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eRRdeKa: Konzert - SOLO-Tour
Das eRRdeKa Konzert am 05.04.18 in Erlangen war für mich ja nicht mein erstes Konzert von ihm. Umso überraschter war ich davon, wie es lief. Zum einen war ich relativ verwundert, dass so wenig Leute zum Konzert gekommen waren, was aber, wenn man bedenkt, dass direkt am nächsten Tag ein Konzert in Nürnberg war(, was man also ganz leicht durch die S-Bahn erreichen hätte können), auch logisch ist. Im Gegensatz zum Tourauftakt in Erlangen war das Konzert in Nürnberg komplett ausverkauft. Zum anderen lief vieles sehr unsauber ab und die Stimmung, die während dem Konzert aufkam war nichts gerade außerordentlich berauschend.
Aber fangen wir ganz vorne an, also mit eRR’s Vorakt Corssen. Ich kannte weder ihn, noch seine Musik vor dem Konzert, weswegen ich eine völlig neutrale Erwartung an seinen Auftritt hatte. Wenn man sagen würde, der erste Eindruck zählt, so verspielte Corssen hier dabei direkt so einiges. Er performte mit einem Vocal Pitcher, also im Prinzip mit einem “Live-Autotune”, was jedoch bei seinem ersten Song dafür sorgte, dass er so dissonant neben dem Beat sang, dass es mir fast leid getan hätte. Das lag auch daran, dass mir nicht klar war, ob das nun an Corssen selbst oder an DJ cmyk lag. Nichtsdestotrotz legte Corssen mit seinen nächsten Songs so positiv nach, dass dieser erste Ausrutscher schnell so gut wie vergessen war. Zwar spielte er nur knapp eine halbe Stunde, aber der Rest seines Auftritts gefiel mir sehr gut. Die sehr sphärischen Beats gepaart mit dem Autotune Sound, der sich bei den nächsten Songs viel besser mit dem Sound der Beats ergänzte, erzeugten für mich einen ziemlich mitziehenden Vibe und auch im Rückblick einen sehr Positiven Eindruck seiner Musik, in die ich mich auf jeden Fall noch ein wenig reinhören werde, Falls ihr auch mal in seine Musik reinhören wollt, habe ich euch hier seinen Soundcloud-Account verlinkt.
Nun also zu eRRdeKa selbst... Ich bin ja schon ein ziemlicher Fanboy, aber bereits das Album SOLO war für mich nicht unbedingt das was ich gerne gehört hätte. Viele Songs waren mir zu poppig, zu Singer/Songwriter-mäßig, einige Texte schienen mir stellenweise nicht so solide getextet, wie ich es von eRR gewohnt war. Wenn man die vielen Mixtapes mal außen vor lässt und nur von den Alben ausgeht, dann charakterisierten sich die Texte auf dem ersten Album Paradies für mich vor allem durch ihre emotionale Tiefe und geschickt geschriebene Metaphorik und auf dem darauf folgenden Rapunderdog durch stichelnde Provokanz und Wortwitz. Auf SOLO fallen mir vorallem die oberflächlichen und pseudopoetischen Textpassagen auf. Zwar finde ich auch einige der Songs auf dem Album ganz gut, wenn ich allerdings das Album am Stück höre habe ich leider eindeutig das Gefühl, dass es ein Konzeptalbum geworden ist, mit dem eben mehrere Zielgruppen, die eRRdeKa nunmal durch verschiedene Thematiken erreicht, angesprochen werden sollen. In meinen Augen ist ihm dabei der Spagat zwischen den verschiedenen Styles, nicht nur thematisch, sondern auch musikalisch, nicht unbedingt besonders gut gelungen und der rote Faden des Albums ist für mich leider sehr schwer erkennbar. Die Wahl der Produzenten, die die Beatskizzen, welche eRR wohl alle selber produziert hatte, ausproduzierten, hätte durch die Differenz des eher experimentelleren Max Mostley und den eher poppigeren Jules Kalmbacher und Benedikt Maile eine interessante Mischung ergeben können. Doch auch hier wirkt das Ergebnis eher unzusammenhängend und als Gesamtkunstwerk nicht vollständig ausgereift. Dennoch möchte ich dem Album seine starken Momente gar nicht absprechen und so einige Songs sind sicherlich auch gelungen. Vermutlich gilt das auch für mehr Lieder, als die, die mich wirklich ansprechen, aber hier gilt für mich gerade nach mehrfachem Durchhörens des gesamten Albums leider, eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
A post shared by Linus a.k.a.🌊¥ung⚡️£eanus💦 (@schwarzweissmaler) on Apr 5, 2018 at 3:59pm PDT
Für das Konzert hatte ich deswegen auch gehofft, dass mich noch einige weitere Songs live abholen könnten und möglicherweise wäre das auch passiert, wäre da nicht so viel gewesen was mich an diesem Auftritt gestört hat. Damit meine ich gar nicht, dass er kaum Songs gespielt hat, die nicht auf dem Album waren, das ist bei einer Album-Tour ja vollkommen legitim. Was mich störte waren andere Dinge. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, dass eRR immer wieder davon sprach, dass der Auftritt in Erlangen für ihn soetwas wie eine Generalprobe für die Tour wäre. Und so unangenehm mir diese Aussage auch vorkam, der Auftritt fühlte sich tatsächlich nur wie eine Generalprobe an und dabei wie eine, bei der nicht unbedingt alles glatt lief. Mehrfach brauchten er und sein DJ bei Songs mehrere Anläufe um die Einsätze richtig zu treffen, der Auftritt dauerte nicht besonders lang an, weswegen ich mir nicht sicher bin, ob sie die gesamte Set-List durchgespielt hatten und die Ausgelassenheit der Stimmung hielt sich während des gesamten Auftrittes in Grenzen. Dies ist allerdings auch den, wie zu Anfang bereits erwähnt, eher wenigen Besuchern zuzuschreiben, von denen manche sogar einfach am Rand saßen oder es vorzogen den gesamten Auftritt über Snapchat zu filmen statt ihren Blick auf die Bühne zu richten. Auf der anderen Seite lag es für mich aber zu Anfang auch an der Set-List, welche mit sehr vielen ruhigen Songs anfing, wodurch meiner Meinung nach sehr viel Potential für eine gute Stimmung verschenkt wurde. Das eRRdeKa nach diesem Auftritt nichtmal einen einzelnen Song als Zugabe spielte überraschte mich deswegen weniger. Insgesamt war ich also eher enttäuscht vom Konzert, allerdings kann das auch an diesem einzelnen Auftritt liegen, zumal ich schon von mehreren Leuten gehört habe, dass der Auftritt in Nürnberg wirklich gut gewesen sein soll. Ich wüsste gerne, ob ich Zugang zu mehr von den Songs vom Album gefunden hätte, wenn ich zu diesem Konzert gegangen wäre. Doch bei diesem Konzert hatte ich eher das Gefühl, dass der Auftritt vorbei war, bevor er überhaupt richtig angefangen hatte. Trotz alledem war ich froh das Konzert besucht zu haben. Als großer eRRdeKa-Fan hat es mir immernoch Spaß gemacht ihn live zu sehen, denn auch wenn ich denke, dass er einiges mehr aus dem Auftritt hätte machen können, war seine Performance gewohnt kraftvoll und wäre bestimmt auch mitreißend gewesen, wäre alles oder zumindest weniger von den gerade beschriebenen Dingen anders gewesen.
Abschließend kann man sagen, dass der erste Song von Corssen’s Auftritt leider für mich ein Sinnbild dieses Konzertes war: Alles gut erdacht, aber eben leider nicht bis zum Ende gedacht, bestimmt auch alles aus der nötigen Liebe zur Musik gemacht, aber leider schlampig ausgeführt , was dann auch in einer mangelnd positiven Ressonanz endete. Doch so negativ das alles klingt, wenn eRRdeKa noch ein Konzert bei euch in der Nähe spielt und ihr eRRdeKa Fans seid, könnt ihr der Tour ja mal eine Chance geben und mir gerne erzählen wie es bei euch war. Denn wenn ich dieses Konzert mit den bisherigen Konzerten von eRRdeKa vergleiche, die ich besucht habe, so kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich einfach nur einen einzelnen schlechten Abend erwischt habe.
eRRdeKa - Zu spät #errdeka #errdeka_eyeslow #edoppelr #rapunderdog #erristgott
Früher waren wir dope, die Träume waren groß Heute kotzt jeder jeden Tag über sein Los Die Tage werden Gleich und immer Wiederholt Kindheit Schulzeit Arbeit und dann Tod 💀 🖤
Geb 'nen Fick drauf was du so machst!
eRRdeKa - Trips en Masse
Endgeil Trips en masse, ich baller hart bis mein Kopf zerplatzt. Bang, Bang, Boom, Bang. Wir sind high von dem weißen Stuff und feiern heut' noch die ganze Nacht. Bang, Bang, Boom, Bang.
eRRdeKa - Trips En Masse
-eRR Köln! Fcking awesome artist! #rapunderdog