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Balfour: „Wir sind wahrscheinlich töricht, daß wir keinen Grund finden, um Deutschland den Krieg zu erklären, ehe es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“
White: „Sie sind im Privatleben ein hochherziger Mann. Wie können Sie etwas politisch so Unmoralisches erwägen, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die genauso gut wie Sie das Recht hat, eine Flotte zu unterhalten? Wenn Sie mit dem deutschen Handel mithalten wollen, arbeiten Sie härter.“
Balfour: „Das würde bedeuten, daß wir unseren Lebensstandard senken müßten. Vielleicht wäre ein Krieg einfacher für uns.“
White: „Ich bin schockiert, daß Sie sich zu grundsätzlichen Fragen so äußern können.“
Balfour: „Ist das eine Frage von Recht oder Unrecht? Vielleicht ist das aber eine Frage der Erhaltung unserer Vorherrschaft.“ 27*
- Aus der Biografie des US-Diplomaten Henry White, aus dem ein Gespräch überliefert ist, welches er mit dem Führer der Konservativen Partei Englands und vormaligen Premierminister Lord Balfour, im Jahre 1910 in London führte. Der Amerikaner White sieht das Deutsche Kaiserreich zu der Zeit offensichtlich in der gleichen Rolle eines aufstrebenden Landes, wie das der USA. Auch sein Land, Amerika, expandiert in Flottenbau und Handel.
Quelle: 27* Nevis, Seite 257












