Die Entstehung der Legende: Spider Murphy Gang im Kultfilm von 1983
Die Spider Murphy Gang (1983)
Land: Deutschland • Genre: Musikfilm / Komödie • Regie: Georg Kostya • Kinostart: 6. Oktober 1983
Der Film „Die Spider Murphy Gang“ erzählt die frühe Karriere der gleichnamigen Münchner Kultband. Produziert wurde der Musikfilm von Michael Verhoeven. Die Band, bekannt für Hits wie „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Schickeria“, prägte die Neue Deutsche Welle und gilt bis heute als eine der beliebtesten Gruppen aus Bayern.
Die Handlung
Im Mittelpunkt stehen die vier Musiker Günther Sigl, Michael Busse, Franz Trojan und Barney Murphy. Sie wollen nicht länger US‑Hits covern, sondern eigene Songs in bayerischer Mundart spielen. Doch ihre Idee vom „Bavarian Rock ’n’ Roll“ stößt zunächst auf Ablehnung.
Das Geld wird knapp. Günther kündigt sogar seinen Job als Bankkaufmann. Seine Freundin verlässt ihn. Trotzdem geben die Musiker nicht auf. In einer kleinen Kneipe in München-Haidhausen bekommen sie spontan einen Auftritt. Das Publikum feiert sie, und Wirt Joschko erkennt das Potenzial der Band.
Er finanziert eine erste Platte – doch die verkauft sich schlecht. Die Karriere scheint schon vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Die Band entscheidet sich für einen mutigen Schritt: Sie mietet den legendären Circus Krone, in dem einst die Beatles auftraten. Der Auftritt wird zum Triumph und zum Durchbruch der Spider Murphy Gang.
Produktion & Hintergründe
Spider Murphy Gang (2016)
Gedreht wurde überwiegend in München. Regisseur Georg Kostya war zuvor Moderator einer Rocksendung im Bayerischen Rundfunk. Die Filmbauten stammen von Norbert Scherer. Produziert wurde der Film von der Münchner Firma Sentana von Senta Berger und Michael Verhoeven.
Außerhalb Bayerns lief der Film nur mäßig erfolgreich. Der Soundtrack hingegen wurde beliebt – besonders der Titel „Mir san a bayerische Band“.
Kritiken
Der Spiegel lobte 1983 das „flink-flockige Debüt-Werk“ und hob die Mischung aus Hinterhof-Milieu, Schwabing-Humor und Musikszene hervor. Besonders erwähnt wurde die Figur des schlitzohrigen Wirts Joschko, gespielt von Hans Brenner.
Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnete den Film als „heiteren Rückblick auf den Aufstieg einer Münchener Rockgruppe“ mit ironischen Zwischentönen.
Besetzung
- Günther Sigl – spielt sich selbst - Michael Busse – spielt sich selbst - Franz Trojan – spielt sich selbst - Barney Murphy – spielt sich selbst - Hans Brenner – Joschko, der Kneipenwirt
Einordnung aus heutiger Sicht
Der Film ist ein charmantes Zeitdokument der frühen 1980er-Jahre. Er zeigt die Münchner Musikszene, die Energie der Neuen Deutschen Welle und den Aufstieg einer Band, die bis heute Kultstatus besitzt. Für Fans der Gruppe ist der Film ein nostalgischer Blick zurück auf die Anfänge der „bayerischen Rock ’n’ Roll“-Bewegung.
Mein Fazit
Für mich ist der Film Kult. Die Spider Murphy Gang hat die deutsche Musiklandschaft geprägt. Ihre Hits kennt fast jeder. Der Film erzählt ihre Geschichte mit Humor, Herz und viel Musik. Wer die Band liebt, wird diesen Film ebenfalls mögen.
Hintergründe & Fakten
- Die Band spielt sich selbst – ein seltenes Konzept im deutschen Film. - Der Circus-Krone-Auftritt ist an das Beatles-Konzert von 1966 angelehnt. - Produziert von Sentana, der Firma von Senta Berger und Michael Verhoeven. - IMDb-Bewertung: 6,6/10 (Stand laut Quelle). - Der Film gilt als authentisches Porträt der Münchner Musikszene. Weiter Quellen - Wikipedia: Spider Murphy Gang - IMDb: Die Spider Murphy Gang (1983)
Die Münchner Band Spider Murphy Gang gehörte zu den bekanntesten Musikgästen der Sendung „Live aus dem Alabama - Spider Murphy Gang | 1987“.
DIE SPIDER MURPHY GANG 1983
Die Spider Murphy Gang ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1983 rund um die gleichnamige Münchner Pop-/Rockband. Produziert wurde der Film von Michael Verhoeven. Die Spider Murphy Gang, ...das sind die vier Bayern Günther Sigl, Michael Busse, Franz Trojan und Barney Murphy, die als Bandmusiker durchstarten wollen. Sie haben keine Lust mehr, in Clubs, in denen hauptsächlich Amerikaner verkehren, irgendwelche x-beliebigen US-Poptitel zu covern. Vielmehr wollen sie ihre eigene Musik machen: bayerische Mundarttexte in Popgewand, eine Art bajuwarischen Rock ’n’ Roll, den man aber auch nördlich des Weißwurstäquators zu goutieren versteht. Doch mit ihrer originellen Idee beißen die vier rasch auf Granit, keiner glaubt daran, dass man mit „Bavarian Rock“, zumal in dialekteingefärbtem Deutsch, irgendeinen Raum füllen kann. Bald geht den Musikern das Geld aus, zumal Günther, der einzige unter ihnen, der bislang in Lohn und Brot stand, seinen Job als Bankkaufmann hingeschmissen hat. Um das Unglück perfekt zu machen, geht auch noch seine Freundin stiften. Jetzt heißt es für die ebenso leidenschaftlichen wie begeisterungsfähigen Musiker: Alles auf eine Karte setzen. In einer heruntergekommenen Pinte in München-Haidhausen sollen sie ihre Chance bekommen – als Lückenbüßer für einen ausgefallenen Gig. Die vier Jungs kommen bei den Gästen an, und Kneipenwirt Joschko, ein ausgemachtes Schlitzohr, wittert seine Chance auf das große Geld. Erst muss er aber die neue Combo finanziell auf die Beine stellen, um mit ihnen eine Platte aufzunehmen. Die Scheibe wird jedoch ein totaler Ladenhüter, und die sich anbahnende Musikerkarriere bleibt gleich zu Beginn im Ansatz stecken. Doch die „Spiders“ lassen sich nicht unterkriegen und mieten kurzerhand den Circus Krone an, wo bereits einst, im Juni 1966, die Beatles einen großen Erfolg erzielt hatten. Und tatsächlich wird dieser Auftritt ihr Durchbruch. Originaltitel Die Spider Murphy Gang Produktionsland Deutschland Originalsprache Deutsch Erscheinungsjahr 1983 Länge 96 Minuten Altersfreigabe FSK 6 Stab Regie Georg Kostya Drehbuch Georg Kostya in Zusammenarbeit mit Paul S. Born, Michael Verhoeven und den vier Bandmitgliedern der Spider Murphy Gang Produktion Michael Verhoeven Musik Spider Murphy Gang Kamera Atze Glanert Schnitt Barbara Hennings Besetzung Spider Murphy Gang: Günther Sigl, Michael Busse, Franz Trojan, Barney Murphy Hans Brenner: Joschko Ilse Pagé: Dr. Ilona Weiß Thekla Mayhoff: Uschi Anni Bröhl: Rosi Alfred Edel: Adi Hanns Meilhamer: HelmutMehr anzeigen







