Wie man es nicht machen sollte
An dieser Stelle spielt das 5:5 unseres ersten Punktspiels der Rückrunde mal keine Rolle. Auch nicht wie sportlich souverän unsere Mannschaft den 2:1-Rückstand aus der Halbzeit in eine 2:5-Führung umwandelte. Nein, denn am Samstag wurde das Spiel vor allem durch unsportliches Verhalten und das mangelnde Durchgreifen des Unparteiischen bestimmt.
(Die Jungs von Berolina Stralau stimmen sich auf das Spiel ein. Ein Team! Foto: Anja Kirstein)
Es hätte ein ganz entspannter Tag werden können. Die Sonne schien freundlich auf die Sportanlage des Berliner Athletik Klub 07 und unser Team machte sich engagiert ans Aufwärmen. In Rücksprache mit dem anderen Team hatten wir uns wegen der inzwischen üblichen Abwesenheit eines Schiedsrichters darauf verständigt, dass ein Elternteil dies übernehmen könnte. In der Regel ist es so, dass die Wahl zunächst bei der Gastmannschaft liegt. Wir hatten darauf verzichtet. Ein Fehler, den wir noch bereuen sollten.
Und so übernahm ein Familienmitglied eines BAK-Spielers die Spielleitung, der er schon bald auch aus der Hand gab. Denn schon bald zeigte sich das überharte Einsteigen der Gastgebermannschaft: Ellbogeneinsatz, Beinewegtreten, Niederdrücken. Die Palette an Unsportlichkeiten wurde leider mehr als ausgereizt. Zwar wurden viele Aktionen nach unserem Protest auch abgepfiffen, jedoch fehlte es an klaren Ansagen gegen die beteiligten Spieler. Nur das Androhen von Zeitstrafen ist halt nicht genug, wenn diese Strafe nicht erfolgt bei Wiederholungstätern. Und so war das eine schmerzhafte Erfahrung für unsere Mannschaft, wie man ein Spiel zerpfeifen und die Kontrolle darüber verlieren kann.
Natürlich gab es auch bei uns Fouls, die berechtigt abgepfiffen wurden: Mal ein Bein stehen lassen oder ein unerlaubtes Einhaken und ähnliches. Die Qualität war jedoch eine andere. So war natürlich auch das Unrechtsempfinden bei den Spielern von Berolina Stralau auf eine harte Probe gestellt, wenn vermeintliche Kleinigkeiten sofort geahndet wurden oder bei grobem Fouls keine Strafe erfolgte.
Es ist uns wirklich schwer gefallen, die Jungs in der Halbzeitpause wieder aufzubauen und zurück auf den Platz zu schicken. und Spielabbruch war durchaus eine Option gewesen. Dennoch müssen wir den Jungs an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen, wie sie aus der Kabine zurück ins Spiel gegangen sind und das machten, was sie am besten können. Fußball spielen. Mit der schnellen Aktionen war der Rückstand in eine Führung umgewandelt worden. Leider war es bei diesem Gegner nicht möglich dieses Ergebnis über die Zeit zu retten. Denn sobald man den Ball länger am Fuß behielt, lief man Gefahr etwas auf die Knochen zu bekommen, was in der Folge auch wieder geschah. Ohne Konsequenzen.
Und dass das Spiel zusätzlich in die Länge gezogen wurde, um neben dem Ausgleich noch den Siegtreffer für die Gastgeber zu erzielen, war da fast nur noch eine Randnotiz. In jedem Fall stand hier nicht das Wohl der Spieler und der Spaß am Fußball im Mittelpunkt, sondern allein das Ergebnis. Falls diese Mannschaft erster werden sollte - was wir fußballerisch bezweifeln würden - dann wünschen wir viel Freude mit der Goldenen Ananas.
Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen unsere bislang gute Arbeit fortsetzen, technisch und spielerisch gute Fußballer auszubilden.
















