15/53: Die Māori, ihre Show, ihre Lebensweise.
Ich kann es nur vermuten, aber es gibt vermutlich wenige Gegenden, in denen die Māori und ihre Kultur so greifbar ist wie in und um Rotorua.
Um das Touri-Herz zu besänftigen, schauten wir uns die Māori-Show in Te Puia an, lachten und staunten – aber leider gab es auch hier kein Māori mit einem Tā moko im Gesicht. Schade, denn darauf hatte ich gehofft.
In Rotorua gibt es aber auch noch den Stadtteil Ohinemutu. Ohinemutu ist eine der ursprünglichen Māori-Siedlungen und gleicht geothermisch einem Minenfeld. So idyllisch die Fotos hier wirken mögen, so gefährlich ist es dort, die Gehwege und Straßen ohne einem Ortskundigen zu verlassen.
Hier zischt es, da sprudelt kochendes Wasser aus einer Erdspalte. An einer anderen Stelle ist ein verlockend klarer Tümpel, der sich mit seinen 70 Grad lediglich als Sous-vide zu missbrauchen ist. Am Wegesrand können sich auch schon mal die Flip-Flops verflüssigen.
Auch in Ufernähe ist nicht an eine kleine Erfrischung zu denken, denn die Schwaden auf dem Wasser sind nicht etwa Nebel, sondern Wasserdampf. Durch Zufall trafen wir einen ortsansässigen Māori, der uns so einige Geschichten von leichtsinnigen, manchmal auch betrunkenen Gästen erzählte. Man kann vermuten, dass nicht alle Geschichten ein gutes Ende nahmen: vor allem nicht, wenn man kopfüber in einen dieser idyllischen Tümpel springt oder stolpert und in ein heißes Schlammloch fällt. Aua.
Ohinemutu ist trotzdem ein Besuch wert, auch wenn es erschütternd ist, zu sehen, wie einige der hier ansässigen Māori leben.
Aber auch hier gesucht und nicht gefunden: das Tā moko.