veit.lindau
Heute hatte ich die große Ehre, Margot Friedlander interviewen zu dürfen. Eine bezaubernde, tief berührende Lady, fast 99 Jahre alt. Sie ist selbst eine Überlebende des Holocausts und hat Mutter, Vater und Bruder in Auschwitz verloren. Ihren so unfassbaren Geschichten menschlicher Dunkelheit zu lauschen und gleichzeitig so viel Licht in ihrer Seele zu spüren, hat mich sehr, sehr still gemacht. Ich habe das Gefühl, von ihr einen unsichtbaren Staffelstab und die für uns damit verbundene Aufgabe empfangen zu haben - ...mich selbst, dich, uns alle an das zu erinnern, was wirklich zählt. ...unserer Plattform homodea eine noch stärkere gesellschaftspolitische Relevanz zu geben. ...mit an einer postreligiösen Spiritualität zu weben, die in vereinenden Werten und konkret gelebter Menschlichkeit wurzelt und nicht in trennenden Glaubenskonzepten. ...und dem Erinnern daran, dass das Dritte Reich auch "nur" mit einer Verschiebung von Sprache und ausgrenzenden Tendenzen begonnen hat. Ich bin gerade so dankbar und still. Das komplette Interview wird es demnächst in unserer neuen Podcastserie "Alles Menschen" zu hören geben.











