweifen lassen und schneebedeckte Gipfel erkennen. Im Laufe des Abends trafen noch weitere Gäste der Feier ein und wir verbrachten einen heiteren Abend im Damen-Salon bei Kürbis- und Gerstensuppe. Am Tag der Feier wurde selbstständig eine kleine Wanderung im Regen nach Latsch unternommen, wo wohl teilweise ein Heidi-Film gedreht wurde. Die Bergwelt konnte trotz des Wetters genossen werden und das Dörfchen war wirklich wie aus einem Schweizer Bilderbuch. Die Feier der beiden war sehr gut organisiert und so schritten wir nach einem erfrischendem Empfang im Foyer in die Alten Küche im Untergeschoss, welche wundervoll mit Blumen und Kerzen hergerichtet war. Die Wände des alten Ofens strahlte dazu noch eine hyggelige Wärme aus. Auf den Wunsch einer Freundin des Paares begannen wir die Feier mit einem Ritual, welches musikalisch mit einer Shrutibox und ihrer Stimme begleitet wurde. Dieses war für sämtliche Anwesenden ein besonderer Moment und man fühlte Dankbarkeit, Zufriedenheit und Zuversicht auf einer spirituellen Ebene. Zu Tisch begann dann die kulinarische Reise mit einem bunten Potpourri an Vorspeisen, inkl. sauer eingelegten Gemüse aus dem Academixer-Küche. Mit dem zweiten Gang begann der erste Auftritt des Küchenteams, welches eine atemberaubende Choreografie beim Servieren einlegte. Diese Art kulinarischer Performance sollte öfters zu sehen sein! Auf dem Teller nahm ein Gemüsecapuns (gewickelte Spinattaschen mit Pfifferlingen) mit Safranschaum Platz. Die kulinarische Reise ging dann weiter mit einer Aubergine-Lasagne für die Vegetarier - sowie einem Kalbsrücken mit Schupfnudeln. Zum Dessert wurde eine große Auswahl von Nusstorte, Tiramisu und eingelegten Früchten dargeboten. Es gäbe noch viel zu berichten - vom einer bildhaften Verwechslung, einer kurvigen Bergfahrt hinauf und genüsslichem Fondue. Aber das lieber persönlich! Auf das Liebespaar! ❤️













