ist es verwerflich
sich der welt eines anderen hinzugeben
seine welt in ein schwarzes loch zu tauchen
um sie später wiederzubeleben?
sich an diesem anderen ort zu hause zu finden
oder geht man einen weg, sich zu sehr zu binden?
erinnerungen nachzuvollziehen, wie man sie selber erlebe
die emotionen nachempfinden, gänsehaut, synapsenüberlastung
kein gerede, keine gedanken, keine worte
den traum zu teilen, an einem ort zu verweilen
als wäre man ein organismus
diese fähigkeit herzustellen, der urigste drang
oder ist es der dumme, naive zwang
das gefühl der ersten liebe immer wieder nachzuempfinden
ganz unspeziell, es geht um die überwältigung
es darf nicht normal sein, keinem schema entsprechen
nicht der typische akt, es muss was zerbrechen
es ist die kollision zweier welten,
jedes mal ein wortloses spektakel
jedoch keinesfalls leise wie sie zusammenschellten
ist der urknall erloschen eine scherbenwelt
viele partikel, viele plateaus,
eine umgebung unfassbar groß
zu viel zum erkunden, keine vollständigkeit
einen weg sich zu bahnen durch das endlose leid
und das glück, die extase, diese unsagbarkeit
wahrheit ist der grundsatz, denn ohne sie
fehlt die magie wie neben cammenbert platziertem brie
was passiert nun wenn man sich verliert?
und man verliert sich, das ist glaub ich noch jedem passiert
sammelt man stücke und formt sich ein haus
nein, ist man gesund und hat kraft beschleunigt geradeaus
man zieht berührte dinge hinter sich nach
zusammen und formt eine neue welt die nie wieder zerschellt
sie wird durch so viel kraft zusammengehalten
soll ich die wirklich für mich behalten?
so heißt es, so läuft es, aber damit bin ich nicht zufrieden
fliege ich also geradeaus, kollisionskurs, kein blick nach hinten
eins plus eins sind drei, geteilt weniger und immernoch mehr
scheu dich nicht so sehr, geb dich nur nicht hin
braucht man nähe spende nähe drück dich aus in gang und gäbe
bleib nicht stehn, sieh nach vorne, du findest schon den sinn
dahinter, leid ist ernst und ernst ist einfach, einfach ist sicher
und sicher ist standard, standard ist normal, setze mal gleichzeichen
du wirst unzufrieden sein kann dir das reichen
lass doch sein, keine mühe notwendig
tot oder lebendig, hoffnungsloser fall
erinner dich an den urknall, die entfesselung
fahr ohne bremsen, halt dich fest, sieh dich um
sieh auf jeden fall um dich
nach no life kommt no future, du kommst schon rum
du fliegst vorran, deine welt hinter dir
legst es drauf an, du magst die explosion
steht eine kollision bevor bemerkst du den moment
du erkennst das weiße in ihren augen, siehst, wie sie brennt
die gleiche entschlossenheit, die selbe bestimmung
lässt es dich kalt ist es keine flucht
auszuweichen, du verpasst nichts, du zerstörst nichts
die scherben wären sortiert, gegangen wie gekommen
nicht gekommen um zu bleiben und in diesem moment
in dem du dich entscheidest bist du dir sicher
wie sonst nie, denn hier entscheidet sie