Möbelhandel im Wandel der Unfreundlichkeit
König Kunde “es war einmal”, so sollte wohl eher die Ansage konventioneller Möbelhäuser an genervte Kunden in ihren Möbelmitnahmeabteilungen lauten. Schlagworte wie “exellente Kundenberatung im Verbraucherurteil” sind da wohl eher Augenwischerei und völlig fehl am Platz. Denn in Wahrheit erwarten “Kunde war König” unübersichtliche Möbelausstellungen, verstaubt, veraltet, eng, stickig absolut KundenUNfreundlich eben. Da sollen Lockrufe in Form von Rabattaktionen in Prospektform helfen, die nur Briefkästen überschwemmen und ungelesen Sammelbehälter füllen. Da werden nervige Werbespots gesendet die permanent weggeschaltet werden und sollten sich dann doch Kunden einfinden, erwarten Sie König Kunde “es war einmal” Mitarbeiter, die nicht einmal wissen wie man Kunden begrüßt, geschweige denn beachtet, wohl eher als Belastung empfindet. Jaaa, das Leben als Mitarbeiter in einem stickigen Möbelmitnahmehaus könnte ja sooo schön sein, wenn da nicht der Zwang zum Möbel verkaufen wäre! Doch ein kleines Grundgehalt plus Provisionregelung zwingt einem ja dazu. Da muss halt irgendwie und möglichst viel verkauft werden. Wenn da nicht der König Kunde “es war einmal” wäre, der eigentlich kompetent, freundlich und ehrlich informiert werden will, bevor er sich für etwas entscheidet. Und hat er sich dann für ein Möbelstück entschieden, ist dieses nicht auf Lager. Warum dann der Kundenhinweis, über 500.000 Artikel vorrätig. Schon wieder Augenwischerei, schon wieder kein Tagesumsatz, schon wieder kein Kundenservice! Da ist nicht nur jeder Preis ein Knaller, da ist der ganze Möbelhausbesuch ein Knaller. Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage: Hat das Unternehmen zuviel Geld um sich diese “Kunde war König” Haltung leisten zu können, oder ist der Tag X sowieso nicht mehr fern?!














