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zerbrochen
Gerade zerbreche ich innerlich.
Das is so eine Art schleichender Prozess wo ich erst nur bemerkt habe dass alles mir über den Kopf gewachsen ist, und jetzt ist langsam der Zeitpunkt wo ich mich so fühle als wäre ich all dem Leben was ich in mir spüre nicht mehr gewachsen bin.
Ich habe einmal Dich in meinem Kopf, präsent den ganzen Tag, und warte wie eine Süchtige auf Dich und deine Zuneigung, auf eine Nachricht die nicht kommt oder auf dein Klingeln an meiner Tür, was gerade so unwahrscheinlich geworden ist wie nie zuvor.
Ich denke an mich, und wie ich schleichend langsam so alt bin dass meine Verantwortung mein Leben allein in den Griff zu kriegen mir schon alle Kapazität an Kraft raubt die ich habe.
Ich weiß nicht woher ich all die Energie nehmen soll, jeden Morgen überhaupt aufzustehen, jeden Morgen an dich zu denken, jeden Abend wieder einzuschlafen mit dem Gedanken ich habe dich verloren und auch mit den Schuldgefühlen klarzukommen wieder nichts erreicht zu haben.
Der Druck der auf mir lastet zeigt mir langsam wie sehr ich einem Leben in der Gesellschaft, mit Verpflichtungen und Gefühlen gleichzeitig nicht gewachsen sein kann.
Ich frage mich ob es eigentlich bei allen Menschen dasselbe ist, ob alle mit ihren Dämonen leben und sie in sich halten, auch wenn sie noch so laut schreien, und gleichzeitig zur Arbeit fahren, jeden Morgen, um doch am Ende des Tages nichts geschafft zu haben.
Ich fühle mich so überfüllt und auch völlig Leer. Ich kann nichts tun, weil die Dinge sich schon zu so einem großen Schrotthaufen angesammelt haben, dass ich nicht mehr durchsehe wo ich anfangen soll zu sortieren. Ich versuche es jeden Tag aufs Neue.
Mir gelingt es nicht mehr zu lächeln, und ruhig zu bleiben, ich kann nicht mehr so tun als wäre alles in Ordnung während alles eigentlich zusammenstürzt, auch wenn ich mir jeden Morgen beim Aufstehen wünsche dass ich es heute einmal zusammenhalten kann.
Ich werde nie die Person sein die alles im Griff hat, nie diejenige sein die dich rettet und gleichzeitig sich selbst nicht verliert.
Alles was ich tue ist zu versuchen mich aufrecht zu halten. Nicht zu zerbrechen.
Ich glaube langsam verliere ich dich schleichend immer mehr, weil ich versuche die Energie von dir zurück zu bekommen, die ich dir mal gegeben hab um dich in den Griff zu kriegen.
Nun bin ich an der Reihe nicht kaputt zu gehen, und du bist nicht mehr an meiner Seite um mir zu helfen mich zusammenzuhalten.