Beispiel für schlechtes Design: PizzaMozzarella Mariazellerstraße
Ja, PIZZA Mozzarella. Nicht Pizzeria, Pizza. Der Name ist jedoch leider nur das geringste Übel. Beginnt man in der linken oberen Ecke des Schaufensters, so fällt eine, zwischen www. und pizzamozzarella.at abgeschnittene Webadresse ins Auge, wobei der zweite Teil durch in das Feld hineinkomprimiert wurde, was dazu führt, dass die Buchstaben unterschiedlich breit sind. Rechts daneben befindet sich die verschimmelte Lüftung des Lokals, aus der ein sehr einladender Duft nach außen strömt. Das eigentliche Schaufenster wurde mit einem riesen großen Pizzasticker verklebt, auf dem das Logo nochmal zu sehen ist, was ein wenig redundant wirkt. Der Sticker ist offensichtlich dazu da, um die bis zur Decke gestapelten Pizzakartons zu verbergen. Da er jedoch nicht bis ganz nach oben abschließt, sieht man sie trotzdem.
Innen angekommen kann man sich, in dem Loch, das für eine Fußmatte vorgesehen ist, seine Schuhe abstreifen und eine Schnitzelsemmel, oder eine Pizza bestellen, die man dann entweder mitnehmen, oder auf dem einzigen Stuhl bei dem einzigen Tisch, essen kann. Der Tisch selbst ist aus einem alten Holzfurnier, welches sich teilweise von der Sparnholzplatte ablöst, auf die es geklebt war. Der Sessel ist überzogen mit Leder, welches teilweise eingerissen ist, um die gelbliche Schaumstofffüllung des Sessels zum Vorschein zu bringen. Direkt neben dem Tisch sind ungefaltete Pizzakartons und Lieferrucksäcke gelagert, vermutlich um die, Dank dem Sticker, sonst so dunkle Schaufensterscheibe ein wenig zu dekorieren. Insgesamt ist dieses Lokal ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Abstinenz von Design regelrecht abschrecken und anekeln kann.
Wurden sich wie beim Positivbeispiel Gedanken gemacht, so wirkt sich das positiv auf die Betrachter aus. Werden sich keine Gedanken gemacht, ist der Effekt, der erzielt wird meist nicht neutral, sondern sehr negativ.












