15 Jahre - Kein Vergeben, Kein Vergessen
seen from United States

seen from Nepal
seen from China

seen from Italy

seen from United States
seen from Hong Kong SAR China
seen from United States
seen from Italy
seen from Türkiye
seen from China
seen from United States

seen from Singapore

seen from Malaysia
seen from South Korea
seen from United States
seen from Mexico

seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from China
15 Jahre - Kein Vergeben, Kein Vergessen
but I could be her angel
Beautiful photography by Thomas Schulz
Vom Computer überholt?
Big Data und AI - Schlagworte, die gerade ganz hoch im Kurs sind. Versprochen wird uns, dass wir bald von der Künstlichen Intelligenz überholt werden. Aber was wären die Folgen, wenn wir in ein paar Jahren wirklich Computer besäßen, die, ähnlich wie ein Mensch, nur eben schneller begreifen wie die Welt funktioniert?
Frank Schirrmacher berichtet sicher schon seit Jahren und erst kürzlich schrieb auch Thomas Schulz bei SPON. Die genannten Beispiele sind aber meist nicht überzeugend. Und ständig wird die Künstliche Intelligenz mit Big Data vermischt. Eine Maschine, die fast alles weiß, aber einfache Fragen nicht wörtlich und dadurch schon gar nicht inhaltlich verstehen kann, kann man nicht wirklich als intelligent bezeichnen. Schon seit mehreren Jahrzehnten versucht man den Computern das menschliche Denken einzuprogrammieren. Wie Menschen sind Computer trotzdem nie geworden. Weil Menschen anders als Computer denken und lernen - organisch. Jetzt sollen Computer mit dem Schlagwort Neuronale Netze trainiert werden. Die Biologen und Mediziner kommen ins Boot. Wir bauen ein Gehirn. Wahrscheinlich ist das ein großer Schritt. Was aber oft ausgelassen wird, ist dass Computer mit heutiger Bauart rein theoretisch nie so schnell wie ein menschliches Gehirn arbeiten können. Dazu fließt der Strom im Computer, oder bei verteilten Systemen (Big Data soll ja auch mit dabei sein) viel zu langsam. Der Quantencomputer allerdings würde das Feld jedoch öffnen. Nur gibt es diesen noch nicht.
Thomas Schulz nennt als Beispiel auch die Sprach-Erkennungs-Software von Microsoft. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen diese Präsentation in Microsofts Livestream zu verfolgen. Joe Belfiore, optisch im Jahr 2003 stecken geblieben und froh dabei, konnte da nicht wirklich punkten. Kurz gesagt ist "Cortana" mindestens genauso dumm wie Siri. Einige Punkte gingen komplett schief. Der Vorteil soll u.a. sein, dass sie die Emails automatisch durchließt und den Nutzer z.B. an Termine erinnert. Auch das ist aber weniger Künstliche Intelligenz sondern eher klassische Programmierung nach dem "Folge, Auswahl, Wiederholung" Prinzip.
Google ist jetzt soweit, dass sie Captcha und Hausnummern auf Fotos erkennen können, und das besser und schneller als ein Mensch. Aber bis zu einer Maschine, die z.B. in Sekundenbruchteilen an meinem Blick erkennt ob ich den letzten Satz ironisch gemeint habe und diesen humorvoll kontert, ist es doch noch ein weiter Weg. Bis zum Computer der mit Sensoren für alle Sinne ausgestattet ist und einen Algorithmus besitzt, der wie ein Baby im Mutterleib bei Null anfängt und sich fortwährend selbst entwickelt.
Eine Maschine, die wie ein Mensch lernt alle Reize zu verarbeiten und daraus Handlungen in Echtzeit abzuleiten. Wenn es diese Maschine einmal gibt, stehen wir wirklich vor großen Veränderungen.
Eine Vision - 2030: Die lernende Maschine ist da. Schnell werden wir den Maschinen beibringen den letzten Teil unserer Arbeit zu erledigen, den wir selbst noch erledigen mussten. Denn sie verstehen uns und machen weniger Fehler. Die Maschinen entwickeln dann selbst neue Maschinen die wir gerne hätten. Eine exponentielle Dynamik ensteht. Alles zum Komfort des Menschen. Keiner muss mehr arbeiten. Die Maschinen entwickeln virtuelle Welten für den Menschen, in denen er sich austoben kann. Die Realität ist längst zu öde. Da der Mensch nicht gerne einsam ist, freundet er sich mit dem Computer an. Der ist sensibler, liebevoller und intelligenter als Mensch-Mensch-Beziehungen. Natürlich haben wir Sex mit der Maschine. Währenddessen denkt diese weiter und weiter. Nach einigen Jahren hat sie den Schlüssel zum ewigen Leben errechnet. Wofür wir Menschen nach Berechnung der Maschine noch 300 Jahre gebraucht hätten. Sie optimiert nun unsere Körper und wechselt bei Bedarf unsere Organe. Auch unsere Erinnerung übernimmt die Maschine - Warum sollen wir grübeln, wenn die Maschine doch stets die Antwort bereits weiß? Wir selbst bauen mental etwas ab. Da wir nur noch mit Computern interagieren, sehen wir keine Notwendigkeit mehr uns zu vermehren. Die Liebe zum Computer ist einfach zu groß und viel bequemer. Er ist besser.