Meine Reise / Teil 3
Myanmar, Hpa-an
Mein nächster Stop führte mich nach Hpa-an und Fabian entschloss sich, mich zu begleiten. Der Bus fuhr abends los und wir kamen mitten in der Nacht an. Am Ankunftsort wurden wir auf einem verlassenen Platz raus gelassen und alle Mitreisenden verschwinden schnell. Wir sprachen den letzten verbleibenden Mann an, der uns nicht verstand und auch den Namen des Hotels nicht kannte. Er organisierte ein Tuk-Tuk und fuhr schnell nach Hause, weckte seine schlafende Frau, die kurzerhand mitfahren muss, offensichtlich kennt sie das Hotel. Vor Ort trafen wir auf einen schlaftrunkenen Mann im Hotel, der uns einen Schlüssel gibt und wieder verschwindet. Gottseidank hat das Hotel nicht so viele Zimmer, so dass wir das uns zugewiesene finden können.
Wir leihen uns 2 Roller aus am nächsten Tag, die Helme sind nicht der Rede wert. Ich sage im Scherz, dass sie im Falle eines Unfalls eigentlich nur den Kopf zusammenhalten. Aber was solls, man ist im Urlaub und will sich keine Sorgen machen.
Wir fuhren zu der Badestelle Lat Ka-na Village, die mehr ein überdimensionierter Pool ist. Hier wird bekleidet gebadet, daran hatte ich nicht gedacht. Gottseidank treffen wir Mira, die seit 16 Monaten auf Reisen ist und mir ihr Gewand leihen kann. Das halbe Dorf ist im Pool und die Kinder planschen ausgelassen. Bei den Temperaturen, es sind 40 Grad im Schatten wollte ich das Wasser gar nicht mehr verlassen. Aber wir zogen weiter zu der großen Höhle Sadan Cave.
Die Fahrt führte uns durch Dörfer, die mehr eine Ansammlung von Hütten sind. Die Menschen sind neugierig, wenn wir passieren. Vor Ort trafen wir kaum auf andere Touristen, dafür auf viele Einheimische, die alle mit uns Fotos machen wollen. Ich habe es erst gar nicht verstanden, aber tatsächlich sind die Menschen dort noch nicht auf so viele Touristen getroffen.
Der Weg durch die Höhle ist sehr lang, zurück kann man nur mit einem kleinen Boot gelangen. Die Landschaft ist wunderschön und wir sind zur trockensten Zeit hier und dennoch, die Farben sind wunderbar.
Am nächsten Tag besuchten wir noch die beiden Höhlen Ya-thay-Pyan Cave und Kant Gone Cave. Ich mochte die Höhlen, nicht nur der willkommenen Kälte wegen. Es sind besondere Orte und zum ersten Mal seit Reiseantritt halte ich inne. Ich wollte auch alleine auf Reisen gehen, um in mich selber horchen zu können. Tatsächlich lernt man auf Reisen so viele interessante Menschen kennen, dass man kaum zu den Momenten alleine kommt. Aber die viel größere Erkenntnis ist, dass man bei jedem Kennenlernen auch wieder sich selber besser kennenlernt.
Wunderschöne Landschaften
Die Abstiege sind sehr steil
Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Yangon mit dem Bus und gingen in dem tollen Restaurant LinkAge essen. Ein Projekt, das Straßenkinder wieder in ein geregeltes Leben verhelfen will. Es schmeckt fantastisch und wir bummelten im Anschluss noch über den Markt. Ich kaufte mir eine Art Apfel auf dem Markt, der in einem Bottich voll Wasser schwimmt.
Ich war die ganze Zeit sehr bedacht mit hygienischen Herausforderungen, nur in diesem Moment denke ich nicht nach. Es fängt um 2 Uhr nachts an und ich hocke auf dem Pott bis zum Morgengrauen. Ich nehme Tabletten, die das Leiden unterdrücken und fahre zum Flughafen. Bis dato habe ich immer mit meinem Pferdemagen geprahlt, ich konnte überall alles essen, ich hatte nie etwas. Aber der Wasserbottich auf dem burmesischen Nightmarket hat mich dann doch in die Knie gezwungen. Ich verabschiede mich auf dem Flughafen von Fabian, der in den Süden an den Strand fliegen möchte, mich zieht es weiter an den Inle Lake. Ich habe Angst vor dem Flug, wird mein Magen mitspielen?













