Старый друг-лучше новых двух. Годовщина. Уже 8 лет. Где мы с ним только не бывали, и с кем не шумели. 🎙🔊Веселенький мексиканец из америки 🎛😉 #пультовзгляд #mackiedl806 #dl806 #mackie ⭐️💪👌 https://www.instagram.com/p/CDHlI0eBRVa/?igshid=qfrca0wumkr9
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Mackie DL806 Test
Es ist noch kein DJ Controller Jahr her, dass Mackie mit ihrem hochinnovativen Digitalmischpult-Konzept „DL1608“ für einigen Aufruhr im Bereich des Beschallungsgewerbes sorgten - und das nicht ohne Grund. Denn die Idee, eine stationäre Wandlersektion samt Ein- und Ausgangsbuchsen mit einem iPad zu verkoppeln, auf dessen Bedienoberfläche man sogar drahtlos sämtliche Mix-Aufgaben per Fingerstreich erledigen kann, darf man ohne Zweifel als ziemlich clever bezeichnen. Nun liefert die Traditionsfirma aus Woodinville (USA) eine – zumindest was die Zahl der Eingänge angeht – halbierte Version ab und senkt im Ergebnis den Verkaufspreis um ziemlich genau ein Viertel. In der Relation ist das nicht besonders viel, mag da mancher denken. Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine ganze Reihe von Szenarien, wo absehbar nicht mehr als acht Eingangskanäle erforderlich sind, und für die ist eine etwas kostengünstigere und übersichtlichere Variante dann eben die beste Wahl. Vor diesem Hintergrund haben wir getestet, ob sich das DL806 genauso geschmeidig befingern lässt, wie sein Vorgänger ... und gleichzeitig direkt mal einen Blick auf die Version 1.4 der Master Fader App geworfen.
Zum Erscheinen des DL1608 hatten sich mein Kollege Peter Westermeier und ich unverzüglich und umfassend an die eingehende Begutachtung des neuen Gerätetypus gemacht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse haben heute noch ihre Gültigkeit, weshalb ich den vielleicht noch unentschlossenen Leser an dieser Stelle ebenfalls auf den Volltest zum „großen Bruder“ verweisen möchte, der hier zu finden ist.
Fader App zum Einsatz
In aller DJ Controller Kürze zusammengefasst handelt es sich beim DL-Konzept um ein Hybridsystem aus Hard- und Software. Hardwareseitig besteht es – neben dem vom Anwender bereitzustellenden Apple iPad - aus einem Hardware-Dock, das sämtliche physikalischen Ein- und Ausgänge beherbergt und mit Potenziometern zum Einpegeln der Kanäle sowie DSPs zur Berechnung der Equalizer und Effekte ausgestattet ist. In den Einschub passen alle Versionen bis auf das iPad 4, welches sich nur über WiFi oder Apple "30-Pin auf Lightning Adapter" verbinden lässt. Softwareseitig kommt die kostenlose Master Fader App zum Einsatz. Sie ist eine Eigenentwicklung von Mackie, mit der man die Steuerung sämtlicher Bedienvorgänge per Fingerstreich erledigt. Die Kommunikation zwischen iPad und Dock erfolgt dabei, indem der Mobilrechner in das Mackie-Dock eingeschoben wird oder via W-Lan über einen Router, wobei der Parallelbetrieb mehrerer iPads (bis zu zehn) möglich ist. Beispielsweise mit einem iPad, das im Dock verbleibt, und einem, das man mobil bei sich trägt. Oder mit mehreren Tablets, die man den Musikern auf der Bühne zur selbstständigen Regelung Ihrer Monitore in die Hand drückt, respektive auf Stative stellt.
Grundsätzlich verfügt jeder DJ Controller Kanal über einen Vierband-EQ, ein Gate und einen Kompressor. Des Weiteren stehen zwei interne Effektschleifen bereit, von denen die erste mit der Verhallung des Signals und die zweite mit dem Echo betraut ist. Auf der Master-Schiene kann darüber hinaus noch ein 31-bandiger grafischer Equalizer auf die Summe appliziert werden. Eine umfassende Szenen/Show-Steuerung mit Total-Recall-Funktionalität, optionales Mitschneiden der Stereo-Summe und eine ausgefuchste Aux-Send-Logik untermauern den professionellen Anspruch des Geräts. Gerade im Hinblick auf den umfangreichen Vorrat an Klangverbiegern ist an dieser Stelle noch einmal zu betonen, dass die gesamte Rechenpower ihr Zuhause in Form von DSPs innerhalb des Docks hat. Das iPad wird also nur als Eingabe- und Visualisierungshilfe genutzt, was ursächlich für die Bescheidenheit der App in Bezug auf die genutzte iPad-Hardware ist.
Der Mackie wird in einer robusten Kiste geliefert, die kurzfristig durchaus als brauchbares Stage-Case missbraucht werden darf. In der Box befinden sich folgende Inhaltsstoffe:
Bis auf das iPad, das der Anwender selbstverständlich eigenverantwortlich erwerben muss, ist das System somit komplett. Sonderwünsche wie ein passender Rack-Einbaurahmen, eine Schutzhülle oder eine Tragetasche sind von Mackie als Zubehör erhältlich.
Der Aufbau des Systems
Der Aufbau des Systems entspricht in Bezug auf die Abmessungen und die verwendeten Bauteile dem DL1608-Modell. Weil jedoch beim 806 auf der gleichen Fläche gerade mal acht Eingangskanäle (1-4 XLR, 5-8 XLR/Klinke-Combo) sowie sechs Aux-Sends (Klinke, symmetrisch) und ein Main-Out (XLR, symmetrisch) verteilt wurden, wirkt das Anschlussfeld des kleinen Bruders natürlich luftiger und aufgeräumter. Auch hier verrichten die bewährten ONYX-Mikrofonvorverstärker ihren Dienst, deren Signale von hochwertigen 24-Bit Cirrus Logic A/D-D/A-Wandlern in die Digitalwelt überführt werden.
Erinnerung: Innerhalb der Master
Erfolgte unser damaliger DJ Controller Test des DL1608 noch mit der Software 1.1, kommt im aktuellen Fall die neue Version 1.4 zum Einsatz. Auf den ersten Blick scheint erst einmal alles beim Alten geblieben zu sein. Im Detail zeigt sich aber, dass die Entwickler nicht faul waren und die Anwendung in der Zwischenzeit mächtig aufgemotzt haben. Den offensichtlichsten Eye- und (hoffentlich auch) Earcatcher entdeckt man, wenn man im Unterdialog Klangregelung auf die unscheinbare Schaltfläche „Vintage“ drückt. Dann nämlich verschwindet das „Modern“ getaufte GUI und eine hübsche Darstellung, angelehnt an klassische Pultec/Neve-Hardware, kommt zum Vorschein. Noch mal zur Erinnerung: Innerhalb der Master Fader App arbeitet man angenehmerweise eigentlich nur mit zwei Ansichten, und zwar Mixer und Kanal (EQ, Dynamik und Effekte).
Besonders clever gelöst: Schalte ich zwischen beiden Modi um, die wohlgemerkt nicht nur optisch, sondern auch klanglich unterschiedlichen Philosophien folgen, werden die eingestellten Parameter weitestgehend „übernommen“. Praktisch bedeutet das, wenn ich beispielsweise dem Kompressor im Modern-Modus eine sehr lange Release-Zeit verpasse, wird diese Einstellung auch im Vintage-Betrieb übernommen. Da dieser Modus aber nur mit drei Festwert-Tastern arbeitet (Fast, Medium, Slow), wird dann automatisch die Schalterstellung selektiert, die meiner in der Modern-Betriebsart gemachten Einstellung am nächsten kommt.
Presets, Shows und Snapshots
Unzählige Detailverbesserungen hat die DJ Controller Verwaltung von Presets, Shows und Snapshots erfahren. So wird ständig die aktuelle Einstellung (auf allen Ebenen) automatisch gespeichert, einzelne Kanäle lassen sich beim Laden von Show-Einstellungen exkludieren, und sie können sogar während des laufenden Betriebs geladen werden. Zum Verständnis: Die Einstellungen von Klangmodulen wie Equalizern, Kompressoren und Effekten werden in Presets abgelegt. Snapshots sind vollständige Abbilder des aktuellen Betriebszustandes des gesamten Mischgeschehens. Shows sind eine Art Sammelordner, in dem bis zu 99 Snapshots abgelegt werden können. Man kann der DL-Serie also ohne Übertreibung attestieren, dass sie vollständig Total-Recall-fähig ist. Und das ist natürlich eines der wohl schlagkräftigsten Argumente für das gesamte Konzept, da sich dadurch der Zeitaufwand bis die Mischung steht dramatisch verkürzen lässt. Ja, es sind sogar weitaus dramatischere Wechsel im Klanggeschehen möglich, als man sie mit einem analogen Mischpult jemals realisieren könnte. Da das Umschalten zwischen Szenen ohne hörbare Aussetzer erfolgt, sind sogar Mischungswechsel innerhalb eines Songs realisierbar („Und dann bitte erst im Refrain den Hall aufmachen, dabei aber die Lead-Stimme in der Frequenz ein bisschen ausdünnen, damit das zusammen mit den Background-Vocals nicht so zusuppt ...“).
Gerade für die Festinstallation hilfreich, kann man jetzt Einstellungen via PIN-Code vor unbefugtem Verstellen schützen und das sogar äußerst fein skalierbar. Das reicht von Einzelkanälen über DSP-Effekte bis zur Preset- und Show-Verwaltung. Optimal, wenn man beispielsweise mit einem vom Ordnungsamt verordneten Limiter arbeiten muss und der Masterfader nicht verstellt werden darf. Oder wenn man bei Festinstallationen im Konferenzbereich den akribisch justierten Summen-Equalizer vor unbefugtem Rumgewurschtel verbergen will.
Mit seiner überschaubaren Anschlusssektion ist der DL806 im Nullkommanichts verkabelt und einsatzbereit. Immer noch stört mich, dass lediglich die Hälfte aller Stecker als XLR/Klinken-Kombo ausgelegt ist. Aber das ist laut Auskunft von Mackie angeblich dem hohen Kostenfaktor dieser Stecker geschuldet. Ferner ist man ist dort überzeugt, dass professionelle Anwender ohnehin mit XLR arbeiten. Nun ja, auch ein Standpunkt.
Möchte ich drahtlos auf das DJ Controller Dock zugreifen, muss ich ihm via Ethernet-Kabel noch einen WiFi-Router beiseite stellen. Im Test funktioniert der Funkverkehr über eine FRITZ!Box, ein Apple-Airport sowie einen günstigen Linksys-Router problemlos. Dazu muss das iPad (bis zu zehn sind möglich) zunächst in dem bereitgestellten Funknetz angemeldet sein. Dann wähle ich in der Master Fader App einfach noch das zu steuernde Dock aus und fertig ist die Laube. Der Wechsel zwischen gedockter und drahtloser Verbindung ist übrigens störungsfrei im laufenden Betrieb möglich. Man kann also problemlos das iPad unter den Arm nehmen, eine kleine Runde durch den Veranstaltungsort machen, hier und da noch eine Raumentzerrung vornehmen (wozu sich der 31-Band Summen-EQ natürlich bestens eignet) und dann wieder seinen Platz am FOH-Tisch einnehmen.
Ein Wort am Rande
Ein Wort am DJ Controller Rande noch zu den Aux-Sends, denn mancher Anwender könnte ja auf die Frage kommen, warum hier keine Return-Busse vorhanden sind. Nun, falls erforderlich, kann und darf man sich dafür natürlich bei den Einzelkanälen bedienen und diese entsprechend zweckentfremden. Da es sich beim DL806 aber vornehmlich um eine Live-Konsole (das Wort „Konsole“ ist in Anbetracht der Abmessungen natürlich ein bisschen merkwürdig) handelt, liegt der primäre Einsatzbereich der Ausspielwege in der Versorgung von Monitoren für die Bühne. Dieses Prinzip wird noch dadurch geheckspoilert, dass die Master Fader App für jeden der Aux-Sends ein separates Mischpult-Layer bereithält. Im Ergebnis ist das eine geradezu sensationell gute Methode, um das Thema Monitormischung im Griff zu halten, da so die ganze lästige Abstraktionskette entfällt: „O.k. – Bass in der Monitormischung des Drummers lauter. Hmmm, Kanal 8 ist der Bass, der Drummer hat den Monitor 3, also Aux-Send 3 in Kanal 8 hochziehen“.
Sind genug iPads vorhanden, ist es sogar denkbar, jedem Musiker einen Mobilrechner auf die Bühne zu stellen, damit er sich seine Wunschmischung selber erstellt. Und dank der neuen, fein skalierbaren Rechteverwaltung besteht auch keine Gefahr, dass er sich „ganz aus Versehen“ in die Mischungen seiner Bandkollegen „verirrt“. Da sind schon tolle Einsatzszenarien denkbar.
Überhaupt ist das Bedienkonzept der Master Fader App über weite Strecken so gut gelungen und schlüssig, dass man häufig das gute „so und nicht anders hätte ich das auch gemacht“-Gefühl bekommt. Ursächlich dafür ist sicherlich der Umstand, dass man es im Kern nur mit zwei Ansichten zu tun hat, und zwar dem Mixer- und dem Kanal/Effekt-View. Wobei sich letztgenannter praktischerweise immer an den Stellen aufrufen lässt, wo man ihn auch braucht. Beispielsweise über die Equalizer-Miniaturansicht oberhalb des Channelfaders.
EQ, Gate und Kompressor
Was die DJ Controller Bedienlogik und die klanglichen Qualitäten der Module EQ, Gate und Kompressor angeht, verweise ich an dieser Stelle noch einmal auf unseren umfangreichen Testbericht des DL1608, den ihr hier findet. In Kürze zusammengefasst kann die gesamte DSP-Einheit voll überzeugen. Nicht allein aufgrund der klanglichen Qualitäten, sondern insbesondere auch aufgrund der hervorragenden Bedienbarkeit – hier im Speziellen des Equalizers. Wer einmal mit dem Bedienkomfort der vier Frequenznoden zur Klangentzerrung vertraut ist, wird nur noch ungern auf das klassische Frequenz-Sweeping via Poti umsteigen wollen. Aufgewertet wurde der EQ (ebenso wie die Kompressor- und Gate-Abteilung) jetzt noch durch den neuen Vintage-Modus. Wie der sich klanglich von seinem „modernen“ Pendant unterscheidet, habe ich im Folgenden unter Zuhilfenahme einer Extremeinstellung - damit man es auch hört - nebeneinandergestellt:
Verbindlichkeit, Präsenz und Sättigung
Tatsächlich haben es die Programmierer geschafft, den Vintage-Vertreten ein gutes Stück dessen mit auf den Weg zu geben, was man typischerweise mit Analog-Mojo assoziiert. Nämliche eine gewisse klangliche Färbung und Signatur, die über die reine Parametrisierung hinausgehend dem Signal noch einen Tupfer Verbindlichkeit, Präsenz und Sättigung aufsetzt. Was mir bei den neuen Vintage-Modellen aber fast noch besser gefällt als ihr Klang, ist ihre Bedienbarkeit. Der Umstand, dass hier Festwerte zur Verfügung stehen (EQ: Frequenz, Kompressor: Attack, Release), erweist sich im hektischen Live-Geschäft stellenweise sogar noch als etwas komfortabler adjustierbar, als das Sweepen mit den Fingern.
Bei aller Perfektion ist den Programmierern am Ende dennoch ein Logik-Fehler unterlaufen. So kann ich die Vintage-Effektsektion nur in den Einzelkanälen verwenden, nicht aber in den Effektwegen (Reverb und Delay) und dem internen iPad-Kanal, über den sich das Audiomaterial jeder Background-Audio-fähigen App in den Mischweg einschleifen lässt.
Aspekt BPM-Eingabe von Delay-Zeiten
Das größte DJ Controller Manko des DL1608 und auch des DL806 wurde leider auch mit Version 1.4 der Master Fader App noch nicht aufgehoben, nämlich das Fehlen einer Möglichkeit zur Verkoppelung von zwei Mono-Kanälen zu einem Stereo-Kanal. Dass das prinzipiell möglich sein muss, zeigen die Stereo-Summe und die Effektkanäle. Warum man bei Mackie nicht an dieser brennenden Front gearbeitet hat und sich stattdessen um ein – zugegebenermaßen großartiges – in der Summe aber weitaus verzichtbareres Feature wie die Vintage-Emulation der Klangbearbeitung gekümmert hat, ist mir ein Rätsel. Im Ergebnis kostet dies einen halben Punkt. Aus den USA wurde uns nach Rückfrage mitgeteilt, dass das Thema in jedem Fall im vierten Quartal des Jahres angegangen wird – wir sind gespannt und werden euch informieren. Auch der Aspekt BPM-Eingabe von Delay-Zeiten, der von uns im Test des DL1608 mit sprachlichem Neonmarker überdeutlich hervorgehoben wurde, befand man bei Mackie offenbar nicht für revisionswürdig. Schade.
Quelle: Bonedo
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