Tour: DVD und nochmal DVD - oder - Warum wir so gerne in Witten spielen
Witten, 20. & 21.11.
Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen unserer neuen DVD. Und toller Menschen, langer Abende und viel Alkohol, aber dazu später mehr.
Erst zur DVD. Im März 2013 aufgenommen und nun, nach gefühlter und realer Ewigkeit endlich fertig. „LIVE. LAUT. UNPERFEKT.“ schimpft sich das gute Stück und ist ein Live-Mitschnitt unserer letzten großen Show mit alter Musik (nur Perkussion), aufgenommen auf dem Stockwood-Festival XIII. Wir sind ein bisschen stolz, dieses Projekt jetzt endlich fertig in den Händen zu halten. Um das gebührend zu feiern, haben wir am Donnerstag eine DVD-Premiere im „[….] raum“ in Witten vor ausgewähltem Publikum, sprich Crowdfundern und ein paar Freunden, veranstaltet.
Joschas Beamer wollte zwar erst nur unter lautem Getöse ein Bild an die Wand projizieren, hat es dann später aber auch eingesehen, dass es für ihn angenehmer ist, wenn er den Film ohne Störgeräusche zeigt. Auch wenn er dabei auf einem improvisierten Stativ aus Tisch und Stuhl stehen musste.
Insgesamt war es eine sehr entspannte Atmosphäre und unsere Gäste hatten Spaß an dem Film. Wer die DVD noch nicht hat, kann sie hier bestellen: www.barulheiros.de/shop
Habe ich gesagt, dass wir mit der DVD-Premiere die DVD feiern wollten? Ist zwar nicht ganz falsch, aber so richtig wollten wir sie dann am Freitag bei der DVD-Release-Sause feiern. Im La Havana in Witten mit einem Konzert von uns und von NIA. Hat auch geklappt. Es ist nur immer so eine Sache, wenn man selber Konzerte veranstaltet. Man steckt viel Arbeit in Planung und Vorbereitung und am Ende hofft man, dass sich die ganze Arbeit irgendwie gelohnt hat, also dass genug Leute kommen und dass die Stimmung beim Konzert stimmt.
Aber zunächst hieß es: Aufbauen, Soundchecken und hoffen, dass der Abend erfolgreich wird. Als NIA loslegte, sich der Raum schon gut gefüllt hatte und man merkte, dass die Leute ihren Spaß hatten, legten sich langsam die Bedenken. Als wir dann auf die „Bühne“ (korrektere Bezeichnung wäre wahrscheinlich: kleiner, ebenerdiger, kuschelig- enger Platz zwischen Soundanlage und Treppe – Wobei auch „Platz“ die falsche Bezeichnung ist, weil sie Platz und Raum suggeriert und wir den nicht wirklich hatten. Also auf Deutsch: Es war scheiße eng) gingen, war der Raum bis hinten hin gefüllt mit vielen bekannten und unbekannten Gesichtern. So soll’s sein.
50 Minuten später, die Scheiben waren beschlagen, wir und sicher auch ein Teil des Publikums waren durchgeschwitzt, hatte vermutlich die ganze Nachbarschaft mitbekommen, dass im La Havana Musik gespielt wird. Ein paar Nachbarn riefen dann vor lauter Begeisterung die Polizei, die sich allerdings als sehr kooperativ herausstellte und weder uns, noch jemanden vom La Havana verhaftete, sondern uns unser Konzert zu Ende spielen ließ. Einzig und allein eine Flasche Jack Daniel’s nahm an dem Abend Schaden, weil wir sie aus dem Thekenregal herausvibrierten. Kollateralschaden. Kommt vor.
Ansonsten haben wir viele freudig grinsende, lachende, tanzende Menschen gesehen und ganz im Ernst, wenn man von euch nach der Show gesagt bekommt, dass ihr Spaß hattet, dass die Musik was in euch bewegt, dass es euch gut geht beim Konzert, dann ist das unser Kryptonit, um uns weiterhin den Arsch für die Sache aufzureißen. Danke! Ich hatte noch Alkohol erwähnt am Anfang. Den gab’s danach in Massen (soweit ich mich erinnere) und wir sind irgendwann zufrieden ins Bett gefallen.
Jonas















