US-Treasuries & dt. Bundesanleihen so gut wie Geld?
Arvind Krishnamurthy und Annette Vissing-Jorgensen haben in einem aktuellen Paper im Journal of Political Economy (Vol. 120, No. 2, pp. 233-267) herausgearbeitet, dass amerikanische Staatsanleihen kurzer wie langer Laufzeit einen enormen Bonus aufgrund ihrer hohen Liquidität und relativen Sicherheit besitzen. Sie quantifizieren diesen Bonus auf 0,46% p.a. für den Liquiditätseffekt und 0,27% für den Sicherheitsaspekt; mit anderen Worten sind Investoren im Lauf der Jahre bereit gewesen, für amerikanische Staatsanleihen über alle Laufzeiten einen Renditeabschlag von etwa 0,73% ggü. Unternehmensanleihen mit Top-Rating hinzunehmen. Demnach werden US-Treasuries fast wie Bargeld angesehen.
Da diese Ergebnisse mit einiger Sicherheit auf Deutschland übertragbar sind, wirft das ein neues Licht auch auf die deutsche Staatsverschuldung, deren langfristige Tragbarkeit unter diesen Umständen deutlich besser erscheint.















