Gelesen habe ich auch wieder ein bisschen:
Erstmal informierte ich mich über die Trinkgewohnheiten der berüchtigten Schauspiellegenden Richard Burton, Peter O'Toole, Richard Harris & Oliver Reed. In Form einer Graphic Novel. Sie sind bedenklich.
In Malarkoi, der zweiten, in Pyramiden organisierten und im ersten Teil als feindlich angenommenen von den Cities of the Weft, in die es uns umgehend (ungeduldig, wie wir sind) verschlägt, sei alles besser als in Mordew, heißt es erstmal. Es scheint aber nicht zu stimmen, als die übriggebliebenen Kinder ankommen. Vielleicht, weil jetzt nicht nur Gott tot ist, sondern auch noch Nathan Treeves, der Held und potentielle Messianische Heilsbringer. Aber die kommen ja trotz Tod manchmal wieder. Jetzt sind wir total gespannt auf Waterblack.
Vergnügte mich dann einmal mehr (diesmal auf englisch) mit Flann O'Briens großangelegtem Angriff auf jegliche gängige Erzählstruktur und den gesunden Menschenverstand. Die Romanfiguren rebellieren (nachvollziehbar) gegen den Willen des Autors. Graham Greene scheint es auch zu mögen.
Flavia löst einen neuen Fall. Endlich mal eine Pilzvergiftung!
Ein weiterer dieser supercleveren historischen Romane von Leo Perutz, als das Genre noch ganz ohne Frauen in Männerberufen auskam.
Peter Grant ermittelt auch wieder, obwohl er eigentlich Urlaub in Schottland machen wollte, mit der Gattin und den Zwillingen. Natürlich reist schließlich die komplette Folly an, weil rätselhafte Dinge geschehen und mit Meeresgeschöpfen kennt sich, obwohl Flussgöttin, Beverly auch nicht recht aus.
Befasste mich dann endlich einmal mit der Bibel der Dekadenz, hier etwas gegen den Strich als Gegen Alle übersetzt und schick in weißer Seide eingebunden. So geht es mir auch immer.
Mr. Norrell bringt, sehr wohlorganisiert, die Magie nach England zurück, der abenteuerlichere Jonathan Strange bringt sie aber gleich wieder durcheinander. Wobei, es war Mr. Norrell, der den unheimlichen Gentleman aus der Feenwelt heraufbeschwört hat. Auf Feen kann man sich einfach nicht verlassen, und muß sehr genau darauf achten, was man mit ihnen aushandelt. Nach vielen Jahren wiedergelesen, ist es immer noch das erstaunlichste Werk in der phantastischen Literaur der letzten 70 Jahre. 90 wohl inzwischen.