JO13 kroont zich tot kampioen na overtuigende overwinning
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JO13 kroont zich tot kampioen na overtuigende overwinning
Verantwortung als Journalist?
Gerichtet an alle, die sich für Journalismus intressieren:
"Die Augen, Ohren und die Sprache der Welt..."
Wir sind alle dabei Journalisten zu werden, wir, einfache junge Leute. Doch was genau könnte uns erwarten da draussen? Was ist unsere Aufgabe in der Gesellschaft?
Szene: - Ein kleiner knorriger Bergbauer sitzt abends gemütlich bei seinem Quöllfrisch. Seine runzlige Haut riecht nach Mist und Schweiss. Er war den ganzen Tag in der Alp. Der Bauernhof der Familie - in der sechsten Generation rendiert schon lange nicht mehr. Der Käse wird nicht mehr würzig, die Milch mehr sauer als lind. Mit seinen klaren blauen Augen blickt er durch die angelaufenen Scheiben seiner Hütte oben auf der Alp. Draussen ist es finster und kalt. Er füllt etwas Bier in seinen Zinnbecher nach und horcht gespannt dem Radio. Er hört der ganzen Tag die Beiträge des hiesigen Senders. Eine mag er besonders - die des Reisemagazins. Er hatte nie die Chance zu verreisen. Sein furchiges Gesicht verzieht sich zu einer ernsten Miene wenn er daran denkt was er aus seinem Leben gemacht hat und wie er jetzt alt und allein oben in seiner Hütte hockt. Eine Stimme erzählt im Radio von farbigen, bunten Märkten in Indien, wie die Gewürze duften , die Seidenstücke feilgeboten werden. Es wird darüber geredet wie sich die allabendliche Sonne im Meer mystisch spiegelt und wie die Menschen miteinander leben. "...bruuchi nüd", denkt er. "Da hanni au dobe of de Alp am Seealpsee, ho'ho göll" Sackert der Bauer, doch dann tragen ihn seine Gedanken in die Ferne. Der Reporter spielt indische Musik und lässt die Marktszene in Form einer Aufnahme in die Schweiz senden.
Der knurrige Bauer findet sich nun plötzlich nicht mehr in der kalten, einsamen Dunkelheit, sondern steht selber mitten in diesem Basar. Umringt von hunderten, seltsam gekleideten Menschen, die rufen und ihnre Waren anbieten. Die Stimme kündigt einen Wechlel an: An den Ganges wo sich die Menschen zu Waschen treffen. Der Appenzeller steht nun dort, sieht das Funkeln der Sonne, sieht die Menschen, wie sie im orangen Licht der untergehenden Sonne lachen und reden. Er sieht das Leuchten in den Augen der Menschen und spürt die Freude der Kinder, welche mit einem Huhn "Fangis" spielen. Er ist da.
Dann beendet der Reporter seinen Reisebericht und der Bauer hockt wieder auf seiner Holzbank in seiner Hütte und er lacht. Er ist glücklich wie jeden Abend nach dieser Sendung.
Dies ist so eine Vorstellung wie das Wirken von gutem Journalismus sein könnte - es bewegt die Menschen in der Welt. Vielleicht können andere nicht mehr so weit reisen, geschweige denn gehen. - Wir haben die Chance diesen Menschen die Welt etwas näher zu bringen. Wir können sie mitnehmen in die Ferne. Wir haben vielleicht einmal die Möglichkeit einen Traumwagen zu fahren und den Menschen das näher zu bringen, von was sie schon immer geträumt haben und seien es nur diese wenigen Augenblicke in denen sie den Beitrag sehen, hören oder lesen - in diesem Augenblick sind sie da. In diesem Augenblick sind wir unsere Hörer/Leser/Zuschauer.
Eine grosse Verantwortung, nicht?
Sind wir dem wirklich gewachsen? Sind wir alle Vorbild genug dass andere zu uns sehen und sich mit uns als Figuren identifizieren können?
Worin sehen Sie meine Studienkolleginnen und Kollegen die grösste Herausforderung?
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