Heute ist schon der 18.02. und langsam kommt Routine rein. Nach dem Aufstehen ging Christin frühstücken und ich wieder laufen. Wir trafen uns dann wieder im Hotel und machten uns für einen Strandtag fertig. Irgendwie waren wir beide etwas k.o. und hatten nicht wirklich Bock auf Action. Nicht weit von unserem Hotel ist der Strand Playa Martinez. Dort kann man auch surfen, aber die Wellen und der Wind war einfach zu stark und ich zu schwach um mich inn das Abenteuer zu schmeißen. Also chillen wir nur und schauten den Boys bei deren Kunst zu. Irgendwann fing es an zu Regnen und wir flitzen schnell nach Hause und murmelten uns im Bett ein. Ach es ist herrlich. Und habe ich es schon erwähnt, dass Christin die Beste Reisebegleitung ist, die man sich vorstellen kann? Sie passt auf mich auf, guckt dass ich warm genug angezogen bin, ich was esse, moppert nicht rum, wenn ich abends doch noch alleine weiter ziehen will und und und. Da kann man sich einfach nur wohlfühlen, wenn jemand sich um einen so sorgt 😍. Wir machten uns dann für den Abend zurecht, denn hier in Puerto de la Cruz war wieder Karneval angesagt. Die ganze Stadt war voller schwarz gekleideten Frauen. Auch die Männer waren als Frauen verkleidet. Später fuhr ein Wagen mit einem riesigen Fisch aus Pappmaché durch die Straßen und die Frauen liefen hinterher und deuteten Trauerlaute an. Mhhhh es muss also eine besondere Bedeutung haben und weil wir ja nicht doof bleiben wollen, kommt hier die Bedeutung. Die ganze Zeremonie heißt "Das Begräbnis der Sardine (El entierro de la sardina)". Das Begräbnis der Sardine ist ein großes Volksfest in Spanien und symbolisiert traditionell das Ende des Karnevals und den Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. Im Mittelpunkt steht dabei eine riesige buntgeschmückte Fischfigur aus Pappmaché und Stoff, die in einer Prozession von Fackelträgern, wehklagenden Witwen und Trauergästen in Trauerkleidung begleitet durch die Straßen getragen wird. Das Fest endet in den frühen Morgenstunden, wenn die Fischfigur schließlich angezündet oder in manchen Küstenorten, wie etwa in Puerto de la Cruz, Teneriffa, und auf anderen kanarischen Inseln, brennend aufs offene Meer hinaus getragen wird. Mit dem Verbrennen der Figur findet allgemein ein großes Feuerwerk statt. Der Ritus besagt dabei, dass etwas zerstört werden muss, damit es mit neuer Kraft wiedergeboren wird und Neues entstehen lässt, wobei dem Fisch die Symbolik der christlichen Liturgie zukommt. Die Beerdigung der Fastenspeise Fisch erscheint dabei etwas absurd, was wohl im ursprünglichen Brauchtum begründet liegt, bei dem Schweinehälften beerdigt wurden. Daraus entwickelte sich eine Art ironisches „Gegenspiel“ aus „mageren“ und „fetten“ Zeiten. Ach fein, wieder was gelernt. Christin ging dann irgendwann nach Hause und ich zog noch weiter los. Einen perfekten Tag mit der Mischung aus Erholung und Kultur haben wir mal wieder erlebt.











