Ich stöbere auf Amazon durch Fachliteratur zu einem Thema. Mir werden deutsche und englische Bücher angezeigt, eines, dass mich konkret interessiert, ist auf deutsch. Da ich aber lieber im Original lese (sofern ich die Sprache ausreichend beherrsche), versuche ich, die englische Version zu finden.
Die Übersetzer haben sich offenbar auch am Titel ausgetobt, denn auf der Autorenseite des Autors finde ich keinen englischen Titel, der ähnlich klingt und da es ein Fachautor für ein konkretes Thema ist, ähneln sich die Titel auch sehr, so dass ich wenig Anhaltspunkte habe.
Ich gucke, ob es eine deutsche Wikipediaseite des Autors gibt, auf der die deutschen Bücher gelistet sind. Üblicherweise steht dann nämlich auch der Titel der Originalausgabe daneben. Der Autor hat aber nur eine englische und eine portugiesische Wikipediaseite, das hilft mir nicht.
Ich gucke mir die Leseprobe des deutschen e-Books an, in der Hoffnung, dass da vielleicht eine Referenz auf die Originalausgabe steht, aber das ist nicht der Fall. Einen Blick ins Papierbuch gibt es nicht.
Ich könnte jetzt natürlich die Inhalte der Leseprobe mit denen der englischen Bücher vergleichen, das ist mir aber zu aufwändig.
Dann fällt mir ein, dass ja auf Goodreads üblicherweise alle möglichen Ausgaben gelistet sind. Ich gehe also zu Goodreads, suche das Buch über den deutschen Titel, klicke dann auf die Option, mir alle anderen Editionen anzugucken und finde darüber den englischen Titel. Damit gehe ich dann wieder zu Amazon, suche das Buch raus und lade mir die Leseprobe aufs Kindle.
Wahrscheinlich gäbe es auch noch diverse andere Wege, an die Information zu kommen, aber so richtig leicht wird es einem nicht gemacht.
Monsterjäger
Hexer
Schlächter von Blaviken
Weißer Wolf
Gwynbleidd
Seine hochgewachsene, muskelöse Gestalt war nach wie vor in Leder gehüllt und verdeckte damit die zahlreichen Narben, die er im Laufe der Jahrzehnte über seinen Körper gesammelt hatte. Nur die im Gesicht, die sich quer über sein linkes Auge zog, weckte die Aufmerksamkeit der Menschen um ihn herum und ließen ihre Gedanken in die unterschiedlichsten Richtungen wandern. Warum sah er so aus?
Doch niemand traute sich den Hexer solch persönliche Fragen zu stellen. Außer man kannte seinen Ruf oder seinen Namen. Doch auf der Erde war das kaum möglich – hier war er nur in wenigen Bereichen bekannt und diese Leute hatten massenhaft Geld oder setzten sich für das Gute der Welt ein. Manche auch für das Schlechte.
Wenn das Geld jedoch stimmte, nahm der Mann die Aufträge mit höchster Präzession an und erledigte sie schnell, so wie man es von ihm kannte.
Der Auftrag, den er hier erhalten hatte, war eine Lappalie und nichts, was seine Kräfte äußerst anspannte. Ganz im Gegenteil. Er zog das aus Silber geschmiedete Schwert von seinem Rücken – erst als er die Finger um den Wolfskopf schloss, wurde es sichtbar für alle anderen – und ließ seinen Blick aufmerksam über den Widergänger wandern, dessen Klauen sich in den leblosen Körper eines Mannes gebohrt hatten.
Es lachte hämisch, verspürte keine Angst und auch keine Furcht vor dem Hexer. Mit zwei schnellen Schritten stand der Weißhaarige vor dem Monster und hob seine Klinge hoch empor, um sie mit einer schnellen Bewegung durch den Körper des Wesens zu ziehen und ihn in der Mitte zu teilen. Es gab ein hässliches Geräusch, das man mit nichts vergleichen konnte. Fast würde Geralt es als schneidende Luft betiteln, die auf einen kurzen Widerstand traf und durch geisterhafte Körper strich.
Am Ende lag der Widergänge auf dem Boden. Hätte das Monster sein Gewissen gezeigt, seine Absichten erklärt und nicht nur hämisch gelacht, hätte Geralt Gnade walten lassen können. Doch so war es ihm nicht möglich. Es handelte sich um ein Monster, dessen Kopf nicht mehr arbeitete und nur noch aus Blutlust bestand.
Nur wenige Augenblicke später schob der Mann seine Klinge wieder zurück in die vorgefertigte Scheide auf seinem Rücken, damit diese wieder unsichtbar wurde. Der Mann stieß die kühle Luft nach draußen und betrachtete, wie das Monster sich auflöste und im Land der Toten verstrich
// Serie, Spiele und Bücher bekannt; mit eigener Interpretation und Entscheidungen. semi-active, crossover-friendly.
Gestern habe ich eine Leserunde zu meinem Roman Orpheustränen bei Lovelybooks ins Leben gerufen. Wer das Buch noch nicht kennt und dies ändern möchte, kann sich dort ab sofort bis zum 26.09. auf eines von 15 kostenlosen E-Book-Exemplaren (epub oder mobi) bewerben.
Die einzige Teilnahmebedingung ist, dass ihr am Ende in einer Rezension zusammenfasst, wie euch das Buch gefallen hat (muss nicht lang sein).
Herzlich eingeladen sind natürlich auch diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben und sich mit mir und anderen darüber austauschen möchten. Ich denke, das Thema allein regt schon zu spannenden Diskussionen an, und zu meinem Buch stehe ich euch sehr gern Rede und Antwort.
Also wenn ihr mögt, schaut einfach mal vorbei! :-)
Klappentext:
Wärst du bereit, für ein Wiedersehen mit deiner verstorbenen Liebe deinen Verstand zu riskieren?
Auch zwei Jahre nach Tristans Tod hat Nessie den Verlust ihres besten Freundes nicht verwunden. Doch eines Abends bietet ihr ein Fremder an Tristans Grab die Lösung: Er gibt Nessie ein Medikament, das Tristan zurückbringt – wenn auch nur als Trugbild. So soll sie ihm endlich ihre Liebe gestehen und Abschied nehmen können.
Dies gestaltet sich aber unerwartet schwierig, denn Trugbild-Tristan hält sich nicht nur für real, sondern will zudem herausfinden, was zu seinem Unfalltod geführt hat. Hin und her gerissen zwischen Sehnsucht und Vernunft lässt sich Nessie auf eine Spurensuche mit ihm ein. Tristan ist schließlich der Einzige, der ihr Antworten geben könnte. Aber als Fragment ihrer Fantasie kann er ja nicht mehr wissen als sie. Oder doch?
Leseprobe:
Seine Hand suchte meine und schob sich hinein. »Hilfst du mir, Nessie? Ich weiß noch nicht, wie, aber hilfst du mir?«
Da war er. Der perfekte Moment, um es ihm zu sagen. Es hätte ihn erlöst. Es hätte mich erlöst. Ich spürte es am Silberring, der gegen meinen Mittel- und Kleinfinger drückte, während meine Hand sich um Tristans schloss.
»Ich versuch’s«, wisperte ich und schwieg. Es ging nicht anders. Ich war nicht so weit. Noch nicht.
»Danke«, flüsterte Tristan zurück. »Und jetzt hauen wir ab, okay? Dieser Ort deprimiert mich.« Mit einem Schaudern stand er auf und zog mich mit sich.
»Wir könnten dir zum Beispiel etwas zu Essen holen. Früher warst du pummeliger, das hat mir besser gefallen. Sah gesünder aus.«
»Na hör mal!«, empörte ich mich, während ich ihm in die Kastanienallee folgte, seinem Grab den Rücken kehrend. »Ich war nie pummelig!«
»Eben drum können wir dich hemmungslos mästen.« Er zwinkerte fröhlich. Dann blieb er stehen und nahm mich in den Arm. »Ich bin wieder da, Nessie«, raunte er an meiner Schläfe. »Und ich lasse dich nicht mehr allein. Nie mehr.«
Samstagabend. Die Dämmerung hatte längst eingesetzt und die letzten Sonnenstrahlen, die sich tagsüber am wolkenverhangenen Horizont durch das regnerische Dickicht gedrängt hatten, verschwanden endgültig. Aus dem Büro über den Dächern der Stadt ließ sich das Geschehen und Treiben gut beobachten. Der Verkehr staute sich auf den Straßen und auf den Gehwegen zwängten sich Menschen mit und ohne Regenschirme aneinander vorbei, um in die trockene, angenehme Wärme der Restaurants, Bars und Hotels, sowie in die angemieteten Apartments zu fliehen. Der am Tage meist vorherrschende Regen hatte sich an diesem Abend ein wenig gemildert und war zu leichtem Nieseln übergegangen, doch noch immer reflektierte sich das Licht der Schaufenster, Scheinwerfer und Straßenlaternen in den bewegten Pfützen auf dem Asphalt. Der Abend war jung und das wahre Nachttreiben würde erst in ein, zwei Stunden beginnen, wenn die Menschen sich aus dem Feierabend heraus in Alkohol und andere Vergnüglichkeiten stürzen würden.
Die letzten Akten und Dokumente des Arbeitstages verstaut und hinter sich lassend, nutzte er das im Büro integrierte Floh-Netzwerk, um in das altbekannte und wohlige, wenngleich auch recht düstere Anwesen zu kommen. Vom oberen Stockwerk her hörte man die leisen Stimmen der Hauselfen hallen, die sich tagsüber ihren Pflichten widmeten und nun am späteren Abend erst auf eindrücklichen Wunsch oder vorherige Anweisung erschienen, um weitere Aufgaben anzunehmen. Ein Blick auf die Uhr am Handgelenk verriet, dass ihm nicht mehr allzu viel Zeit blieb, bis seine nächtlichen Pflichten des Samstags ihn erwarteten. Die schwarzen Holztreppen ins erste Obergeschoss hinauf genommen, betrat er das ausladende Hauptschlafzimmer am Ende des weiten, hauptsächlich in Grün- und Schwarztönen gehaltenen Flurs. Zu seiner Zufriedenheit hatte ihm Bilby bereits das gewünschte Outfit auf dem Bett bereit gelegt, sodass Lucius selbst nicht mehr viel zu tun hatte. Im dazugehörigen, angrenzenden Badezimmer, welches wie der Rest des Manors in Grün- und Schwarztönen gehalten war, machte er sich frisch und wusch unter der weitläufigen Regendusche die letzten Gedanken und Strapazen der Arbeit von sich, bevor er sich für den anstehenden Nachtdienst richtete.
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Mit einem leisen, kaum hörbaren Knall war er am Apparierpunkt in der Nockturngasse angekommen. Auch hier hatte das Wetter keine Gnade und der Nieselregen prasste unablässig aus dunkelgrauen, von den Lichtern der Stadt erhellten Wolken hinab. Wenige Schritte um die Ecke befand sich bereits das Ziel seines Ausflugs unscheinbar zwischen zwei weiteren Gebäuden vor einem kleinen Platz aus Pflastersteinen. Die wenigen Fenster des Gebäudes waren vollkommen verdunkelt und aus dem Inneren drang kein Geräusch nach außen. Kaum merklich in der Dunkelheit prangte über der schweren Tür ein Schild mit der dunkelroten Aufschrift 'Darker'. Nicht nur, dass sich für gewöhnlich recht wenige Zauberer in die Nockturngasse verirrten ; wenn man nicht wusste, was es mit dem Gebäude auf sich hatte, lief man einfach daran vorbei, ohne es weiter zu beachten. Und genau das war der Sinn dahinter gewesen, als Lucius und Severus einen Standort für ihr Etablissement vor fünf Jahren gesucht hatten. Niemand sollte rein zufällig hinein stolpern und sich den Kopf darüber zerbrechen, auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen von Innen heraus einen weiteren Riegel davor schoben. Rechts über der Tür blinkte das kleine, kaum erkennbare rote Licht der Überwachungskamera, die den Eingang stets im Blick hatte. Auch das war ein Teil der Sicherheitsvorkehrungen, um das Geschehen im Inneren exklusiv zu halten.
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Als Inhaber und Hauptgeldgeber des 'Darker' hatte er selbstverständlich keinerlei Probleme damit, das Etablissement zu betreten. Ohne weitere Worte oder Passwortabfragen und ohne das Aushändigen eines Flyers oder einer Visitenkarte - was normalerweise für Erstbesucher und weniger regelmäßige Gäste notwendig war - öffnete sich die Türe für ihn. Wenige Treppenstufen führten ihn ins Foyer und die Garderobe und trennten die Gäste vom wahren Geschehen. Die Räumlichkeit hielt sich recht schmucklos und wenig beeindruckend, während dunkelrotes Licht die Umgebung gerade so weit erhellte, dass man nicht Gefahr lief zu stürzen oder die Türen nicht zu finden.
„Guten Abend, Master Lucius.“, grüßte ihn sogleich die hochgewachsene Blondine in anmutigem, schwarzen Samt, die hinter dem Tresen der Garderobe arbeitete.
„Guten Abend, Leah. Wie ich sehe ist heute Abend einiges los?“
„Es ist unglaublich. Ich glaube, so viele Gäste hatten wir noch nie.“
„Hervorragend. Ich werde mir ein eigenes Bild davon machen. Danke dir.“, entgegnete er durchaus nicht ohne Vorfreude und reichte der jungen Dame seinen Mantel. Viele Gäste bedeutete auch, dass es neue Gesichter zu entdecken gab. Neue Menschen, deren Geschichten er nur zu gerne in sich auf sog und neue Abenteuer, die es zu bewältigen gab. Bevor er die Tür zum Hauptbereich betrat, ließ er mit einem leise gesprochenen Zauberstab die schwarze Maske im Gesicht erschienen, die zumindest nicht sofort verriet, wer sich dahinter verbarg. Denn auch, wenn er unter den Stammgästen kein Fremder war und die meisten wussten, wer er war und dass der Laden ihm gehörte, so war der Hauptbereich doch auch für nicht eingetragene, der Verschwiegenheit verpflichteter Mitglieder zugänglich und er wollte nicht riskieren, dass man seinen Namen in falsche Verbindungen setzte. Eine Meldung im Tagespropheten wäre zwar nicht weiter tragisch, würde aber Fragen aufwerfen, auf die er gut und gerne verzichten konnte, zumal er seine Privatsphäre lieber behalten wollte.
Die wenigen Schritte an der Garderobe vorbei, erreichte er die Türe, die ihn in den Teil seines Lebens führte, von dem nur wenige wussten.
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Stimmengewirr, dass im Foyer nur sehr dumpf und leise zu hören war, rieselte augenblicklich auf ihn ein. Schwarzlicht ließ das Chitin in manchen Getränken fast magisch erstrahlen und auch das Weiß mancher Kleider, Hemdärmel und Halsbänder erhielt einen bläulichen Schimmer. Das rote Licht, das sich etwas heller als im Foyer zwischen das Schwarzlicht mischte, sorgte für eine angenehme, familiäre, warme Atmosphäre. Christopher, Margret und Lissa eilten hinter der Theke aus Schwarzeiche herum, um die Gäste mit alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken zu versorgen. Die vielzähligen in schwarzem und rotem Leder gehaltenen Sessel und Couchen waren beinahe restlos besetzt. In allen Ecken unterhielten sich Menschen, lachten, umarmten sich. Einige Pärchen gingen die Treppen zu einer anderen, exklusiven Etage hinauf, wiederum andere nahmen die Treppen am Ende des Hauptbereiches ein Stockwerk tiefer in eine nicht weniger exklusive Umgebung. Denn nur Mitgliedern, die eingetragen waren und sich der Vertrautheit und Verschwiegenheit verpflichtet hatten, war es gestattet die anderen beiden Stockwerke frei zu nutzen. Die restlichen Gäste, die hier waren um Unterhaltungen zu führen, den Abend unter Gleichgesinnten zu genießen und etwas zu trinken, durften sich lediglich auf dieser Etage aufhalten. Eine verzauberte, unsichtbare und für Mitglieder nicht spürbare Barriere stellte sicher, dass diese Vereinbarungen eingehalten wurden. Alle anderen, die unbefugt ihr Glück versuchten, liefen wie gegen eine Wand und realisierten somit schnell, dass keine Chance bestand, das System auszutricksen. Tatsächlich waren es aber nur sehr, sehr wenige Zauberer, die ihr Glück diesbezüglich versuchten und im Normalfall kümmerte sich einer der angestellten Securitys darum, wenn es weitere Schwierigkeiten gab.
Die Exklusivität, Sicherheit und auch die Privatsphäre der Mitglieder wurde gewährleistet, indem man Mitgliedsbeiträge erhob. Diese wirkten auf einen Fremden womöglich recht hoch, stellten aber sicher, dass nicht jeder einfach tun und lassen konnte, was er wollte. Auch die Miete des Gebäudes, Gebühren für die Verzauberung einzelner Räume, das Investieren in neue Räume, die Ausgabe von Getränken und die zur Verfügung gestellten Gerätschaften wurden somit finanziert, sodass keiner der Mitglieder ein Problem mit den erhobenen Gebühren hatte. Stammgäste und regelmäßige Besucher aus aller Welt schätzten das Ambiente, das Miteinander und die Wahrung der Privatsphäre im 'Darker', weshalb es sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit erfreute. So auch an diesem Abend.
Samstage waren immer die Tage, an denen das 'Darker' am besten Besucht war. Die meisten Zauberer hatten ein freies oder zumindest verfrühtes Wochenende und der Tag bot sich am Besten, um seinen Leidenschaften zu folgen. Der Club hatte außer Sonntags und Montags jeden Tag geöffnet, allerdings waren die Mittwoche und Samstage die rentabelsten, was sich heute erneut eindrucksvoll zeigte.