Meine Augen haben Dinge gesehen, die du niemals begreifen würdest und trotzdem denkst du, du hast das Recht, über mich zu urteilen?

seen from Malaysia
seen from United States
seen from United Kingdom
seen from United Kingdom

seen from United States
seen from Kosovo

seen from Germany

seen from United States
seen from United Kingdom

seen from Malaysia

seen from United States
seen from Sweden
seen from Malaysia

seen from Lithuania
seen from Germany

seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from United States
Meine Augen haben Dinge gesehen, die du niemals begreifen würdest und trotzdem denkst du, du hast das Recht, über mich zu urteilen?
Prozessbeobachtung
Viel passiert in der Rechtstheorie, viel passiert in den Beschreibungen dessen, was man Recht nennt. Da gibt es viel zu kommentieren. Am Ende dieses Jahres liegen drei Bücher auf meinem Tisch, die man zum Anlass nehmen könnte, die vergleichenden Normwissenschaften weiterzutreiben. Da ist Sabine Müller-Malls Buch zu Urteilen, die verfassen. Sie ist ist in den Strudel der Konstitutionsleistungsdiskurse geraten und zieht dort analytisch ihre Kreise, besser gesagt: Klärungen. Röggla und Carrère haben neue Bestseller zur Prozeßbeobachtung abgeliefert. Da werde ich nachts wieder einiges vermischen und durcheinanderwerfen, aber am Tag kann man es ja wieder sortieren.
Verpassende Urteile
Passen ist eine Kulturtechnik, die dadurch läuft, dass man etwas passen lässt, passend macht, passieren lässt oder passieren macht, indem man etwas verpasst oder jemandem was (etwa eine) verpasst. Nichts, das wäre mein Ausgangspunkt, passt von selbst - dafür braucht es Technik.
Meine These lautet, dass diese Kulturtechnik eine juridische Geschichte hat - und dazu eine juridische Theorie, nämlich die Rhetorik, die diese Technik unter anderem mit den Begriffen aptum/ decorum assoziiert. Das heißt, dass man auch vom Mustern sprechen kann. Sabine Müller-Mall assoziiert das Passen mit dem Zusammensehen, das würde ich auch, über die Schiene rhetorischer Tradition, die mir mit ihren Synthesen, ihrer Synthetik, ihrer Plastik und ihrem Plastik mehr Fragen stellt, als die logische und die analytische Tradition mit ihren Klärungen und Verklärungen, nämlich ihren Transfigurationen ins Allgemeine.
Im Anschluss an Warburgs Arbeiten zu einem Recht, das unbeständig ist und dessen Regen eine meteorologische Bewegung und Begründung ist, würde ich erstens betonen und zweitens 'archäologisch' herausarbeiten, dass das Passen polar ist - auf eine Weise, die man begrifflich nicht ergänzen sollte, also nicht mit Ausführungen zum Bipolaren oder Multipolaren auf eine blockierende Spur bringen sollte, etwa diejenige der Vorstellungen einer Vermehrung. Das Polare ist in allen Details, eigenen und fremden, es ist in sich polar und damit auch außer sich, und zwar außer sich, ohne die Polarität zu verlieren.
Ihr könnt meinen Schmerz nicht sehen, meine Wut nicht fühlen, meine Schreie nicht hören und meine Verzweiflung nicht begreifen. Aber jeder urteilt über mein Verhalten, als wüsste er was in mir los ist..
„Du kennst meinen Namen, doch nicht meine Geschichte. Du hast gehört, was ich gemacht habe, doch nicht was ich durchgemacht habe. Du weißt, wo ich bin, doch nicht woher ich komme. Du siehst mich lächeln, doch du weißt nicht, wie ich gelitten habe. Verurteile mich nicht, denn meinen Namen zu kennen bedeutet nicht mich zu kennen."
Mit welchem Recht brechen wir in das Leben anderer ein, und was für eine Anmaßung, sie auf Herz und Nieren zu prüfen...- und von ihnen Rechenschaft zu verlangen...Aus welchem Grund?
Patrick Modiano: “Im Café der verlorenen Jugend”, S.66
Nur weil man jammert heißt es nicht das man kein Bock mehr auf das Leben hat. Man jammert weil man missverstanden wird, weil man sich alleine fühlt, weil keiner da ist der einen zuhört und Mut zu spricht. Also beurteile niemals einen Menschen wenn du seine Geschichte nicht kennst...
me
Niemand, aber auch wirklich niemand, hat das Recht über Andere, Anderes zu bestimmen und somit zu urteilen, richten, werten, verurteilen und wer es dennoch macht, ist ein wirklicher Verbrecher.
Otto Morr
Facebook: Freche Witze & liebe Sprüche