Entdeckt: Afro BubbleGum Bestimmt kennt ihr den Bechdel-Test oder? Etwas ähnliches beschreibt Wanuri Kahiu in diesem 5-Minuten-TED-Talk. Sie möchte, dass Afrikaner/innen in Literatur und Kunst nicht nur auf Armut, HIV und damit einhergehende Depressionen beschränkt werden und plädiert für eine vielschichtigere Darstellung, die auch die bunten und fröhlichen Seiten afrikanischer Kultur hervorhebt bzw. Afrikaner/innen nicht von vornherein als “Opfer, die gerettet werden müssen” zeigt. Ob diese Repräsentation gelungen ist, lässt sich mit Hilfe ihres Afro BubbleGum-Tests überprüfen.
Entdeckt: rubyhosh Ruby kommt aus dem UK und postet nach eigener Beschreibung zu 90% Bookstagram-Fotos. Ich muss zugeben, dass es mir bei ihrem Feed vor allem ihre blumige Bettwäsche, die oft als Hintergrund dient, angetan hat, aber auch ihre sonstige Einrichtung (z.B. ihr Nachttisch) sind irre stylisch und sehr schön anzusehen. Dazu kommt ihr Büchergeschmack (sie liebt Valente <3) und die freundliche, fröhliche Art mit der sie sich in den Kommentaren mit einem austauscht.
Gehört: Because You Love To Hate Me Ich war ziemlich neugierig auf diese Booktuber-Autoren-Kollaboration. Es sind ja durchaus einige namenhafte Autoren dabei, aber die Sammlung war eine einzige Enttäuschung. Angefangen hat es mit den Hörbuchsprechern. Julia Whelan hat mir einfach subjektiv nicht so zugesagt und Kevin T. Collins hat jeden Satz betont als wäre er ein episches Trauerspiel. Die Storys selbst konnten die schlechte Lesung nicht retten, vor allem die erste Hälfte war einfach nicht das, was ich mir von der Anthologie erwartet habe (sowas wie düstere Märchen), stattdessen sind es zu kurze Situationen, überladen mit zu viel Worldbuilding, eine Verkettung langweiliger YA-Tropes oder abrupt endende Ansätze, die ich ohne die darauffolgenden Prompts gar nicht richtig verstanden hätte. Es gibt aber auch eine Handvoll Geschichten, die das machen, was ich erwartet habe. Marissa Meyer erzählt z.B. die Origin Story der Seehexe aus Die kleine Meerjungfrau und Cindy Pon tut das gleiche für den Medusa-Mythos während Ameriie Jack & the Beanstalk ein wenig auf den Kopf stellt. Weit hinter sich zurück lässt aber V.E. Schwab alle anderen mit ihrer Erzählung über den Tod selbst. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich ist Death Knell das Einzige, was sich an dieser Anthologie wirklich lohnt. Auf jede Story folgt übrigens ein kurzer “Essay” des jeweiligen Booktubers, das reicht von interessanten Analysen der Story über allgemeinere Gedanke zu Bösewichten bis zu überflüssigen Persönlichkeitstests. Insgesamt ein ziemlicher Reinfall, um den der Hype berechtigterweise ziemlich schnell verklungen ist.
Gelesen: The Waking Dark In einer Kleinstadt in Kansas werden die Menschen nach einem Sturm plötzlich zunehmend gewalttätiger. Nur eine Gruppe Teenager scheint sich dessen richtig bewusst zu werden und schwebt schon bald in Lebensgefahr. Es gibt ein paar Dinge, die Robin Wasserman hier gut hinbekommen hat. Allem voran baut sie mit ihrem sehr erwachsenen Schreibstil (allwissender Erzähler, filmartige Beschreibung von Szenen, wechselnde Perspektiven) eine schaurige Atmosphäre auf. Es geht brutal und gruselig zu, was Spannung erzeugt. Leider geht diese zwangsweise flöten, weil das Buch viel zu lang und das Tempo unglaublich unstimmig ist. Am Anfang fällt die Leserin in die Handlung, nur damit kurze Zeit später ein Jahr vergeht. Danach folgen immer wieder Kapitel, in denen ständig zwischen den (teils unwichtigen) Perspektiven gesprungen wird, ohne dass die Handlung vorankommt. Der Hinweis zur Auflösung folgt viel zu spät und verliert sich schnell in lachhaften Erklärungen und “die böse Regierung” Klischees. Trotzdem konnten mich die Figuren ganz gut bei der Stange halten, ich wollte lange Zeit doch wissen, was ihnen als nächstes zustößt.
Waren diese Bücher auch eher ein Reinfall für euch? Oder beschränkt ihr euch lieber auf die Links, die definitiv was Schönes zu bieten haben?










