Day 37 - Downtown Halifax
Am nächsten Morgen, nach meiner Zugfahrt im Ocean von Québec nach Halifax, erkunde ich meine Unterkunft in der Wellington Street erstmal bei Tageslicht. In der Küche treffe ich wieder auf einen anderen Gast, eine Frau aus Vancouver, die ihre an Krebs erkrankte Freundin besucht. Hier werde ich im Laufe meines Aufenthaltes auch mit weiteren Gästen ins Gespräch kommen: einem Medizinstudenten im Praktikum, einem Arzt auf Kongressbesuch (die Unterkunft liegt gleich neben dem Victoria General Hospital), einem jungen Chinesen, der seine Heimat, seine Frau und seine kleine Tochter vor 6 Monaten in der Hoffnung auf einen Job als Lkw-Fahrer und auf eine Einreisebewilligung für seine Familie verlassen hat.
Zu Fuß erkunde ich dann die Straßen in der Umgebung: Tower Road, Young Avenue, South End Street... - mit hübschen Häusern im viktorianischen Stil aus dem 18./19. Jahrhundert.
Weiter unten erreiche ich die harbourfront, wo gerade zwei protzige Kreuzfahrtschiffe stehen. An der Uferpromenade tummeln sich Touristen, Musiker, Läden und Restaurants. An einer Imbissbude esse ich ein lobster roll.
Anschließend wandere ich durch die Innenstadt hoch zur Halifax Citadel. Im Scotiabank Center gegenüber hätte ich mir gern ein Eishockeyspiel angesehen, aber die Eintrittskarten für das nächste Match liegen bei 200$ und mehr. Vielleicht ein anderes Mal...
Überall in der Stadt findet man murals der Kunstinitiative gritty to pretty, einen kleinen Bruchteil habe ich auf dem Speicher meines Handys verewigt.
Gen Abend suche ich für ein paar kleine Einkäufe noch einen Supermarkt auf.
Gefallen haben mir auf allen meinen Stationen die Supermärkte Loblaws, IGA und Sobeys wegen ihrer Auswahl an "haus"-gemachten Fertiggerichten (Quiche, Pasta, Sandwiches, Salate...). Eine kostengünstige und trotzdem appetitliche Variante zum Restaurant, in dem man immer noch zusätzlich Steuern (in Nova Scotia immerhin 15%) und Trinkgeld hinzufügen muss. Üblich sind in Kanada wohl 18% tip im Restaurant. Da das Bezahlen per Kreditkarte (einfaches tap) gang und gäbe ist, kann man auf dem Kartenzahlungsgerät direkt auswählen, ob und wie viel Trinkgeld man geben möchte.















