Digitale Stromtarife - API für die Steckdose
Im Energiewirtschaftsgesetz §40 Absatz 5 findet sich seit dem Jahre 2012 die Regelung, dass Stromanbieter einen dynamischen Stromtarif anbieten müssen:
Lieferanten haben, soweit technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar, für Letztverbraucher von Elektrizität einen Tarif anzubieten, der einen Anreiz zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs setzt. Tarife im Sinne von Satz 1 sind insbesondere lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife. Lieferanten haben daneben für Haushaltskunden stets mindestens einen Tarif anzubieten, für den die Datenaufzeichnung und -übermittlung auf die Mitteilung der innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbrauchten Gesamtstrommenge begrenzt bleibt.
Was wie ein Aufruf zur Digitalisierung der Tarifgestaltung sich anhört, wird zumindest bei den privaten Stromkunden bislang umgangen. Bis auf zwei Anbieter gibt es in Deutschland kein Angebot, welches lastvariable bzw. tageszeitabhängige Stromtarife vorweisen kann.
Die Umsetzung dessen, was im Gesetz verankert ist, macht besonders im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele einen Sinn. Im Ergebnis soll mehr Strom aus Erneuerbarer Erzeugung im Netz möglich sein und teure Schattenkraftweke mit fossilen Brennstoffen verhindert werden.
Mit dem GrünstromIndex gibt es eine API, die es Geräten erlaubt automatisch sich einzuschalten, wenn sehr viel lokal erzeugter Ökostrom vorhanden ist. Über eine RESP-API ruft das Gerät oder ein übergeordnetes Energiemanagement (zum Beispiel im SmartHome) automatisiert die Prognose der kommenden stunden auf:
https://api.corrently.io/core/gsi?zip=POSTLEITZAHL
Von der API (Programmierschnittstelle) wird kostenlos und ohne vorherige Registrierung eine Vorhersage geliefert, die zur Erstellung eines individuellen Fahrplans dient.