Medikamente gegen opioidbedingte Verstopfung
Manche Menschen müssen neben den Opioiden, die die Verstopfung verursachen, zusätzliche Medikamente einnehmen. Oft verschreibt der Arzt gleichzeitig mit den Opioiden ein Abführmittel oder ein kathartisches Medikament, die beide zur Verringerung der Verstopfung beitragen können. Auf diese Weise beginnt die Behandlung der Verstopfung sofort. Da Abführmittel jedoch nichts an der zugrunde liegende Opioidwirkung ändern, helfen sie nicht immer gut.
Zur Behandlung von opioidinduzierter Verstopfung können Ärzte folgende Medikamente verschreiben:
Osmotische Abführmittel: Diese erhöhen die Wassermenge im Darm, wodurch der Stuhl weicher wird.
Weichmachende oder gleitende Abführmittel: Sie machen den Stuhl weicher und gleitfähiger.
Abführmittel mit Volumen: Sie erhöhen das Volumen und machen den Stuhl weicher.
Stimulierende Kathartika: Sie wirken der Wirkung der Opioidmedikamente direkt entgegen, indem sie die Darmbewegung erhöhen und dem Darm helfen, den Stuhlgang voranzutreiben.
Prostaglandine oder prokinetische Medikamente: Sie verändern die Art und Weise, wie der Darm Wasser und Elektrolyte aufnimmt, und erhöhen das Gewicht und die Häufigkeit des Stuhlgangs, während sie gleichzeitig die Zeit verkürzen, die für den Stuhlgang benötigt wird.
Andere Möglichkeiten sind:
Umstellung auf Schmerzmittel, die nicht auf Opioiden basieren, obwohl dies für Menschen, die eine starke Schmerzlinderung benötigen, möglicherweise nicht hilfreich ist.
Verwendung von Medikamenten, die die Wirkung von Opioiden auf den Darm blockieren.










