Was tun bei Redeangst?
seen from United States
seen from Chile
seen from Martinique
seen from Martinique
seen from Hong Kong SAR China
seen from China

seen from Malaysia
seen from Malaysia
seen from Netherlands
seen from United States

seen from Australia

seen from United States
seen from United States

seen from Singapore
seen from China
seen from United States
seen from United States
seen from China
seen from United States
seen from Philippines
Was tun bei Redeangst?
So true....
"Von Helmut Schmidt stammt die Feststellung, wer nicht bereit sei, jeden Tag zehnmal dasselbe zu sagen, der solle nicht in die Politik gehen."
Geisteswissen schafft
Heute bin ich unsichtbar. Kein Blick wird an mir hängen bleiben, keine Mimik wird verzogen, als Replik auf mein sonst so herzliches Grinsen. An mir haftet eine klamme Wolkendecke, sie reizt meine Haut und ich fröstle. Ich schreite durch die sich Gestaltenden hindurch, schaue aus ihren Augen und realisiere, meine eigene Welt ist selbst an Regentagen nicht so schlimm wie das hier vorzufindende; erfasse erst das Fleisch auf Gerippe, voller Trümmern, bröckelnden Fassaden und Filmrissen in düsteren Gedächtnislücken, umwoben von aus Lügen gespinnten Netzen. Schnell wieder raus hier, doch zünde ich noch eine Kerze an, damit die Tragödie zum Melodram werden kann, sodass sie alle ihr gutes Ende finden. Kaum habe ich das Wrack verlassen, stolpere ich schon einem vollbusigen Dekoltee entgegen. Die Lippen verzogen und die Nase trägt sie hoch, genau wie die Frisur. Blitzlichtgewitter um uns herum, bin ich der millionste Kunde? ach Nein, ich bin ja unsichtbar! Sie ist berühmt, das erklärt vielleicht die Arroganz. Das künstliche Licht blendet und so verstecke ich mich hinter ihrem Zwerchfell, da bin ich scheinlich sicher, denn hier wird eh nicht viel gelacht. Beim Durchstreifen ihrer Gedankengänge höre ich immer wieder Schreie aus den Tiefen und Drogen rauschen, die zwar ablenken, doch nur in den nächsten Kreisverkehr führen. Auch hier hinterlasse ich ein Licht für ihre Seele, bevor ich weiterziehe. All diese Wesen, wollen sie sich denn nie finden? Tragen sie ihre Masken, aus Scham zuzugeben, sie haben ihr Gesicht verloren? Möchte sie alle an die Hand nehmen, meinen Mantel ihnen geben und den Rest meiner Liebe in diese Hüllen füllen... Hätte ich doch nur mehr als diesen blassen Schimmer; dann wüsst ich, wo der Haken ist, weil ich selber an der Decke hänge.
- LP
die kunst frei zu sein ist es, das geschehene zu akzeptieren und über den rand der vorstellungskraft zu blicken, um sich dem neuen zuzuwenden
Die kurze Kurzgeschichte.
Seine rauen Hände umfassten die Armlehnen des Schaukelstuhls. Er spürte das alte geschmeidige Holz. Die Sonne glühte am roten Abendhimmel und erlaubte die ersten freien Atemzüge. Außer ein gelegentliches Blinzeln bewegte er sich nicht. Sein Blick blieb starr auf die groß gewachsene Eiche gerichtet. Eine junge Frau kam aus dem Haus auf die Terrasse. Sie strich sich eine ihrer blond gelockten Strähnen aus dem Gesicht: "Papa, es wird Zeit." Während sie ihm über sein graues Haar strich lief ihr eine Träne durchs Gesicht.