Heiß/Kalt
In der Glut-Hitze des Gefechts
kann die Schattenseite des Lebens
für Abkühlung sorgen
oder dich
danach sehnen lassen
du
wärst
ver
br
a
n
n
t.
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Heiß/Kalt
In der Glut-Hitze des Gefechts
kann die Schattenseite des Lebens
für Abkühlung sorgen
oder dich
danach sehnen lassen
du
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„O“ wie „Onomatopoesie“
Wie allseits bekannt ist, handelt es sich beim Homo historicus um ein seltsames Wesen. Der kleine Eigenbrötler ist nicht immer sozialverträglich für seine Umwelt. Auch sein Arbeitsgebiet ist für die meisten seiner Mitmenschen spätestens mit dem grottigen Schulunterricht im wahrsten Sinne Geschichte – Ohren zu, Gehirn auf Durchzug geschaltet. Doch ist der Homo historicus ein ganz gewieftes Exemplar, wenn er um die Aufmerksamkeit potentieller Zuhörer buhlt. Er kann etwas, das neben ihm wohl kaum Hollywood besser beherrscht: Er ist ein Meister der Onomatopoesie!
Onomatopoesie, auch landläufig als Lautmalerei bekannt, findet sich in der Häufung vor allem in Comics. Als „KRRRACK!“, „WUMS!“, „PENG!“, „ZZZ!“ und „RUMPS!“ springen uns die außergewöhnlichsten Schöpfungen seit unserer Kindheit meist in bunten Maus-Bildern und Enten-Geschichten entgegen. Und „Kuckuck!“ ist wohl das einfachste und bekannteste Onomatopeticon, was in der deutschen Sprache sein Unwesen treibt.
Und wenn der Homo historicus will, dann beherrscht er genau diese Technik, um das unwissende Volk als unentgeltlicher Entertainer in seinen Bann zu ziehen und gleichzeitig auch in den Wahnsinn zu treiben. Da geht die Titanic auch 2018 nochmals mit heftigen „Glucker!“ unter, nachdem kurz zuvor der Eisberg mit einem „Ächzt!“ und „Quietsch!“ das Metall durchschnitten hatte. Da „rumpst“ es ordentlich, wenn mit einem „traptarap“ die Pferde der Husaren das Feld entlang preschen. Und am Ende, nachdem man ein „Kling!“ hörte, fiel nicht nur der Kopf des französischen Königs Ludwig XVI. mit einem „Klong!“ in den Korb. Bei den weniger stabilen Zuschauern machte sich ein „Würg!“ auf den Weg, um kurz darauf als „Göbel!“ ein verfrühtes Wiedersehen mit dem spärlichen Frühstück zu feiern.
Es klingt einfach besser auf Englisch...
Wenn ich mich mit meinen fandom-affinen Freundinnen übers Fanfiction unterhalte, rätseln wir regelmäßig darüber, warum wir es einfach nicht schaffen, explizite Sex-Szenen auf Deutsch zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, uns vor Peinlichkeit die Hände vors Gesicht schlagen zu müssen. Von selber schreiben wollen wir mal gar nicht reden.
Die erste Theorie, mit der wir uns die Sache erklärten, war einfach Gewöhnung. Wir sind einfach mit englischer smutfic sozialisiert worden. Das heißt Fanfiction mit pornographischem Charakter haben wir zuerst auf Englisch gelesen – und nie wirklich überlegt, ob wir das ändern wollen. Ein paar Blicke in deutschsprachige Versuche waren in der Beziehung recht heilsam. Es klingt einfach besser, fanden wir. Nicht so albern wie auf Deutsch. Vielleicht einfach weil es eine Fremdsprache ist. Songtexte klingen auch cooler auf Englisch.
Paul Scheerbart ⊕ Kikakok!ú ⊕ Ein Lautgedicht
Paul Scheerbart ⊕ Kikakok!ú ⊕ Ein Lautgedicht
Paul Scheerbart ⊗Kikakok!ú (1897) Ekoraláps! Wîso kollipánda opolôsa. Ipasátta íh fûo. Kikakokú proklínthe petêh. Nikifilí mopaléxio intipáschi benakáffroprópsa pî! própsa pî! Jasóllu nosaréssa flîpsei. Aukarotto passakrússar Kikakokú. Núpsa púsch? Kikakokú bulurú? Futupúkke – própsa pî! Jasóllu … … … (Die Zeichen über den Buchstaben sind Hinweise für die Betonung.) Obwohl die Lautmalerei in der…
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The German word for onomatopoeia is Lautmalerei--literally, "sound painting."