LAPLAND #7 | A colorful sky, scorching heat & icy water: SWEDISH SAUNA WITH A VIEW
Die Sauna liegt am See Torneträsk umgeben von einem atemberaubenden Bergpanorama und als wir dort hinlaufen, geht die Sonne gerade unter und färbt den hellblauen Himmel in rosa und violett Tönen. Ein unglaublich klarer magischer Winterabend mit wunderbaren Blick auf das landschaftliche Wahrzeichen Abiskos: Lapporten. Das ist ein großes, fast halbkreisförmiges Trogtal zwischen den beiden Bergen Tjuonatjåkka und Nissuntjårro.
Die Sauna wird mit einem Holzofen betrieben, was eine ganz besondere Atmosphäre verbreitet durch das Knistern und den Geruch. Ganz besonders ist auch das Abkühlen: Eintauchen in das eiskalte Wasser des Sees. Torneträsk ist im Winter vollständig zugefroren, nur ein ca 1qm großes Loch und eine Leiter gestattet das ungewöhnliche Bad.
Das ist schon eine ganz besondere Erfahrung, wo man doch bei den lappländischen Temperaturen sogar mit mehreren Lagen Klamotten friert. Als wir vor der Sauna das Eisloch anschauen, kann ich mir nicht im geringsten vorstellen, da mit Bikini einzutauchen. Aber nach der unglaublichen Hitze ist das ein wirklich erfrischendes Erlebnis. Natürlich raubt einem das kalte Wasser ganz schön den Atem, aber es ist trotzdem ein schönes Gefühl.
Bleibt man etwas länger in der Kälte frieren die Haare ein und auch die Volants meines Bikinis werden ganz steif vom Frost.
Übrigens ist es weniger schlimm in das Eiswasser zu tauchen, als sich im Schnee zu wälzen, da das Wasser minimal 0 Grad hat, der Schnee dagegen Minusgrade.
Als wir zurück zum Hostel laufen passiert das Magische: Nordlichter!
Wenn besonders starke Sonnenwinde auf das Magnetfeld der Erde treffen, werden sie automatisch in Richtung der Pole umgelenkt. Geladene Teilchen der Sonnenwinde ionisieren schließlich Stickstoff- und Sauerstoff-Atome der Erdatmosphäre. All das wird für uns als Nordlichter sichtbar.
Niemand kann genau vorhersagen, wann Nordlichter auftreten. Oft heißt es einfach Geduld haben und in der Kälte ausharren. So ging es uns am ersten Abend. Wir haben über eine Stunde gewartet und wurden dann tatsächlich noch mit einigen schwachen grünen Streifen am Himmel belohnt. Am zweiten Tag war es sehr wolkig und dadurch keine Chance Nordlichter zu sehen. Dafür war die Show am dritten Tag umso beeindruckender: Über mehrere Stunden hinweg bekamen wir wunderschöne grüne Figuren zu sehen. Die Nordlichter haben regelrecht getanzt!