Einander kennen zulernen, heißt zu lernen, wie fremd man einander ist.
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Einander kennen zulernen, heißt zu lernen, wie fremd man einander ist.
Warthegau
Eine Geschichte über das Fremdsein.
Warthegau. Wo liegt das eigentlich?, fragte ich mich. Ich fragte mich das in Gedanken ganz vage schon lange. Seit den Nachmittagen, als ich mit meiner Oma zusammen saß, ein Aufnahmegerät auf ihrem Tisch. Warthegau, um 45, wie Vieh in Wagen, Frauen, Männer, Kinder, wochenlang. Wollen Sie auch Ihren polnischen Pass haben? Polnischen Pass? Ich verstehe nicht. Ihren polnischen Pass! Als meine…
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Die Fremde ist ein Ort
Sonntag 29. November 2015 Pasinger Fabrik, Kleine Bühne, Beginn 19 Uhr, Eintritt € 8/10
Über Fremdsein, Heimat und Nirgendwo in der zeitgenössischen Dichtung von Frauen.
Für den 20. Schamrock-Salon ist der Titel des Gedichtbands „Die Fremde ist ein Ort“ der Münchner Lyrikerin Sabina Lorenz Ausgangspunkt und Motiv für ein Lesungs-Projekt mit Dichterinnen und Stipendiatinnen der Villa Waldberta. Sabina Lorenz hat mit ihrem Zitat die Autorinnen Marie T. Martin aus Köln, Judith Nika Pfeifer und Christine Huber aus Wien, und Anja Golob aus Slowenien zu eigenen Texten angeregt. Als Stipendiatinnen, die bereits an vielen Orten ihre Zelte aufschlugen, und als Lyrikerinnen, die Ihr Zuhause meist in der Sprache finden, erwarten wir von allen Dichterinnen spannende Beiträge.
Kommen sie auch?
Weil es immer interessant ist auch die Mutter Stimme an zuhören diesen Link nach einen soundfile von Anja Golob, KONCERT DEBELE GOSPE, 2013.
Und hier ist ein Link nach 48° 8’ N, 11° 34’ O ein Gedicht von Sabina Lorenz aus „Die Fremde ist ein Ort“.
Dürft ihr darüber urteilen?
Wie könnt ihr
entscheiden, wer fremd ist?
Sagt es mir,
gibt es etwas, woran man Fremdsein misst?
Sind es die fremden Ideen,
die euch Angst machen?
Sind es die fremden Gesichter,
die euch nett anlachen?
Auch ihr wart mal fremd.
In einem Moment.
Aber ihr wurdet aufgenommen.
Wurde dadurch etwa auch nichts gewonnen?
Und nun könnt ihr urteilen, wer fremd bleiben muss?
Dürft urteilen, wie lange sie verweilen,
als wäre ihr Aufenthalt nur ein flüchtiger Kuss?
Nein, das dürft ihr nicht tun,
sonst finden sie nie irgendeinen Platz zum Ruhn.
Ein Mensch zog vor einiger Zeit an einen fremden Ort um. Bei seinem ersten Treffen mit den Einheimischen bemerkte er, dass die Meisten Unbehagen zeigten. Sofort
Stumpfe Deutsche und verstockte Schweizer
Ich machte schnell und in Eile die Einkäufe für einen Filmabend mit Flammkuchen. Meine Einkäufe brachten die Gastgeberin völlig aus dem Konzept, sie könne so keinen Flammkuchen machen, sie mache den immer anders, sie wüsste nicht, wie es nun gehen solle. Womit hatte ich sie in dieses Chaos und in die Hilflosigkeit gestürzt?
Ich kaufte Saure Sahne statt Creme Fraiche, ich brachte Schinkenstreifen statt Schinkenwürfel und hatte Lauch statt Zwiebeln im Gepäck.