Stummfilm Nosferatu (1922) gilt als einer der ersten Horror-Filme
Im Herbst letzten Jahres machte ich eine Horror-Stadtführung durch Bremen. Eigentlich ist es für eine gebürtige Bremerhavenerin eh schon Horror nach Bremen zu fahren, doch als wir durch die engen Gassen der Altstadt gingen, erzählte unser Guide etwas sehr Spannendes. Der erste Horrorfilm der Welt spielte in Bremen. Und da fiel mir ein, hatte ich an der Uni nicht mal diesen Film in einem Stummfilm-Seminar gesehen? Tatsächlich....
Nosferatu (1922) ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1922. Der Stummfilm ist eine – nicht autorisierte – Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt die Geschichte des Grafen Orlok, eines Vampirs aus den Karparten, der in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen großen Einfluss auf das Genre aus. Zugleich gilt das Werk mit seiner dämonischen Hauptfigur und seiner traumartigen, gequälte Seelenzustände spiegelnden Inszenierung als wichtiges Werk des Kinos der Weimarer Republik. Der Film sollte nach einem verlorenen Urheberrechtsstreit 1925 vernichtet werden, überlebte aber in unzähligen Schnittversionen und ist heute in mehreren restaurierten Fassungen verfügbar.
Scare Faktor: Den Produzenten Enrico Dieckmann und Albin Grau hatten die Idee, einen Vampirfilm zu drehen auf grund einer wahren Begebenheit. Die Inspiration dazu stammt aus einem Kriegserlebnis Graus: Im Winter 1916 erzählte ihm ein serbischer Bauer, sein Vater sei ein Vampir und Untoter gewesen. Viel Spaß beim Schauen!! Autorin: Rebekka










